In dieser Folge sprechen wir über eines der drängendsten Themen unserer Zeit: Wie können wir Mehrgenerationenwohnen, Pflege und zukunftsfähige Versorgungsstrukturen so zusammendenken, dass sie tragen – auch dann noch, wenn viele der heutigen Strukturen es nicht mehr tun?
Hannah Heller ist im Gespräch mit Rainer Kroll (wohnprojekt⁺ beratung und entwicklung), Dr.-Ing. Anke Schmietainski (Vision Gesundheit) und Felix Bruns (MYZELIUM). Gemeinsam haben sie das MYZELIUM-Orientierungsangebot zu Mehrgenerationenwohnen und Pflege in Gemeinschaften entwickelt – und teilen in dieser Folge ihre Erfahrungen, ihre Fragen und ihre Vision.
Links für mehr Infos
Blogbeitrag zu den Solidargemeinschaften: https://www.vision-gesundheit.de/gesundheits-solidargemeinschaften/
Vision Gesundheit: www.vision-gesundheit.de
https://t.me/Vision_Gesundheit
Gemeinschaftliches Wohnen in Karlsruhe: https://am-albgruen.com/
Die Füchsmühle als Beispiel für gemeinschaftsliches Wohnen: https://www.ardmediathek.de/video/anders-leben/zukunft-in-der-land-wg-s01-e01/hr/YmNjZDA5OGYtMzE4Ni00MTUzLWFjYTMtYTJmZGM3NDUxZGEy
https://www.myzelium.com/veranstaltungen/mehrgenerationen-workshopreihe/
Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort.
Transkription
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Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue
0:00:15–0:00:18
Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften. Und dieser Podcast unterstützt
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dich dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Herzlich willkommen zur 109. Folge des MYZELIUM-Podcasts für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften.
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Heute geht es um eigentlich den Kern, nämlich die gemeinschaftsbasierte Vorsorge
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mit den Bereichen Pflege und Wohnen mit dabei.
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Und wir schauen uns heute diese zwei Bereiche des Lebens an,
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die besonders gefährdet sind, durch unser aktuelles System zu wirtschaften.
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Daher wollen wir auch als MYZELIUM in diese Bereiche rein, weil wir denken,
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da braucht es unsere Arbeit besonders.
0:01:20–0:01:23
Und deshalb haben wir jetzt ein allererstes Projekt in diesem Bereich gestartet,
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nämlich eine Orientierungsphase zum Mehrgenerationenwohnen.
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Dieses Angebot gestalten wir nicht alleine, sondern mit zwei PartnerInnen.
0:01:33–0:01:38
Deshalb bin ich besonders froh, dass ich heute euch drei, nämlich unseren Vertreter
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vom MYZELIUM, Felix Bruns,
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dann Rainer Kroll, ein erfahrener Berater und Entwickler im Bereich des gemeinschaftlich
0:01:45–0:01:51
organisierten Bauens und Wohnens und Anke Schmitanski von Vision Gesundheit.
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Ich freue mich sehr, dass ihr heute alle drei bei mir im Podcast sitzt. Herzlich willkommen.
0:01:58–0:02:00
Ja, wir freuen uns hier zu sein.
0:02:00–0:02:01
Danke für die Einladung.
0:02:02–0:02:05
Bevor wir in eure Vorstellungsrunde starten und in die Inhalte starten,
0:02:05–0:02:12
gleich mal vorweg, das Projekt läuft ja gerade schon und wird auch noch ein weiteres Mal laufen.
0:02:12–0:02:16
Für alle, die jetzt sich schon mal Gedanken machen, während sie zuhören,
0:02:16–0:02:18
ob das nicht vielleicht auch was für sie ist.
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Das läuft gerade, da kann man nicht mehr einsteigen, aber es wird auch bald
0:02:22–0:02:26
nochmal laufen. Wollt ihr nochmal sagen, nee, sorry Leute, das machen wir nicht.
0:02:26–0:02:30
Wir machen erstmal die Vorstellungsrunde, sonst ist es ja totaler Käse. Tobi, rausschneiden.
0:02:30–0:02:34
Okay, ich freue mich sehr, dass ihr da seid bei mir und genau,
0:02:34–0:02:37
bevor wir in das Projekt starten und in die Inhalte starten,
0:02:38–0:02:41
freue ich mich, wenn ihr euch einmal vorstellt.
0:02:41–0:02:44
Anke, vielleicht möchtest du den Anfang machen. Wer bist du und was machst du
0:02:44–0:02:47
sonst so in deinem Leben und was ist Vision Gesundheit?
0:02:47–0:02:53
Ja, ich bin von Hause aus eigentlich Ingenieurin, bewege mich aber seit mehr
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als 20 Jahren im Bereich der Integrativmedizin.
0:02:56–0:03:04
Erst beratend für Praxen im Rahmen einer Medienagentur und seit 2022 mit dem
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Team von Vision Gesundheit, eine GmbH im Verantwortungseigentum.
0:03:09–0:03:12
Und wir haben uns,
0:03:13–0:03:20
Vorgenommen, wir unterstützen Initiativen von den ersten Visionsfindungen,
0:03:20–0:03:24
Gemeinschaftsbildung, Organisationsentwicklung, alles was ich brauche,
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um so ein Projekt zu entwickeln,
0:03:27–0:03:33
in Kooperation mit dem reiner, auch zu baulichen Themen, bis am Ende Patienten
0:03:33–0:03:40
oder eben zu Pflegende in so einer Gesundheitseinrichtung oder Pflegeeinrichtung ein- und ausgehen.
0:03:40–0:03:42
Wir begleiten diesen ganzen Prozess.
0:03:42–0:03:49
Und was uns wichtig ist, wir möchten Menschen ermutigen, die ein Problem sehen,
0:03:49–0:03:56
die sehen, wo die Systeme hinlaufen, die eine Vision haben, diese wirklich anzugehen und umzusetzen.
0:03:56–0:03:58
Und da sind wir die Leute im Rücken.
0:03:59–0:04:02
Vielen Dank, Anke. Ich glaube, da gibt es noch viele Fragen zu,
0:04:02–0:04:04
aber erstmal gebe ich weiter an Rainer.
0:04:04–0:04:07
Rainer, wer bist du denn und was hast du denn schon so gemacht in deinem Leben?
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Also wer ich bin, das ist ja immer die am schlechtesten zu beantwortende Frage.
0:04:12–0:04:17
Man kennt sich ja bekanntlich meistens nicht so ganz gut und kennt andere immer viel besser.
0:04:18–0:04:25
Aber ich bin vom Beruf her Kaufmann und Diplom-Ingenieur Architektur und habe
0:04:25–0:04:31
in meinem Leben gearbeitet, in meinem ersten Leben als Architekt und Landschaftsarchitekt,
0:04:31–0:04:33
als Stadtplaner und Dorfentwickler,
0:04:33–0:04:39
als Bauträger und auch mal eine Professur gehabt für gemeinschaftliche Projektentwicklung.
0:04:39–0:04:45
Und würde heute sagen, ich bin so etwas wie ein Sozialarchitekt.
0:04:45–0:04:51
Also ich versuche mit den Gruppen oder in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen
0:04:51–0:04:56
Projekte möglich zu machen durch dialogische Projektentwicklung,
0:04:56–0:04:59
nenne ich das, oder assoziative Projektentwicklung.
0:04:59–0:05:03
Also wir entwickeln auch große Projekte.
0:05:03–0:05:09
Ich habe jetzt hunderte von Wohneinheiten mit solchen Gruppen ins Leben gerufen.
0:05:10–0:05:14
In unterschiedlichsten Projekten. Wir entwickeln die Projekte aus dem Gespräch,
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aus dem Dialog miteinander und wir machen das so, dass wir das eben möglichst
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gemeinwohlorientierte Formen finden, Rechtsformen, Finanzierungsformen und das
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habe ich zu meinem Beruf gemacht und nenne das eben jetzt Sozialarchitekt.
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Vielen Dank für den kleinen Überblick, zu dem man wahrscheinlich auch noch in
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die Tiefe tauchen könnte.
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Aber erstmal rüber zu Felix. Felix ist mein geschätzter Kollege beim MYZELIUM
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seit jetzt auch schon irgendwie mehr als ein Jahr.
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Genau, und du warst noch nie bei uns im Podcast, deshalb freue ich mich,
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wenn du dich hier auch mal kurz vorstellst.
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Wer bist du, wo kommst du her? Weil was du machst, wissen wir ja,
0:05:52–0:05:54
du arbeitest mit mir im MYZELIUM.
0:05:54–0:05:57
Aber genau, du hast ja auch schon eine kleine Reise hinter dir.
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Ja, guten Morgen. Schön, hier im Podcast das erste Mal zu sein und schön,
0:06:02–0:06:03
mit euch dreien hier zu sein.
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Genau, ich heiße Felix, lebe in einer Gemeinschaft, Fuchsmühle,
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die habe ich auch vor fünf Jahren mitgegründet.
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Ebenso aus der Suche heraus, wie können wir uns denn eigentlich als Gemeinschaften organisieren?
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Wie funktioniert eigentlich gemeinschaftliches Leben und mit all den Bereichen?
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Und genau, ich beschäftige mich viel damit, wie kann ich eigentlich ein Leben
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gestalten, das weniger an lebensfeindlichen Strukturen und Verhaltensweisen,
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die wir als Gesellschaft einfach so miteinander oft unwillentlich aufbauen und
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aufgebaut haben und in die wir hineingeboren sind.
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Und wie kann ich da ein Stück weit aussteigen oder die irgendwie transformieren?
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Und in dem Sinne habe ich als Projektentwickler, als Team- und Organisationsentwickler
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gearbeitet, beschäftige mich viel so mit Themen rund um Selbstorganisation oder
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partizipative Führung.
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Also wie können Teams eigentlich weniger hierarchisch und dafür emergenter und
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lebendiger, kreativer miteinander arbeiten?
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Da weiß man immer wieder wichtig, systemische Perspektiven auch mit reinzubringen,
0:07:06–0:07:08
also aus dem Systems-Ranking.
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Und ja, ich bin irgendwie auf der Suche nach positiven Zukunftsvisionen,
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wie wir da wohl hinkommen.
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Cool, danke Felix. Schön, dass ihr alle drei da seid. Das hört sich nach einem
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wirklich, also schon die Vorstellungsrunde
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hört sich nach einem richtig spannenden Mix an, finde ich.
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Genau, und ihr macht gerade zusammen mit Timo, unserem Geschäftsführer,
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den glaube ich alle Podcast-HörerInnen soweit kennen, den wir heute hier nicht
0:07:36–0:07:39
mit dabei haben, weil sein Terminkalender immer sehr voll ist.
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Und wir gedacht haben, wir können auch ohne Timo gut erzählen,
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was eigentlich in diesem Projekt passiert.
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In dieser Orientierungsreise, so heißt sie nämlich, zu dem Thema Mehrgenerationen-Wohnprojekt,
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Gesundheit und Pflege und gemeinschaftsbasierten Versorgungsstrukturen.
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Also wirklich eine Bandbreite an Themen, die ihr da abdeckt.
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Und vielleicht wollt ihr davon mal erzählen, was ist dieses Projekt und wie
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kam es dazu und was passiert da drin und wie kann man da mitmachen?
0:08:06–0:08:09
Vielleicht all das auf einmal. Es starte, wer starten möchte.
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Uns ging es darum, wie in der Expedition, verstehen wir uns als Reisebegleiter
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für Menschen, die etwas entdecken wollen und für sich herausfinden wollen.
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Mensch, mehr Generationen wohnen, zusammen kombiniert mit Gesundheit,
0:08:27–0:08:32
Pflegeeinrichtungen oder eben auch noch gemeinschaftsbasierten Wirtschaften,
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wäre das was für mich. die für sich da eine Entscheidung treffen wollen.
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Und da wollen wir aus unterschiedlichsten Perspektiven einen Blick auf diese
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Themen werfen und den Menschen ein Gefühl kriegen, was hängt da mit dran,
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was bedeutet das für mich,
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damit sie ihre Entscheidungen im Prinzip fachlich mehr unterfüttern können,
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aber damit sie auch ein besseres Bauchgefühl kriegen.
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Will ich sowas, ist das was für mich. Also das ist der Hauptzweck einer Orientierungsreise,
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also dieses innere Erleben.
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Ja und gleichzeitig würde ich sagen auch noch, wieso die Lösungsansätze,
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die eben in Mehrgenerationen wohnen,
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in alternativen Pflege- und Gesundheitssystemen, vielleicht auch in Kombination
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mit gemeinschaftsbasierten und deswegen hoffentlich resilienteren,
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zukunftsfähigeren Versorgungsstrukturen liegen die Lösungsansätze.
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Dafür, für die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen,
0:09:31–0:09:35
auch wenn wir in die Zukunft schauen, sehen wir da ja viel, oder können wir
0:09:35–0:09:38
da viele Herausforderungen sehen und die Frage eben danach gemeinsam zu erkunden,
0:09:38–0:09:43
inwiefern können solche Strukturen da Zukunftsfähigkeit aufbauen,
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Lösungen sein und wie bauen wir die auch wirklich selber gemeinsam auf.
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Ja, ich freue mich sehr. Das ist für mich wie so eine Fortsetzung von etwas,
0:09:53–0:09:59
was ich vor etwas längerer Zeit schon mal aufbauen durfte und praktizieren konnte.
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Und zwar war ich in den Vorstand des Forums Gemeinschaftliches Wohnen gewählt worden.
0:10:06–0:10:11
Und das Forum ist so wie eine Art Bundesvereinigung der gemeinschaftlichen Wohnprojekte,
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die sich speziell auch diesem Thema des Mehrgenerationenwohnens und was können
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eben solche Projekte vielleicht auch bringen.
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Gerade im Hinblick auf das Zusammenleben aller Generationen und das Leben im
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Alter vor allen Dingen auch.
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Also wenn es dann eben nicht mehr alles so funktioniert und man gelegentlich
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vielleicht auch mal Hilfe braucht.
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Und da habe ich dann mit dem Bundesfamilienministerium damals eine Art Förderprojekt
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aufgebaut und war mit diesem Förderprojekt dann drei Jahre lang in der ganzen
0:10:44–0:10:45
Bundesrepublik unterwegs.
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Und wir haben sowas wie so eine Art Schulungsprogramm aufgebaut zu diesem Thema
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und haben dann, ich weiß nicht, hunderte von Gruppen in ganz Deutschland begleiten
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können auf ihrem Weg und haben auch weitergeführt.
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Dutzende von Genossenschaften auf den Weg gebracht damals.
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Also genau zu diesem Programm. Und was war der Hintergrund? Und ich denke,
0:11:06–0:11:11
das spielt heute eine ganz große Rolle. Damals war das mehr so eine Prognose.
0:11:12–0:11:15
Da hatte es nämlich einen Bericht gegeben an die Bundesregierung,
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den sogenannten zweiten alten Bericht.
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Und der hatte mal versucht zu prognostizieren, wie wird sich das denn alles entwickeln,
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unser Gesundheitswesen, unser Pflegewesen und hatte dann die nicht so ganz angenehme
0:11:30–0:11:35
Prognose gemacht, das wird alles so, wie wir das organisiert haben hier, das wird nicht reichen.
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Also irgendwann in der Zukunft wird das unter ganz großem Stress geraten,
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dieses System ist letztlich nicht finanzierbar und die Lösung sei,
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Das war dann der Inhalt dieses Berichtes eben,
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doch bitte Strukturen aufzubauen und das möge die Bundesregierung eben fördern
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und die Politik und die Kommunen, die darauf hinauslaufen, dass die Menschen
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das selber in die Hand nehmen.
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Also wie können wir uns selber untereinander sozusagen stark machen?
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Wie können wir diese Lebensphasen bewältigen?
0:12:05–0:12:09
Und da haben sich damals hunderte von Projekten auf den Weg gemacht.
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Es gibt auch mittlerweile ein ganz ausgebautes Netzwerk solcher Projekte eben
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vertreten, zum Beispiel durch das Forum Gemeinschaftliches Wohnen.
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Und jetzt denke ich, sind wir genau in dieser Zeit angekommen. Jetzt wird es akut.
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Jetzt gilt es sozusagen. Also schaffen wir das, dass wir solche selbstbestimmten
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gemeinschaftlichen Strukturen aufbauen können und nehmen die Dinge selber in die Hand.
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Und daran mitzuwirken und hier erstmal so eine erste Orientierung zu ermöglichen.
0:12:40–0:12:43
Was kann denn das heißen? Was würde das für mich bedeuten?
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Was gibt es denn da für unterschiedliche Formen? Wie kann ich da mit anderen
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Menschen zusammen in die Kraft kommen, sodass wir das gut bewältigen können?
0:12:53–0:12:59
Das ist die Chance von dieser Orientierungsreise und deswegen mache ich da sehr, sehr gerne mit.
0:12:59–0:13:04
Ja, wenn sich jetzt Leute sozusagen, ja, wenn euch das anspricht,
0:13:04–0:13:09
euch ZuhörerInnen, dann wäre es ja vielleicht noch interessant zu wissen, wie läuft das genau ab?
0:13:09–0:13:14
Also muss man da irgendwie, genau, also was passiert da in diesem Programm?
0:13:14–0:13:17
Und vielleicht auch, gibt es noch Möglichkeiten teilzunehmen?
0:13:18–0:13:22
Wir haben jetzt die Orientierungsreise geplant über sechs Monate.
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Wir haben gestartet mit einem Präsenztermin in einem Beispielprojekt,
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über das der Rainer vielleicht später noch erzählt.
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Wir haben dann sieben Online-Termine und schließen wieder mit einem Präsenztermin
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in einem anderen Beispielprojekt.
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Also das ist jetzt ein halbes Jahr, da kann man leider nicht mehr einsteigen.
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Wir haben in der Vorbereitung manchmal die Rückmeldung gekriegt,
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über ein halbes Jahr kann ich mir schlecht einrichten.
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Und deswegen werden wir das dieses Jahr im Herbst mal komprimiert auf vier Tagen anbieten vom 29.10.
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Bis zum 1.11.
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Und wir werden die Reise auch ein weiteres Mal, wenn Interesse daran besteht,
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so als längere Orientierungsreise über ein halbes Jahr anbieten,
0:14:12–0:14:15
da können sich Interessenten melden und wenn da genügend zusammenkommen,
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dann starten wir die auch ein zweites Mal.
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Das könnte auch Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres sein.
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Ich würde das gerne noch ergänzen von der Anke. Das sind jetzt erstmal so Termine,
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die wir ja von uns aus mal oder Möglichkeiten, die wir von uns aus anbieten.
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Ich glaube aber, wenn man uns jetzt so richtig belagert, also da gibt es zum
0:14:39–0:14:43
Beispiel schon eine Initiativgruppe, die jetzt unbedingt busy werden möchte,
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die jetzt loslegen möchte, dann werden sich Möglichkeiten finden.
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Also kommt einfach auf uns zu, sprecht uns an und wir können eben das anbieten,
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was wir mit Vorlauf oder wir können auch reagieren, wenn eine Initiative schon
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ganz warm gelaufen ist und jetzt weiter sozusagen vorangehen will und nicht warten will.
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Genau und vielleicht der Vollständigkeit halber auf unserer Webseite MYZELIUM.com
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unter Mehrgenerationen wohnen findet ihr dort alle Informationen und könnt euch
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das nochmal in Ruhe durchlesen. Ja, vielen Dank euch.
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Jetzt würde ich gerne nochmal so ein bisschen genau da drauf schauen.
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Ich meine, ihr seid beide, Anke und Rainer und auch Felix, sozusagen in diesem
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Bereich schon lange unterwegs. Ja.
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Vielleicht auch mal so ein bisschen zu beschreiben, was, warum braucht,
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also du hast es schon angesprochen, Rainer, es wird jetzt konkret,
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sozusagen das, was man vor, ich weiß nicht, wann du mit dem Forum da unterwegs
0:15:43–0:15:47
warst, vor wie vielen Jahren oder Jahrzehnten, aber genau, man weiß eigentlich schon lange,
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es wird so ein Problem werden.
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Und jetzt sind wir da angelangt in dem Moment, wo irgendwie Menschen sich gar
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nicht mehr Pflege leisten können,
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wo Menschen sich Wohnen nicht mehr leisten können, wo Menschen sich eine würdevolle
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Versorgung im Alter, aber auch davor, muss ich sagen, als Mutter mit jüngeren Kindern.
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Ich meine, ich wohne noch da, wo ich aufgewachsen bin und meine Oma und meine
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Mutter sind in der Nähe und so weiter.
0:16:16–0:16:20
Und mein Vater auch, mein Opa leider nicht mehr, egal wie auch immer.
0:16:20–0:16:23
Auf jeden Fall, ich habe eine Versorgungsstruktur um mich herum,
0:16:23–0:16:29
aber auch da ist ja die Frage, was kann ich mir überhaupt leisten an Versorgung?
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Und wäre das nicht alles einfacher, würde ich nicht in einer großen Gemeinschaft
0:16:34–0:16:37
leben mit anderen Eltern, mit anderen Kindern, mit anderen Großeltern,
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wo man das so ein bisschen gemeinschaftlich abhofern kann.
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Aber genau, vielleicht wollt ihr mal so ein bisschen nochmal ins Problem einsteigen
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und auch in die Absicht. Was braucht es denn jetzt?
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Vielleicht kann ich mal mit einer Bildbeschreibung beginnen.
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Und das war ja auch das Erste, was wir in unserer Orientierungsreise gemacht haben.
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Nämlich, wir haben alle eingeladen hier
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in unser gemeinschaftliches Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Karlsruhe.
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Das ist 2012, ist das erste Gebäude entstanden.
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Und 2017 oder 2016 war es dann alles bezugsfertig, weil das sind über 100 Wohneinheiten hier.
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Wir wohnen also hier mit 250 Menschen durch alle Generationen in der Stadt,
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aber nah am Grün, in einem sehr schönen Grünzug und deswegen heißt das Projekt auch Alpgrün.
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Das ist das Flüsschen, das fließt von Bad Herrenalp bis zum Rhein.
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Also man kann es hier wirklich sehr gut aushalten. und wir haben jetzt hier
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so ein gemeinschaftliches Mehrgenerationen-Wohnprojekt eben gemacht und das
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kann man wie ein Dorf in der Stadt ansehen.
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Und was haben wir hier alles an Einrichtungen? Also einmal sind alle Wohnungen
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barrierefrei erreichbar.
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Das heißt auch jemand, der jetzt wirklich sich kaum noch bewegen kann,
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der kann sich hier in dem ganzen Projekt bewegen über Aufzüge.
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Es ist alles schwellenfrei. Es gibt elektrische Türen da, wo es zu schwierig
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wäre, die aufzumachen und so weiter.
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Das ist mal so eine Grundvoraussetzung, dass sowas gut funktionieren kann.
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Und dann haben wir hier ein Gesundheitshaus.
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Wo Ärzte und ein paar Therapeuten sind, auch speziell für so die Zipperlein,
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die man im Alter haben kann.
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Dann haben wir einen Pflegebetrieb, einen ambulanten Pflegebetrieb hier im Projekt.
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Wir haben eine solidarische Landwirtschaft, wir haben eine Food Coop,
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wir haben einen Carsharing Pool, wir haben gemeinsame Werkstätten,
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wir haben viele Gemeinschaftsräume, wir haben eine Kindertagesstätte,
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Wir haben eine Behinderten-WG,
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wir haben Nachbarschaftshilfsdienst, wir haben eine Hospizgruppe,
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wir haben mehrere Gästewohnungen, Gästezimmer und so weiter.
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Das ist eine ganze soziale Infrastruktur, die wir hier gemeinsam geschaffen
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haben und die wirkt. Also die hat jetzt einfach, hier ist ständig was los.
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Also uns muss niemand animieren, sondern man muss schon gucken,
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wenn man hier einen Gemeinschaftsraum belegen will, dass man da noch ein Plätzchen
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findet, weil es so viele Initiativen gibt, die irgendwas anbieten.
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Kulturprogramme, Lesen, Singen, Gesundheits-, Fitnesskurse und Yoga und Qigong.
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Also hier ist ständig was los und auch nicht nur für uns hier im Projekt,
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sondern das verbindet uns auch mit unserer Nachbarschaft hier.
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Der ganze Ortsteil feiert hier Geburtstage oder Hochzeiten oder auch mal ein
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Begräbnis, weil der Friedhof ist auch gleich nebenan.
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Also wir haben sozusagen von der
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Wiege bis zur Bahre hier die ganze Infrastruktur. direkt am Projekt und,
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Das ist einfach unglaublich lebendig und wenn hier jemand ein Problem hat,
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überhaupt kein, das ist eigentlich kein Problem, ein Rundmail hier in unseren
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Verteilern und da wir es gewöhnt sind,
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da wir sowas eben gemeinsam aufgebaut haben, finden sich sofort Leute,
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die die Hand heben und sagen, ich habe da was oder ich helfe dir oder wir haben
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auch Menschen schon ins Sterben begleitet,
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oder junge Mütter geholfen und jungen Eltern, wenn eben die Kinder dann da sind
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Und keine, nicht so eine schöne Familienstruktur, Hanna,
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die bei dir in der Nähe ist, ja, das hat ja nicht mehr jeder.
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Und das kann so ein Projekt unglaublich einfangen und einfach hilfreich sein
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und kann Spaß machen, ja.
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Wenn ich jetzt mal auf Gesundheit und Pflege drauf schaue, also uns ist allen klar, wir werden älter.
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Und gerade wenn man jetzt die letzten sechs Jahre anschaut, haben wir auch,
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also die Bevölkerung war nie so krank wie jetzt.
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Also wenn man sich die Berichte der Krankenkasse anguckt, schreiben die jedes
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Jahr Rekorde in den Krankschreibungen.
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Das heißt, wir brauchen dringend einen Paradigmenwechsel.
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Also wenn wir jetzt auf die Pflege schauen, dann haben wir 2035 etwa 4 Millionen
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mehr über 67-Jährige und gleichzeitig deutlich weniger Erwerbstätige.
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Und es fehlen circa 1,8 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen bis 2035.
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Allein in der Pflege werden bis zu 500.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt.
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Es ist aber jetzt so, dass unsere Strukturen so sind, dass viele Pflegekräfte
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einfach, weil sie nicht mehr können, ihren Beruf verlassen haben.
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Über 80.000 Pflegekräfte würden wieder zurückgehen in ihren Beruf,
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wenn sie andere Strukturen hätten.
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Die jetzigen Strukturen sind ein zutiefster Wertekonflikt, weil wenn eine Nachtschwester
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alleine mit 30 Patienten ist, kann sie ihren ursprünglichen Anspruch,
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wie sie in den Beruf gegangen ist, nicht mehr erfüllen.
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Um nicht daran zu zerbrechen, kann sie nur noch gehen. Aber sie lieben eigentlich ihren Beruf.
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Und wenn ich jetzt auf das Thema Gesundheit drauf schaue, brauche ich auf der
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einen Seite einen völlig anderen Umgang mit Gesundheit.
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Wir sind in Deutschland wunderbar aufgestellt, was Akutmedizin angeht.
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Also wenn hier jemand einen Unfall
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hat, ist er sicher in Deutschland gut aufgehoben, versorgt zu werden.
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Was problematisch ist, ist die Versorgung von chronischen Erkrankungen.
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Und 90 Prozent der Menschen sterben an chronischen Erkrankungen.
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Da brauche ich einen Paradigmenwechsel. Wie gehe ich mit Erkrankungen um?
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Das wird aber sehr häufig, eine ganzheitliche Behandlung, wird von unseren Kassen nicht bezahlt.
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Weil auch da der Fokus auf der Akutmedizin ist.
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Sehr häufig geht es einfach darum, eine Erkrankung handhabbar zu machen.
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Also der Diabetiker wird nicht auf Heilung therapiert. In den meisten Fällen
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lässt sich, die Zeit gar nicht zu, sondern der Diabetiker wird eingestellt,
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dass man mit seinem Diabetes leben kann.
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Also brauchen wir da andere Versorgungsstrukturen und wir brauchen Bezahlmöglichkeiten,
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die das ermöglichen, dass Ärzte und Therapeuten so arbeiten können,
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möglicherweise auch interdisziplinär.
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Kommen wir möglicherweise später nochmal dazu.
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Ich gehe nochmal auf dieses Pflegethema ein, um da vielleicht nochmal klarzumachen,
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was da gerade passiert gesellschaftlich.
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Wir haben jetzt eine Pflegeversicherung, von der wir alle wissen und ständig
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hören in der Presse, die ist am Anschlag. Und das ist in Zukunft nicht mehr
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finanzierbar und da muss schon ganz viel Steuergeld reingesteckt haben und da
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machen wir ja auch nur Schulden.
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Und jetzt ist diese Berg, diese Riesenmilliardensummen, die reichen aus,
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um sage und schreibe nur 20 Prozent des tatsächlichen Pflegebedarfs abzudecken.
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80 Prozent des Pflegebedarfs werden immer noch in den Familien geleistet und
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zwar im Wesentlichen von den jüngeren Frauen.
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Das ist eine gesellschaftliche Realität. Und jetzt werden aber diese Familienstrukturen
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immer schwächer, weil früher hatten wir,
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jeder kennt diesen berühmten Pilz in der Bevölkerungs-, in der Altersverteilung,
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in der Gesamtgesellschaft.
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Und diesen Pilz gibt es ja jetzt zunehmend nicht mehr. Und unten kommt eben nichts mehr nach.
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Also jetzt, wo die Riesenwelle von diesen geburtenstarken Jahrgängen langsam
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in diese Pflegebedürftigkeit hineinkommen,
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da gibt es unten aber nicht annähernd mehr eine Bevölkerung,
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diese 80 Prozent sind einfach nicht mehr da, die die noch versorgen können.
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So und da merkt man, das Problem kann man nur lösen, wenn man jetzt sozusagen
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die Gleichaltrigen untereinander viel stärker aktiviert.
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Das ist sonst überhaupt nicht lösbar. Das heißt, wir müssen diese Gemeinschaftsformen
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wählen sozusagen und in Niederlanden zum Beispiel macht man das hervorragend
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mit diesem Butzauk-Netzwerk. Wir müssen das aktivieren.
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Da gibt es eben Menschen, die haben das Glück im Alter richtig und bis zum Ende,
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weitgehend zum Ende schön fit zu sein und noch was tun zu können.
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Und es gibt eben die anderen, die hat es leider erwischt.
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Und es wäre ein Riesenvorteil, wenn die Menschen, die sich gut kennenlernen.
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Eben weil sie zusammenleben in solchen Projekten, das sind die Wahlverwandtschaften
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dann, und dann unterstützt man sich eben, wenn der eine oder der andere mal Probleme hat.
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Und dann ist das keine geldwerte Leistung, sondern das entsteht eben aus dem
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gemeinschaftlichen Zusammenleben.
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Da entsteht das. Das ist die Perspektive des gemeinschaftlichen Mehrgenerationenwohnens.
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Uns geht eben auch darum, überhaupt gar nicht erst in die Pflegebedürftigkeit zu kommen.
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Also frühzeitig dafür zu sorgen, dass wir fit in die Kiste steigen können.
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Und das geht Hand in Hand.
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Und da könnte man noch auf etwas kommen, Anke, was wir ja gut kennen als Salutogenese.
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Also was erhält uns gesund oder wenn wir krank werden, was macht uns wieder gesund?
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Und da hat doch tatsächlich ein Forscher, das über Jahrzehnte mit zehntausenden
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von Probanden systematisch erforschen, was ist das Ergebnis?
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Und das ist jetzt ganz spannend.
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Es sind alles soziale Faktoren, die darüber bestimmen, wie gesund wir werden oder bleiben.
0:26:32–0:26:37
Und wenn man jetzt eben eine gute Gemeinschaft hat, dann ist das die beste Voraussetzung,
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richtig lange gesund zu bleiben und fit zu bleiben.
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Man erlebt noch Sinn mit anderen Menschen zusammen, man hat Geselligkeit,
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man ist nicht einsam, man macht was zusammen, das sind die besten Faktoren,
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um auf Dauer gesund zu bleiben. Man wird auch mal gebraucht.
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Man kann auch was tun für andere und hat selber Hilfe und das weiß man auch.
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Da ist Verlässlichkeit, da ist Verbindlichkeit, da ist Vertrauen.
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Das ist diese soziale Einbindung. Das ist das, was uns am besten gesund hält.
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Ihr beide habt ja jetzt spezifisch nochmal zum Thema Gesundheit und Pflege gesprochen.
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Das sind ja im Grunde zwei Bedürfnisbereiche, die wir als Menschen so haben.
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Und genauso brauchen wir aber ja auch Versorgung mit Lebensmitteln,
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mit Mobilität, mit allen möglichen weiteren Dienstleistungen und Gütern.
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Das heißt, wir können das auch wie so eine Art generelleres Bild übertragen.
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Und genau, da sehe ich auch, jetzt hattet ihr es ja schon angesprochen,
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zum Beispiel das Problem demografischer Wandel,
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und genauso können wir da, wenn wir in die Zukunft schauen, aber auch ökologische
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Herausforderungen sehen, also Klimawandel und dadurch zunehmend kollabierende Klimasysteme,
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die zum Beispiel total viel mit Nahrungsmittelverfügbarkeit und Nahrungsmittelsicherheit,
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Ernährungssicherheit machen werden.
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Genau, dann gibt es ja noch viel weitere Faktoren außer Klima,
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die zu ökosystemischen Herausforderungen führen.
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Es gibt zum Beispiel dieses Modell der Planetary Boundaries,
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wo Forscher so elf verschiedene oder neun verschiedene Kategorien sind,
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glaube ich, Grenzen der Tragfähigkeit dieses Planetens aufgezeigt haben und
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wie sehr wir die als Menschheit in vielerlei Hinsicht überschreiten.
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Genauso sehen wir ja gerade immer mehr und mehr eine Krise der Demokratie.
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Und ich glaube, das liegt auch viel daran, wie unsere sozialen Strukturen.
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Sozialer Ungerechtigkeit. Also darin, wie innerhalb zum Beispiel auch unserer
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deutschen Gesellschaft, wie ungleich verteilt dort Ressourcen sind,
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einfach durch ein Leben mit den
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aktuellen wirtschaftlichen Logiken des Kapitalismus jetzt seit ein paar,
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Jahrzehnten so richtig extrem und ein paar Jahrhunderten, wo immer mehr Akkumulationen,
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also immer mehr ankommen, dass die eine Wirtschaft mit Staubsauger,
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also wie so, dass Ressourcen einfach und Güter hochgesaugt werden zu ein paar wenigen, genau.
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Innerhalb einer Gesellschaft, aber dann auch, also innerhalb eines Staates,
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sage ich mal, deutsche Gesellschaft in Anführungszeichen, aber darüber hinaus
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ja auch total stark noch in neokolonialen Mustern, also Nord-Süd-Süd.
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Genau, und weiteren Machtdimensionen, in denen wir wo immer noch ganz viel Diskriminierung herrscht.
0:29:25–0:29:29
Genau, also das wie so als der Horizont auch, oder der Kontext,
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in dem wir Versorgung organisieren müssen und der sich auch weiterhin vermutlich
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krisenhaft verschärfen wird,
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was ja auch unter diesem Begriff der Polykrise oder Metakrise gerade oft gegriffen wird.
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So, und jetzt also die Frage dann, wie gestalten wir Versorgungsstrukturen,
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die in diesem Kontext weiterhin Bedürfniserfüllung ermöglichen.
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Also mich gut mit Nahrung versorgen, mit Pflege und Gesundheit,
0:29:56–0:29:59
mit allen möglichen weiteren Bedürfnisbereichen.
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Auch eben dann, wenn der aktuelle Markt oder aber der Staat dafür nicht mehr gut sorgen können.
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Also Staat im Sinne von zum Beispiel, okay, das Pflegesystem,
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das staatliche Pflegesystem, das staatliche Rentensystem kann mit demografischem
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Wandel so nicht mehr weiter umgehen.
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Und ist nicht mehr finanzierbar und tragfähig, wie Reinhard es gerade benannt hat.
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Oder Markt, so diese Idee von, naja, freier Markt führt zu bestmöglicher Ressourcen-
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und Bedürfnisbefriedigung.
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Alle, die an diesem Markt teilnehmen, das sehen wir ja schon lange,
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dass das einfach absolut nicht funktioniert.
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Also die Frage nach dem Aufbau von alternativen Strukturen, auch abseits davon.
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Und da würde ich sagen, ist dann genau das, was wäre hier, die Idee davon,
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Gemeinschaften zusammenzubringen rund um einen Ort. Erstmal,
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indem sie gemeinsam wohnen und sich dann da gemeinsam miteinander zu organisieren,
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einzuüben, wie funktioniert denn das überhaupt?
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Rainer hat ja gerade schon gesagt, weil wir das jetzt schon lange Zeit einüben,
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schreiben wir einfach eine Rundmelde in unseren Verteiler und direkt melden sich Leute.
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Also da ist eine gewisse Kultur auch gewachsen, da ist eine gewisse Verbundenheit
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miteinander. Und all das sind wieder so ein bisschen anderer Lebensstil,
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als als separiertes Individuum in der Konsumgesellschaft zu leben erstmal einfach.
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Und das ist also was, was wir einüben können, also uns organisieren als Menschen.
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Gemeinschaften. Und das zu üben.
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Genau. Das einzuüben darin, fähig zu werden, mehr und mehr und mehr dann also
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auf so eine Art und Weise unser Leben und unsere Bedürfnisse zu befriedigen
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und bestreiten und dann auch, wenn der Kontext krisenhafter wird in Zukunft,
0:31:35–0:31:39
darauf zurückgreifen zu können und damit eben eine Versorgungsstruktur zu haben,
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die auch in dieser krisenhafteren Welt noch funktioniert, noch trägt,
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die in dem Sinne resilient ist, sich also an Krisen und in eine Kontexte anpassen kann.
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Wir erleben das in den Gesprächen.
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Dass Menschen fast wie resignieren.
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Ich höre die Nachrichten, ich höre diese Krisen überall und ich kann nichts tun.
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Und da möchten wir wirklich euch einfach ermutigen und einladen zu schauen, hey, ihr habt Visionen.
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Traut euch, diese Visionen auszusprechen. Geht in Gesprächen mit anderen,
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alleine schaffst du es nicht, aber mit anderen gemeinsam ist es möglich,
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riesige Projekte aufzubauen.
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Es ist unglaublich, was wir als Gemeinschaften aufbauen können.
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Und wir sollten diese Systeme, diese neuen Strukturen, diese Inseln jetzt aufbauen,
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solange das Alte noch irgendwie existiert, damit sie stark genug sind, wenn das Alte bricht.
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Ich bin ein Kind der DDR und ich habe erlebt, wie ein altes System zusammengebrochen
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ist und wie dann die alten Strukturen mitten mal die neuen waren,
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weil das neue nicht stark genug war.
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Und deswegen ist es mir extrem wichtig, dass wir jetzt starke Strukturen aufbauen.
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Kommt ins Tun, fangt an mit den ersten Schritten. Gemeinsam ist ganz viel möglich.
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Und gemeinsam können wir eine Welt gestalten auf einer lokalen Basis.
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Viele, viele Inseln, die miteinander vernetzt sind, die voneinander lernen und
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wo wir gemeinsam dieses Feld entwickeln, erst mal egal, was da draußen passiert.
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Ja, danke. Danke euch allen sozusagen. Ich finde es mega reich,
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dieses Gespräch und würde gerne einmal noch, genau, auch was dazulegen, weil es ist ja,
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also genau, was ich total oft höre, wenn ich dann sage, ja, gemeinschaftsbasierte
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solidarische Wirtschaftsstrukturen, Versorgungsstrukturen, dann sagen die Leute, ja Gott, ne?
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Aber Gott, dann muss ich ja irgendwie damit klarkommen, dass da andere Menschen
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sind, die irgendwie mir auf den Nerv gehen.
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Also es wird immer so gestöhnt, dass Gemeinschaft so anstrengend ist.
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Und was man ja heute, was uns ja beigebracht wurde, also ich bin kein Kind der
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DDR, ich bin ein Kind des Neoliberalismus, so nenne ich mich,
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was uns heute, also was mir beigebracht wurde in meinem Aufwachsen ist,
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naja, du sicherst dich halt eigenständig ab und du bist möglichst unabhängig
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von anderen und das machst du, indem du,
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Erstmal dir eine gute Bildung, also in dem du in diesem Bildungswettbewerb bestehst,
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dann holst du dir einen sehr guten Job.
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Der ist sehr gut, weil du sehr viel Geld verdienst.
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Sonst ist es eigentlich kein anderes Kriterium für gut, sondern du verdienst halt sehr viel Geld.
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Und dann mit diesem vielen Geld kannst du dich eben absichern gegen alles,
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was da kommt und bestenfalls dir jede Freiheit kaufen, die du haben kannst.
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Und wenn ich das jetzt mal so überlege, ich hätte, wäre diesen Weg gegangen,
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dann hätte ich jetzt irgendwie, keine Ahnung, ein hohes Einkommen.
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Würde mir halt eine beste Versorgung für meine Kinder irgendwie kaufen für 500 Euro im Monat.
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Wahrscheinlich gibt es auch mehr, aber sonst die normale 500 Euro im Monat.
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Dann bezahle ich in alle möglichen Versicherungen ein, die mich im Fall des
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Falles irgendwie bestenfalls absichern.
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Ich meine, bei der Pflege wissen wir es nicht, bei der Rente ehrlich gesagt wissen wir es nicht.
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Aber dann gibt es ja noch die Privaten
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sozusagen, die in den Finanzmarkt investieren oder ich hole mir ETFs.
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Also investiere direkt in den Finanzmarkt und spekuliere sozusagen da mit in
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der Hoffnung, dass eben die Unternehmen, in die da investiert wird,
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immer weiter steigen und das Währungs- und Finanzsystem eben bestenfalls nicht zusammenbricht.
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Auch das kann man ja heute gar nicht mehr mit Sicherheit sagen.
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Und dann gehöre ich eben vielleicht zu den, keine Ahnung, 5%,
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10% hier in Deutschland, die sich eben diesen Lebensstil leisten können, bestenfalls.
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Als wenn man aber jetzt nicht zu dieser Elite gehört,
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die sozusagen die allerhöchsten Gehälter verdient, sondern eher orthonormalmäßig
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mit seinen 2000 Euro Netto unterwegs ist, das ist das Medianeinkommen hier in
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Deutschland, dann kann man dieses Spiel nicht mitspielen.
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Also dann überlege ich mir, okay, ich habe Eltern, die müssen gepflegt werden,
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für die muss ich 4000 Euro, 5000 Euro im Monat für einen Pflegeplatz bezahlen.
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Gerade jetzt, Reinhard gesagt, vor allem junge Frauen kümmern sich dann um die
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Pflege ihrer Kinder und ihrer Eltern.
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Und sollen auch noch arbeiten. Kein Lifestyle-Teilzeit hier,
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sondern bestenfalls Vollbeschäftigung.
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Und dann kriegt man so eine Enge um die Brust.
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Und wenn man sich das dann noch überlegt, okay, es wird jetzt noch krisenhafter,
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als es gerade eh schon ist. Also wir werden weniger Menschen haben,
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die in der Pflege arbeiten.
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Einkommen wird wahrscheinlich jetzt erstmal nicht steigern.
0:36:40–0:36:46
Die sozialen Sicherungssysteme werden gerade eher abgebaut als ausgebaut und so weiter.
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Dann ist das was, was ich mir in zehn Jahren gar nicht vorstellen will.
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Heißt, was ich nochmal betonen will, ist dieses...
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Ich meine, man kann den Kopf in den Sand stecken und irgendwie resignieren und
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trotzdem wird man auf diese Zukunft dann hinauslaufen, wenn man nichts tut,
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wenn man sich nicht organisiert, sondern wenn man in die Systeme vertraut, die so existieren,
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dann wird man da als orthonormal verdienende Person wahrscheinlich hinten unterfallen.
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Und deshalb auch vielleicht nochmal für euch, für die Zuhörenden so zum Nachdenken,
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was ist denn wirklich eine Absicherung, eine Versicherung, auf die wir bauen wollen?
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Also was halten wir denn für wahrscheinliche Szenarien und vertrauen wir wirklich
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darauf, dass uns der Markt nicht fallen lässt?
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Also dass der so weiter funktioniert oder hat nicht die Vergangenheit bewiesen
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mit Finanzkrisen und so weiter, dass eigentlich,
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wenn es wirklich krisenhaft wird, dass sich dann ein paar Leute noch schnell
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die Taschen voll machen und das System kollabieren lassen und dann bestenfalls
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darauf hoffen, dass der Staat einspringt.
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Und trauen wir gerade dem Staat zu, auch unter dem Druck, unter dem er gerade
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steht und sozusagen mit der Fantasie, in der er agiert.
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Not, also sehr fantasielos, will ich damit sagen. Ich bin Kommunalpolitikerin
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und es ist einfach nur Wahnsinn, wie unkreativ.
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Wir als Politik und als Verwaltung, ich nehme mich damit rein.
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Also wie unkreativ unsere Lösungsvorschläge sind, auf die wir uns einigen können,
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in den politischen Konstellationen, die sie sind.
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Also genau, deshalb nochmal vielleicht der Appell an die Menschen da draußen,
0:38:30–0:38:33
sich nochmal zu überlegen, wo investiere ich denn mein Geld rein?
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Und da wirklich zu gucken, macht es Sinn für mich, mein Geld abzuführen an den
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Finanzmarkt, an große Konzerne, die dann wiederum dieses Geld nehmen,
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um in riesige Pflegemonopole reinzuinvestieren, die dann wieder Profit aus dem
0:38:48–0:38:52
System ziehen oder stecke ich es nicht in den Aufbau von Gemeinschaften?
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Und da würde ich gerne auch nochmal von euch hören, vielleicht nicht jetzt,
0:38:55–0:39:02
aber wie würde das denn funktionieren, wenn ich jetzt sage, ich glaube auch
0:39:02–0:39:04
nicht daran, dass es so weitergeht und ich glaube auch nicht daran,
0:39:04–0:39:06
dass Markt und Staat gerade fähig sind,
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uns gute Möglichkeiten zu präsentieren.
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Dann zu fragen, okay, was sind denn Schritte, die ich gehen kann,
0:39:12–0:39:14
um mich in Gemeinschaft zu organisieren?
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Wo soll ich denn rein investieren? Was sind denn die nächsten Schritte sozusagen?
0:39:20–0:39:23
Ich sehe, Rainer mag darauf antworten und ich mag noch kurz vorher einen zweiten
0:39:23–0:39:27
guten Grund, wie Sie da hinlegen, warum wir über diese Alternativen nachdenken
0:39:27–0:39:30
sollten, nämlich neben der Versorgungssicherheit, auf die Hanna ja jetzt angespielt
0:39:30–0:39:33
hat, die Frage nach Werten.
0:39:33–0:39:38
Also im Sinne von, ich kann ja jetzt in ETFs investieren oder wie auch immer.
0:39:38–0:39:42
Und letztlich, was ich damit tue, ist ja mitspielen in einem Spiel von Ausbeutung und Extraktion.
0:39:43–0:39:46
Also wo kommen die Profite im Finanzmarkt her? Daher, dass an anderen Stellen
0:39:46–0:39:48
Menschen und Natur ausgebeutet wird.
0:39:49–0:39:52
Und ich spiele dann mit in dem Spiel von so einer Art Ellbogengesellschaft.
0:39:52–0:39:56
Die Frage nach, wer kann sich am ehesten noch retten?
0:39:57–0:40:01
Oder ich habe oft auch so ein Bild von vielen Booten auf steigendem Wasser und
0:40:01–0:40:03
die kleinen Boote gehen immer mehr und mehr unter und die Frage ist,
0:40:03–0:40:06
kann ich noch in ein großes Boot steigen? Kann ich mein Boot ausbauen?
0:40:06–0:40:10
Also ich bin in so einem ganz individuellen Absichern und nehme damit total
0:40:10–0:40:13
in Kauf, dass rundherum, aber alle möglichen Leute absaufen.
0:40:14–0:40:18
Also ich spiele mit und reproduziere auch so eine Ellbogengesellschaft.
0:40:19–0:40:21
Und das ist für mich auch noch ein super wichtiger zweiter Punkt.
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Nicht nur die Frage nach persönlicher Versorgungssicherheit,
0:40:23–0:40:25
sondern auch, in was von der Welt wollen wir denn leben?
0:40:26–0:40:31
Wollen wir wirklich Burgen bauen und die bewaffnet verteidigen? Genau.
0:40:32–0:40:35
Und jetzt als Schleife zurück wieder zu der Frage von Hannah,
0:40:35–0:40:40
die Rainer vielleicht jetzt beantwortet, auch nach Alternativlösungen und Vorschlägen.
0:40:42–0:40:46
Also um das nochmal klarzumachen, was Anka auch angesprochen hat eben.
0:40:46–0:40:54
Also nur mal so ein ganz kurzer Blick noch auf zwei Zahlen, damit man sehen
0:40:54–0:40:56
kann, was hier gerade passiert.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Einkommen aus Kapital 0,9 Prozent und 99,1 Prozent aus Arbeit.
0:41:08–0:41:15
Jetzt haben wir ein Verhältnis von, und ich bin beileibe, ich bin leidenschaftlicher
0:41:15–0:41:18
Unternehmer, also mich bitte nicht falsch verstehen.
0:41:18–0:41:22
Also ich habe mit kommunistischen Systemen oder sozialistischen nichts zu tun,
0:41:23–0:41:27
sondern mich fasziniert es, wenn die Menschen ihre Dinge selber in die Hand nehmen.
0:41:29–0:41:35
Jetzt haben wir ein Kapitaleinkommen von um die 40 Prozent und das steigt exponentiell.
0:41:36–0:41:41
Das heißt, der Anteil der Arbeit an der Wirtschaft nimmt ständig ab und der
0:41:41–0:41:45
Anteil des Anspruchs des Kapitals auf Verzinsung nimmt ständig zu.
0:41:46–0:41:51
Und dieses System ist eben so gebaut, dass es automatisch so geht durch den Zinseszins.
0:41:51–0:41:56
Da gibt es also überhaupt keinen Vertun. Dieses System geht mit Notwendigkeit auf diesen Punkt zu.
0:41:57–0:42:02
Und diejenigen, die dieses System erfunden haben oder das steuern, die wissen das.
0:42:03–0:42:08
Also das kann man, wenn man mag, kann man das an entsprechenden Stellen nachlesen.
0:42:08–0:42:11
Wollen wir jetzt hier nicht tiefer eingehen. Wir wollen ja Lösungen präsentieren.
0:42:12–0:42:17
Und meine Mentoren, die ich das Glück gehabt habe, muss ich sagen,
0:42:17–0:42:22
zu haben, das waren Menschen, das war ein Anwalt, ein Steuerberater und ein
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Finanzierungsberater.
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Und die haben, soweit mir bekannt, das erste gemeinschaftliche Mehrgenerationenwohnprojekt
0:42:32–0:42:36
gemacht in Deutschland, was so diese Überschrift hatte und das als bewussten
0:42:36–0:42:37
Gestaltungsprozess gemacht hat.
0:42:38–0:42:41
Und das ist in Bielefeld entstanden und später hat sich herausgestellt,
0:42:42–0:42:45
dass eben die Menschen, die sowieso schon um mich herum waren,
0:42:45–0:42:49
also mein Steuerberater, der Anwalt, mit dem ich zusammengearbeitet habe,
0:42:49–0:42:52
sowas braucht man eben, wenn man so größere Projekte macht.
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Und das waren schon die, ich wusste nur nicht, dass sie dieses Projekt gemacht
0:42:57–0:43:03
haben, weil ich lebe ja in Karlsruhe und nicht in Bielefeld und so fügte sich das alles zusammen.
0:43:04–0:43:10
Und dieser Finanzierungsberater, der kam auf dem Umfeld um den Ernst-Wilhelm
0:43:10–0:43:14
Barkhoff, der Barkhoff ist der eigentliche Gründer der GLS-Bank.
0:43:15–0:43:20
Und die GLS-Bank hieß ja ursprünglich Gemeinschaft für Laien und Schenken und nicht Bank.
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Das ist eine Erfindung der nachfolgenden Generation. Ich würde vielleicht sagen,
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es ist vielleicht sogar der Verrat an der eigentlich ursprünglichen Idee.
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Weil was hat der Ernst Wilhelm Barkow als Credo gehabt sozusagen?
0:43:34–0:43:39
Der hat gesagt, Banken braucht man nur, weil ihr euch nicht vertraut untereinander.
0:43:39–0:43:44
Wenn ihr euch vertraut und deswegen Gemeinschaft für Laien und Schenken.
0:43:45–0:43:48
Und er hat auch entsprechende Finanzierungsinstrumente damals erfunden.
0:43:48–0:43:54
Und so sind dieses ganze, ich möchte sagen, wirtschaftliche Ökosystem,
0:43:54–0:43:57
was in der anthroposophischen Szene mal aufgebaut worden ist,
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diese hunderte von Schulen,
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die Altersheime, die eine unglaubliche Qualität haben, mit nichts zu vergleichen,
0:44:04–0:44:07
was man sonst so in der Altenpflege kennt.
0:44:07–0:44:12
Also geht mal wirklich in so ein Heim, das sind Kulturhochburgen und wie da
0:44:12–0:44:14
gepflegt wird und so weiter.
0:44:15–0:44:19
Und diese Gemeinschaft für Leihen und Schenken und diese Finanzierungsinstrumente,
0:44:19–0:44:22
die haben erlaubt, diese Infrastruktur aufzubauen.
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So, und jetzt ist das natürlich so nicht mehr richtig präsent.
0:44:26–0:44:27
Es gibt noch so Reste davon.
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Also müsste man jetzt fragen, wie kann man das machen?
0:44:32–0:44:37
Und der große Leitsatz vom Ernst-Wilhelm Barkow, wenn man mich mit mir zusammen
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zu einem Vortrag bestellt, dann kommt er immer so an erster Stelle mit.
0:44:41–0:44:48
Und wenn du Vorsorge betreiben willst, dann baue soziale Strukturen auf.
0:44:48–0:44:52
Also investiere dein Geld in den Aufbau sozialer Strukturen.
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Und wenn ich euch jetzt eben diese Zahl genannt habe, dass unser ganzes System
0:44:57–0:45:01
nicht in der Lage ist, die Pflege abzudecken, dass wir mit diesen Milliardenbeträgen
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nur 20 Prozent abgedeckt kriegen, und das ja auch mehr schlecht und recht, wie wir alle wissen,
0:45:06–0:45:08
aus den Zeitungsberichten.
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Und 80 Prozent werden in sozialen Strukturen erbracht, dann wissen wir um die
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Leistungsfähigkeit der sozialen Strukturen.
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Und wenn jetzt eben diese alten Großfamilienstrukturen, die das bisher getragen
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haben oder auch Kleinfamilienstrukturen, eben so immer weiter zerfallen, wir kennen das alle,
0:45:27–0:45:31
wir wissen, dass es immer weniger Familien gibt, es wird immer weniger geheiratet,
0:45:31–0:45:32
es gibt immer weniger Kinder,
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also diese Strukturen gibt es eben nicht mehr, dann ist ja die einzige Möglichkeit,
0:45:38–0:45:45
das was früher so aus natürlichen Prozessen heraus sozusagen soziale Strukturen
0:45:45–0:45:47
gebaut hat, Familienstrukturen, Dorfstrukturen,
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Clanstrukturen und so weiter, das waren die sozialen Systeme,
0:45:52–0:45:56
dann müssen wir das jetzt als bewusst gestalteten Prozess machen.
0:45:57–0:46:00
Und genau das ist das, was wir hier tun und was wir euch anbieten.
0:46:01–0:46:07
Baut soziale Strukturen. Und wie man das machen kann, das ist genau das,
0:46:07–0:46:10
was wir auf dieser Reise mit euch, diesen Weg einmal aufzuzeigen.
0:46:10–0:46:15
Was sind einzelne Komponenten davon und wie kann man diesen Weg gehen?
0:46:16–0:46:23
Ich möchte nochmal auf dieses Thema bau soziale Strukturen als deine Absicherung
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eingehen. Ich bin seit 20 Jahren Artabaner-Mitglied.
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Das ist eine Gesundheits-Solidar-Gemeinschaft. Menschen kommen in kleinen Gemeinschaften
0:46:32–0:46:37
zusammen, wäre übrigens auch ein Modell dann für solche Wohngemeinschaften und
0:46:37–0:46:40
versprechen sich gegenseitige Solidarität.
0:46:40–0:46:45
Sie sind beim Arzt mit dem, was Sie einzahlen, sind Sie Selbstzahler,
0:46:45–0:46:48
das heißt, Sie können zum Heilpraktiker, zum Arzt gehen und handeln mit dem
0:46:48–0:46:51
Arzt aus, was eine faire Bezahlung wäre.
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Nicht an Leistungskataloge gebunden,
0:46:54–0:46:58
nicht an irgendwelche Gängelungen von irgendwelchen Kassensystemen.
0:47:00–0:47:07
Ich schätze meinen eigenen Bedarf ein und bin natürlich eigenverantwortlich, den zu decken.
0:47:07–0:47:10
Aber ich bin in einem sozialen Kontext.
0:47:10–0:47:15
Ich habe eine Gemeinschaft, die mich unterstützt, wenn ich ein größeres Problem habe.
0:47:16–0:47:19
Ich habe eine Region, die mich unterstützt. Und so sind eben,
0:47:19–0:47:26
das zeigt Antabana, sind eben auch sehr, sehr große Fälle lösbar.
0:47:26–0:47:33
Also wir existieren seit Ende der 90er Jahre, haben da jetzt viel Erfahrung,
0:47:33–0:47:35
sind knapp 3000 Menschen.
0:47:35–0:47:41
Außer uns gibt es noch zwei weitere berufsunabhängige Solidargemeinschaften,
0:47:41–0:47:44
Solidago und die Samariter, die ähnlich funktionieren.
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Und wir zeigen, dass wir einfach auch mit sehr, sehr großen Fällen gut umgehen
0:47:49–0:47:55
können und eben zum Teil Menschen besser begleiten können, Weil es eben nicht nur die Finanzen sind,
0:47:55–0:48:00
sondern eben auch die tägliche Unterstützung in den Gemeinschaften.
0:48:00–0:48:04
Und als es für mich so um die Frage geht, verlasse ich die Krankenkasse,
0:48:05–0:48:13
da war eine ganz klare innere Antwort, deine Sicherheit ist die Gemeinschaft, in die du investierst.
0:48:13–0:48:21
Mit dem, was ich tue, mit meiner ehrenamtlichen Arbeit dort und mit diesem Bezug in der Gemeinschaft.
0:48:21–0:48:25
Das wollte ich nochmal zu diesem Investieren in Gemeinschaft dazu ergänzen.
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Für mich ist die Hauptüberschrift, dass man vielleicht auch sich mal klar macht,
0:48:31–0:48:34
warum funktionieren denn diese anderen Strukturen so gut.
0:48:37–0:48:41
Also in jedem Gemeinderat, wo ich sitze, da wird immer, du wirst das kennen,
0:48:41–0:48:44
Hanna, Investoren, wo sind die Investoren?
0:48:45–0:48:48
Und ich denke immer, oh Gott, wo bin ich hier gelandet?
0:48:49–0:48:53
Die können ja auch brüllen, oh, versklavt mich bitte, wo sind sie denn, die das tun wollen?
0:48:54–0:49:01
Ja, also warum denn? Weil der Investor bezahlt gar nichts, weil bezahlen müssen wir das alles.
0:49:02–0:49:04
Der kann ja nicht davon leben, dass er nachher Verlust macht,
0:49:05–0:49:06
sondern der lebt von uns.
0:49:06–0:49:10
Wir bezahlen ihn. Jeden Euro, den wir ausgeben, ich habe das eben gesagt,
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40 Prozent, das ist natürlich nur der Durchschnitt.
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Das ist dann eben unterschiedlich gewichtet natürlich.
0:49:16–0:49:20
Aber wenn wir einen Euro ausgeben, dann zahlen wir 40 Prozent an Menschen,
0:49:20–0:49:23
die keine Leistung dafür erbringen für uns. Null.
0:49:23–0:49:29
Doch, Sie haben doch Geld, Rainer. Sie haben doch einfach viel Geld. Das ist doch auch was.
0:49:29–0:49:33
Wir haben doch, wir zahlen alles. Also wenn ich eine Miete zahle,
0:49:33–0:49:39
dann zahle ich, wenn ich in einem älteren Haus wohne und wohne zur Miete,
0:49:39–0:49:43
dann zahle ich 90 Prozent meines Geldes gehen ans Kapital.
0:49:44–0:49:45
Das Haus ist ja schon bezahlt.
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90 Prozent. Und jetzt stellt euch vor, diese 90 Prozent eurer jetzigen Miete
0:49:51–0:49:53
würdet ihr in euer eigenes Projekt investieren.
0:49:55–0:49:59
Deswegen, wenn ich mit den Gruppen zusammenkomme, das ist natürlich am Anfang
0:49:59–0:50:03
immer diese ganzen Ängste und ja und mit dem Geld und klappt das überhaupt?
0:50:03–0:50:04
Wie kriegt man eine Finanzierung hin?
0:50:05–0:50:08
Da sage ich, die Finanzierung, die sitzt da schon. Ihr seid das.
0:50:10–0:50:15
Ihr müsst nur aussteigen aus diesem Staubsauger. Ihr müsst einfach da rausgehen.
0:50:16–0:50:21
Und da ihr das alleine natürlich nicht könnt, alleine ist man ja da ohnmächtig.
0:50:21–0:50:25
Ich kann halt nicht konkurrieren mit einem Unternehmen, was Milliarden im Hintergrund
0:50:25–0:50:29
hat und das schön absichern kann und schon bezahlte Grundstücke und Gebäude
0:50:29–0:50:34
hat und überall irgendwelchen anderen Investoren wieder Absicherung bieten kann.
0:50:34–0:50:37
Das kann ich alleine ja nicht. Da kann ich nicht mit konkurrieren.
0:50:37–0:50:43
Das heißt, ich bin alleine in einer gewissen Ohnmachtstellung und dann kommt der Investor,
0:50:43–0:50:46
also auch so ein Gemeinderat, der fühlt sich ja immer ohnmächtig,
0:50:46–0:50:49
weil er eben nicht mehr genug Geld hat in der Gemeindekasse,
0:50:50–0:50:51
weil man schon so verschuldet ist.
0:50:52–0:50:55
Und dann ist er ohnmächtig und dann ruft er eben nach den Investoren.
0:50:55–0:50:59
Und da müssen wir genau an dem Punkt müssen wir aussteigen und sagen,
0:50:59–0:51:03
das Geld ist schon da. Noch ist es da, will ich sagen.
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Und wir müssen es einfach anders damit wirtschaften. Und dann sind wir bei eurem Thema.
0:51:09–0:51:13
Und deswegen arbeite ich gerne mit dem MYZELIUM zusammen. Eure Oberschrift für
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eure Überschrift ist gemeinschaftliches Wirtschaften oder gemeinschaftsgetragenes
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Wirtschaften. Und das ist genau die Formel, mit der man das macht.
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Und da müssen wir einfach anfangen. Und dann bauen wir Strukturen,
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in denen systematisch sozusagen dem Staubsauger das Geld weggenommen wird und
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es wird in eigene Strukturen gestellt.
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Und ich würde, glaube ich, gerne noch einmal wirklich betonen,
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weil du sagst, das Geld ist noch da. Weil wenn wir jetzt,
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Also sobald man sozusagen in diese Bedrängnis kommt, dass man in so einen Pflegefall
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wird und man irgendwie 4.000, 5.000 Euro im Monat dann bezahlen muss,
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dann ist das Geld schnell weg auch. Also ich glaube, alle spüren es.
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Wir sind an diesem Punkt, wo es gerade wirklich zählt, wie wir uns entscheiden,
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wie sich viele von uns entscheiden.
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Gebe ich mein Geld weiter in den Staubsauger und lasse es absaugen?
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In Private Equity Fonds, die irgendwie lieblose Pflegeheime betreiben?
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In ETFs, die irgendwie BlackRock und Co. finanzieren.
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Also da gibt es ja zig Beispiele in Deutsche Wohnen und so weiter,
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die auch einfach einsaugen und nicht mehr zurückgeben an uns, an die Realwirtschaft.
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Oder steige ich da raus und nehme das, was ich habe, das, was ich eh habe und
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jetzt gerade absaugen lasse, nehme ich es und gebe es in ein System,
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was mir Sicherheit bietet und was mir auch würde im Sinne von Werten her,
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die mir entsprechen, weil ich eben nicht andere Leute absaufen lassen möchte.
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Und ich glaube, das möchte ich nochmal betonen, damit die Leute es auch verstehen,
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es geht wirklich gerade ums Jetzt.
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Wie entscheide ich mich jetzt? Es geht nicht mehr um Übermorgen und es geht
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nicht mehr um eine enkeltaugliche Zukunft.
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Es geht um eine Gegenwart, um eine würdevolle Gegenwart.
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Und ich glaube, das sollten wir uns alle nochmal bewusst machen und da auch
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uns die Zeit nehmen, uns bewusst in diesem Moment einmal zu fragen,
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was möchte ich eigentlich fördern in der Welt?
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Ich möchte noch mal einen Aspekt reinbringen, dieses Thema, warum mache ich
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alles dreist zusammen, warum kombiniere ich das?
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Mal abgesehen von diesem Thema Gemeinschaft, also ja,
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Ich baue da ein Wohnprojekt zusammen und das, was ich gewinne,
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ist die Marge vom Bauträger und vom Investor.
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Und der schafft mir jetzt Freiheit.
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Ich kann aus dieser Freiheit gestalten. Ich kann es ökologischer machen.
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Ich könnte es auch günstiger machen.
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Ich könnte es kultureller oder wie auch immer machen.
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Also ich habe eine Gestaltungsfreiheit und ich könnte zum Beispiel auch sagen,
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ja, uns ist es wichtig, dass eine Pflegestation hier existiert, in diesem Quartier.
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Oder ich möchte, dass es hier Therapeuten gibt, die vielleicht auch gemeinschaftsbasiert
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für diese Community sorgen.
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Und jetzt schaffe ich aus diesen gemeinschaftlichen Wirtschaften heraus günstigere
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Räume für die und erlaube dadurch, dass auch die ihre Leistungen günstiger anbieten können,
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weil eben kein Kapital nach außen abfließen muss, weil alles hier bleibt.
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Ja, ich glaube, wir sind an einem
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guten Ende angekommen, auch wenn es erst irgendwie wie ein Anfang klingt.
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Und da nochmal der Verweis an alle Zuhörenden am 15.
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April 2026, falls ihr die Folge jetzt noch davor hört.
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Um 20 Uhr treffen wir uns nochmal online und dort könnt ihr Fragen stellen zum
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Podcast, könnt eure Resonanz teilen,
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könnt aber auch Fragen stellen zu einem Projekt und zur Orientierungsphase und
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zu denen, die da noch kommen, wenn ihr daran Interesse habt oder wenn ihr denkt,
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okay, jetzt ist mir bewusst geworden, ich will alles anders machen und direkt
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in so eine Orientierungsphase gehen.
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Meldet euch und kommt gerne auch zu diesem Online-Austausch-Format.
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Genau, die verschiedenen Links werden wir auch nochmal in die Shownotes packen, unter die Folge.
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Jetzt würde ich euch nochmal einladen, euch drei. Ich weiß, man könnte noch
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viel sagen und das ist alles mit allem verbunden und das ist ein ultra wichtiges Thema.
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Aber noch einmal zu überlegen, was muss zum Ende dieser Folge noch gesagt werden?
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Was wollt ihr noch loswerden und zu einer Schlussrunde einladen? Wer möchte starten?
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Ich mag nochmal da anknüpfen, was Anke gerade gesprochen hat und vielleicht
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einfach nochmal ein paar ganz konkrete Beispiele machen.
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Wir haben ja jetzt oft auch so ein bisschen auf einer gewissen Metaebene gesprochen,
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die glaube ich total viel Sinn macht, weil nur aus der Perspektive versteht
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man, warum brauchen wir eigentlich, was wir hier vorschlagen.
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Aber um es noch ein Stück konkreter zu machen, also dieser Punkt von ich kann
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dann durch die nicht abfließenden Margen,
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günstiger, sozialer, ökologischer, kultureller das Projekt gestalten.
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Wie sieht denn das dann aus?
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Frank hat ja gerade schon gesagt, zum Beispiel wird dadurch möglich,
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vor Ort dann Pflege anzusiedeln oder so.
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Wenn ich hier bei uns ins Projekt schaue, in die Fuchsmühle,
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dann ist es zum Beispiel so, dass dadurch zum Thema sozialer und inklusiver,
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dass es dadurch zum Beispiel möglich wird,
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dass wir eine Food Corp haben, bei der Menschen sich einfach Essen nehmen,
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so viel sie brauchen und wir dann im Sechs-Monats-Rhythmus schauen,
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dass wir die Kosten dafür solidarisch finanzieren.
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Also auch Menschen, die weniger Geld haben, können dann dort sich so viel Essen
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holen, wie sie brauchen.
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Wir haben zum Beispiel hier so verschiedene Umverteilungstöpfe aufgebaut,
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in die, wenn Menschen im Kontext von Fuchsmühle arbeiten und damit geldeinnehmenden
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Teil des Einkommens in diese Umverteilungstöpfe fließen lassen,
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durch das Menschen die Aufbauarbeit hier vor Ort machen können.
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Also wenn sie sagen, naja, ich würde hier gerne was aufbauen,
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kann das aber nur, wenn ich ein Stück weniger für Geld außerhalb der Fuchsmühle
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arbeiten muss, dann können sie darüber refinanziert werden.
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Genauso haben wir in unserer Beitrags- und Bieterunde, in der vieles davon auf
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einen Schlag finanziert wird,
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Umverteilungstöpfe für, den haben wir so Dekolonialitätsumverteilungstopf genannt,
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also wo Geld in den globalen Süden fließen kann und für Arbeit rund um Abbau
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von Diskriminierungsstrukturen und Machtstrukturen.
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Genau, wir bauen oder renovieren gerade die große Mühle hier und können das
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nach ökologischen Standards machen,
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einfach dadurch, dass wir verdankenswerterweise insgesamt zum Beispiel eine
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Million Euro Kapital eingesammelt haben als Genossenschaft, Genossenschaftsanteile,
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die Menschen bei uns angelegt haben, die diese Idee gut finden,
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also auch da so eine gemeinschaftsbasierte Finanzierung aufgebaut haben.
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Die eben zinsfrei ist und die uns ermöglicht, diese Projekte umzusetzen und
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das hier zum Beispiel ökologischer dann an der Stelle zu bauen.
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Genau, weil wir nicht so viel Geld für die Rückfinanzierung von Krediten dann am Ende brauchen.
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Genau, da könnte man noch viel mehr zu sagen. Wenn es euch wirklich doll interessiert,
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kommt doch in die nächste Runde, eben am 29.10. bis 1.11.
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Einmal ein kompaktes Wochenende oder aber für eine weitere 6-Monats-Reise.
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Dafür schaut auf der Webseite vom MYZELIUM die Webseite ganz konkret.
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Zu diesem Projekt stellen wir euch ja auch nochmal in die Shownotes.
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Da könnt ihr euch bereits voranmelden oder aber Interesse bekunden.
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Dann werdet ihr weiterhin informiert über die nächsten Schritte.
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Ja, und ich verabschiede mich dann jetzt für heute auch. Vielen Dank für unser
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tolles Gespräch. Ich bin natürlich jetzt noch weiter hier dabei,
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aber das sind ja meine Abschlussworte.
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Mir hat sehr viel Spaß gemacht.
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Dann mache ich mal weiter. Was mir wichtig ist, so in der Abschlussrunde, traut euch zu träumen.
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Traut euch, über eure Träume zu sprechen. Kommt zusammen und fangt an.
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Und im Dragon Dreaming gibt es so dieses Zahlenspiel.
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Es gibt tausend Visionen und Ideen in den Köpfen der Menschen.
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Nur über hundert sprechen sie.
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Zehn fließen in konkrete Projekte und drei sind erfolgreich.
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Und unser Anspruch hier in dieser Runde ist, diese Zahl 3 nach oben zu bringen.
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Lasst uns viele, viele gute, ausstrahlende Projekte anfangen.
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Lasst uns daran lernen und daran wachsen. Und damit gestalten wir die Welt.
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Du kannst gestalten. Trau dich.
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Ja, da kann ich gut anschließen. Ich habe ja ganz viele Gruppen schon begleiten
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dürfen, die eben solche Mehrgenerationen-Mohn-Projekte gemacht haben erfolgreich
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und das geschafft haben.
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Und so im Laufe dieser Arbeit ist ein Wort entstanden.
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Irgendwann war es einfach da, was es so nicht gibt im deutschen Sprachgebrauch,
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aber was vielleicht zum Ausdruck bringt, was so ein bisschen wie so ein Erfolgsrezept ist sozusagen.
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Und dieses Wort heißt Weitmut.
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Und das setze ich eben aus zwei Teilen zusammen. Und der erste Teil weit,
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das heißt, gebt den anderen Menschen und gebt euch selber einen weiten Raum.
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Also wir sind heute oft sehr eng.
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Wir haben bestimmte Vorstellungen, wir haben bestimmte Erwartungen und wenn
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die nicht erfüllt sind, genauso wie wir uns das so denken,
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dann sind wir empfindlich und dann haben wir Ärger miteinander und dann fühlen
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wir uns nicht wohl und so weiter.
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Und deswegen, das meine ich wirklich ganz ernst, gebt, lasst uns einander einen
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weiten Raum geben, damit Gemeinschaften gut gelingen können.
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Und das Zweite ist, dafür braucht es Mut.
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Ich muss mich darauf einlassen, auf einen neuen Weg. Ich muss aus meinem jetzigen
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System, aus meinem Komfortsystem,
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aus meinen Ängsten, aus meinen vielleicht auch sogar Traumata,
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aus meinen Gewohnheiten, aus meinen Traditionen, ich muss einfach einsteigen
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und muss Lust haben und Freude haben und den Mut haben, eben mit anderen Menschen
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zusammen etwas aufzubauen.
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Das ist das Fundament, auf dem so etwas entstehen kann.
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Und wir laden euch ganz herzlich ein, kommt mit uns auf diese Orientierungsreise, die wir euch anbieten.
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Das ist eine gute Gelegenheit, dass ihr das einmal sozusagen noch so in einer
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Art Vorfeld kennenlernen könnt und entscheiden könnt und herausfinden könnt.
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Das ist auch für uns was Gutes. Das wollen wir machen.
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Und am 15.04., wie Hanna schon sagte, da trefft ihr uns alle live und da könnt
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ihr uns ordentlich mit euren Fragen löchern.
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Kommt gerne vorbei und lasst uns gemeinsam in so dieses Thema einsteigen.
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Vielmehr bleibt mir nicht zu sagen. Danke fürs Zuhören. Wenn ihr unsere Arbeit
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unterstützen wollt, dann liked diesen Podcast und verteilt ihn.
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Schickt ihn an Menschen, die es interessiert.
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Und werdet Mitglied im MYZELIUM-Ökosystem-Verein und vielen Dank fürs Zuhören.
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Alles Gute euch. Tschüss.
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Du möchtest diesen Podcast und den Wandel auch finanziell unterstützen?
1:02:32–1:02:36
Dann geh doch auf MYZELIUM.com, werde mit wenigen Klicks Fördermitglied in unserem
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MYZELIUM-Ökosystem und werde Teil einer Gemeinschaft, die tiefgreifende Veränderung bewirkt.
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Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen.
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Schön, dass du heute mit dabei warst. Wenn du andere Menschen kennst,
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für die das auch hilfreich sein könnte, dann teile doch gerne diese Folge und
1:02:54–1:02:58
hilf uns, die Idee des gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens weiter zu verbreiten.