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Herzlich willkommen zur 119. Folge des MYZELIUM-Podcasts. Heute eine besondere
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Folge, weil ich habe keinen Gast.
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Ich spreche einfach nur mit mir selbst, beziehungsweise ich hole euch rein in
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einen Vortrag, den ich beim Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gehalten
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habe, in einem Projekt, was sich damit beschäftigt,
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wie Emotionen in Organisationen wirken, einfach um herauszufinden, wie sich ehrenamtliche,
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Mitarbeitende wohlfühlen, wie sie sich gut einbringen können,
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genau was ihre Emotionen sind, um sich zu motivieren, da mitzumachen.
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Da waren die Ergebnisse ganz spannend, vielleicht dazu wann anders mehr.
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Aber ich habe in diesem Rahmen einen Vortrag gehalten zum Thema wie entsteht
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Gemeinschaft und wie pflegt man sie.
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Und da, zumindest seit meiner Zeit in diesem Podcast, wir noch nicht so intensiv
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über Gemeinschaft gesprochen haben, würde ich das gerne nachholen.
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Für uns als MYZELIUM ist die Gemeinschaft eigentlich.
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Der Dreh- und Angelpunkt, das zentrale Potenzial, die zentralen Ressourcen,
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die wir heben möchten, weil wir eben,
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beobachten, dass in unserem System wie es gerade aufgebaut ist,
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wie eigentlich aktiv Gemeinschaften immer wieder zerstört wurden in der Vergangenheit.
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Also jetzt rede ich über, als die Industrialisierung eingeführt wurde und Karl
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Polanyi hat dazu ein Buch geschrieben, wie dann eigentlich aktiv Dorfgemeinschaften
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zerstört wurden, um die Leute in die Lohnabhängigkeit zu bringen.
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Heute sind fast alle in der Lohnabhängigkeit. Also wir finden es ganz normal, dass wir in Deutschland,
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Genau, in Arbeiten gehen und dafür bezahlt werden. Das war nicht immer so.
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Früher war es auch oft so, dass man einfach beigetragen hat sozusagen zu dem,
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was die Gemeinschaft brauchte.
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Und genau, heute gehen wir sozusagen von einem anderen Ausgangspunkt aus,
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von dem Ausgangspunkt, dass wir sehr,
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individualisierte, isolierte, lohnarbeitende Menschen sind, die wieder lernen
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dürfen, wie eigentlich Gemeinschaft funktioniert,
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wie man sie zum Gelingen bringt, wie Gemeinschaft überhaupt entsteht.
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Und bevor ich aber damit einsteige, vielleicht ein paar Worte zu der Frage,
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wozu eigentlich Gemeinschaft? Also warum denken wir als MYZELIUM,
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dass Gemeinschaft so zentral und wichtig ist für die Transformation.
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Die wir vor uns haben oder in der wir mittendrin stehen.
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Und einerseits ist Gemeinschaft eben ganz zentral für uns selbst,
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also für uns Menschen und für unsere Gesundheit.
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Genau, also es gibt mittlerweile viele Studien, die zeigen, dass die Qualität
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unserer Beziehungen oder ob wir Beziehungen haben und wie tief die sind,
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diese Beziehungen, dass daran maßgeblich,
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unser Glück sozusagen bemessbar ist und unsere Gesundheit.
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Also ob wir glücklich und gesund alt werden, hängt davon ab,
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ob wir belastbare, gute, gelingende Beziehungen führen.
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Dann ist Gemeinschaft auch einfach ein menschliches Grundbedürfnis,
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also sich zugehörig zu fühlen zu einer Gruppe ist fundamental wichtig und fehlt
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diese Zugehörigkeit zu einer Gruppe, dann entsteht Stress, Einsamkeit und Sinnverlust.
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Die AfD hat das ganz gut verstanden und öffnet irgendwie Gaststätten und Orte
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einfach nur für Bratwurst und Bier und zusammenkommen.
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Und ich glaube, genau, weil einfach da viele einsame Menschen auch einfach draußen
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unterwegs sind, die sich nach dieser Zugehörigkeit sehnen und deshalb auch,
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dann am Ende sich vielleicht einer Partei oder einer Gruppe zugehörig fühlen,
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einer politischen Gruppe zugehörig fühlen, die ihnen diese Gemeinschaft und Zugehörigkeit gibt.
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Erstmal unabhängig davon, ob sie eigentlich für die politischen Inhalte sind
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oder ob die sinnvoll sind für ihr Leben. Naja, ich will nicht politisch werden.
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Ihr habt es jetzt mal gehört. Gemeinschaften sind wichtig für das Gefühl der Zugehörigkeit.
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Auch zentral für diese Zeiten ist die Widerstandsfähigkeit in Krisen.
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Es ist so, dass Gemeinschaften mit dichten Netzwerken sich eben schneller von Katastrophen erholen.
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Und es ist wichtiger zum Beispiel als Geld und Infrastruktur in der Bewältigung von Krisen.
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Also wenn soziales Kapital in Gesellschaften vorhanden ist, dann erholen sich
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diese Gesellschaften sehr, sehr viel schneller.
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Genau, wenn ihr Quellen wollt, ich würde sie jetzt nicht immer nennen,
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weil das so holprig ist, aber ihr könnt mir gerne eine Mail schreiben,
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falls ihr diese haben wollt oder die Präsentation haben wollt dazu.
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Genau. Ich würde gerne auch noch eine Sache dazulegen, die ich von meiner Professorin
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gelernt habe, Silja Kaupe,
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die nochmal betont hat, dass in Zeiten, wo eben das System sich destabilisiert und,
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genau die Metastrukturen sozusagen, die gesellschaftlichen Strukturen sich destabilisieren,
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und parallel auch das Individuum sozusagen unsicher ist und nicht gefestigt ist,
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In den Seiten ist es die Meso-Ebene, also die Ebene der Gemeinschaften,
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die anfängt zu tragen und die anfängt auch Krisen zu bewältigen,
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innovativ zu sein, handlungsfähig zu sein.
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Und in diesem Sinne, glaube ich, gehen wir auch als MYZELIUM so sehr für Gemeinschaften,
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weil wir glauben, dass es jetzt gerade die Zeit der Gemeinschaften ist,
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die gestaltungsfähig sein können.
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Genau. Elena Ostrom hat Gemeinschaften auch beschrieben und hat dort auch gezeigt,
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dass Gemeinschaften oft eben effizienter sind in der Verwaltung von gemeinsamen
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Ressourcen als Markt oder Staat,
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dass die Ressourcenverwaltung in Gemeinschaften oft sehr effizient und nachhaltig ist.
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Dann ein ganz wichtiger Punkt, glaube ich, den ich vorhin schon mit der AfD
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erwähnt habe, für Demokratie und Zusammenhalt.
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Also dass wir Vereine haben, dass wir Nachbarschaftsnetzwerke haben,
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dass wir Vertrauen ineinander auch in Menschen haben, die uns vielleicht politisch
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fern sind, aber mit denen wir trotzdem in Berührung sind über diverse regionale Vereine,
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oder Gemeinschaften.
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Stärkt eben Demokratie und Zusammenhalt, weil man lernt, auszuhandeln,
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weil man lernt, Verantwortung zu übernehmen und weil man lernt,
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miteinander Kompromisse zu machen in der.
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Gemeinsamen Organisation und Verwaltung von Ressourcen. Genau,
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und am Schluss vielleicht noch ein philosophischerer Grund, nämlich für Sinn und Resonanz.
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Resonanz kennt ihr schon den Begriff von Hartmut Rosa, den erwähne ich ja sehr
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oft, weil er mir irgendwie sehr viel erklärt.
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Nämlich die lebendige Beziehung zur Welt beschreibt Resonanz.
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Also das in Verbindung stehen zur Welt, zu sich, zu anderen Menschen.
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Und.
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Eine Gemeinschaft ist eben einer der wichtigsten Resonanzräume,
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der uns prägt und in dem wir gesehen werden und in dem wir etwas bewirken können,
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weil er eben sehr nah an uns dran ist.
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Und Ulrike Herrmann hat in einem schönen Interview, was ich mal von ihr gehört
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habe, auch gesagt, naja, was ist eigentlich der Sinn des Lebens? Wonach streben wir?
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Oder was ist der Sinn? Warum sind wir da?
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Und dann hat sie gesagt, naja, objektiv gibt es keinen Sinn,
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aber wir produzieren ihn uns immer wieder selbst und zwar nur im Gegenüber sozusagen.
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Im Austausch mit anderen Menschen produzieren wir uns unseren Sinn,
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unsere Daseinsberechtigung.
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Und ich glaube, es ist ganz relevant, dass wir uns dem auch bewusst werden,
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weil es eben nicht sinnstiftend ist, zum Beispiel mit einem Bildschirm zu sein.
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Und das merkt man auf Dauer, wenn man eben alleine ist.
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Genau, das vielleicht mal zu den Gründen, warum wir uns mit Gemeinschaft beschäftigen,
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und jetzt zu der Frage, wie eigentlich Gemeinschaft entsteht,
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was braucht es da für Zutaten.
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Und ja, es gibt ein Paper von, schon aus den 80ern, von Macmillan und Javis,
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die das Gemeinschaftsgefühl beschreiben, wie entsteht Gemeinschaftsgefühl.
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Und das ist einerseits eben dieses Element der Zugehörigkeit.
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Und dazu, um Zugehörigkeit zu fühlen, braucht es eben ein spürbares Drinnen,
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und eben damit auch in irgendeiner Form eine Grenze, die zwar nicht unbedingt
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ausschließen muss, aber Halt gibt.
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Heißt zu sagen, okay, wir brauchen irgendwie einen Kreis, der uns umgibt,
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weil wir sonst keine Gemeinschaft sind.
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Und da Regeln des Beitritts und auch wieder des Austritts aus dieser Gemeinschaft
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festzulegen, ist ganz, ganz wichtig.
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Dann gibt es das Element des Einflusses, also dass man mitgestalten kann, dass man.
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Mitbestimmen kann, mitgestalten kann und eben auch die Gemeinschaft auf sich
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wirken lässt und man Lust hat auch,
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mit der zu interagieren, Also das eigene Verhalten an die Gemeinschaft anzupassen,
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aber auch das eigene in die Gemeinschaft einzubringen.
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Das dritte Element ist die Bedürfniserfüllung.
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Das ist, glaube ich, logisch irgendwie. Es soll einem Freude machen,
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sozusagen da dabei zu sein.
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Das soll irgendwie sinnstiftend sein oder auch den Alltag erleichtern.
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Das soll praktisch sein.
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Es soll Freude machen und Bedürfnisse von mir erfüllen. In was für einer Form auch immer.
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Müssten nicht materielle sein, können auch immaterielle Bedürfnisse sein. Wie gute Gefühle.
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Genau. Und das letzte Element ist die geteilte emotionale Verbundenheit.
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Und das sind die gemeinsamen Geschichten, die gemeinsamen Erlebnisse,
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die man teilt oder gemeinsam durchgestattene Krisen oder Konflikte,
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auf die man zurückblickt.
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Genau, und ich glaube, es ist ganz zentral, dass man sich diese Zeit auch nimmt
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in Gemeinschaften, auch Geschichten immer wieder zu erzählen.
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Ja, vielleicht spielt da auch, genau, vielleicht ist es auch mit Blick auf so,
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Mehrgenerationenprojekte, ist es auch einfach schön,
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da auch Raum für ältere Menschen zu geben, die in die Rolle der Geschichtenerzähler
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eher schlüpfen dann und Kultur so weitergeben.
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Genau, also vier Elemente, Zugehörigkeit, Mitgestaltung, Bedürfniserfüllung,
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und geteilte emotionale Verbundenheit über gemeinsame Erfahrungen und Geschichten.
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Dazu gehört natürlich auch zum letzten Punkt, dass man irgendwie gemeinsam Dinge tut.
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Also, dass man gemeinsam kocht, gemeinsame Feste feiert, wie auch immer. Ihr versteht das.
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Genau. Vielleicht, Elena Ostrom hat auch sozusagen untersucht,
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die ist ja eine der Vorweiterinnen der Commons-Bewegung zum Beispiel auch und
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hat sich mit Commons beschäftigt, also mit Gütern, die keinem gehören,
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sondern die gemeinsam verwaltet,
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gemeinsam gestaltet, gemeinsam organisiert, verwaltet werden.
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Und sie hat sich da angeschaut, was braucht es eigentlich für eine gemeinsame
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Praxis, um da eine verantwortungsvolle Gemeinschaft zu bauen,
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die auch verantwortungsvoll mit diesen Ressourcen umgeht.
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Und das sind eben vier Elemente. Einerseits Rituale und Rhythmus,
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also regelmäßige Treffen, wiederkehrende Formate, damit eine Verlässlichkeit entsteht.
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Man weiß, woran man ist. Rituale geben einem Sicherheit, wiederkehrende Formate
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geben einem Sicherheit und genau, diese Verlässlichkeit entsteht aus den Wiederholungen.
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Dann aber auch der Umgang mit Konflikten, dass man eben umgeht mit Konflikten
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und sie nicht totschweigt und an den Teppich kehrt.
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Leute vielleicht einfach gehen, ohne den Konflikt zu klären,
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sondern es ist wirklich zentral, dass Konflikte,
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bewusst durchlebt werden gemeinsam und man auch Lust hat.
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Dass da die Bereitschaft ist, den Konflikt auch auszuhalten.
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Dann eben die Praxis des Beitragens, also wie werden Entscheidungen getroffen,
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wie werden Menschen mit eingebunden, wie können sie teilgeben,
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also wie können sie beitragen,
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weil ganz wichtig ist eben, dass sich auch die Gemeinschaftsmitglieder gebraucht
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fühlen und sich nützlich einbringen können in die Gemeinschaft.
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Und dann auch hier nochmal der letzte Punkt, ähnlich wie davor,
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dieses Teilen von Geschichten, was irgendwie sehr zentral ist für Gemeinschaften.
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Was wir, glaube ich, hier im Podcast auch ein bisschen zu wenig tun.
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Also naja, eigentlich erzählen wir immer nur Geschichten, aber vielleicht dürfen
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wir mehr in die Rolle des Geschichtenerzählers oder der Geschichtenerzählerin
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eintauchen auch und da auch ganz.
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Ja, uns bewusst die Zeit nehmen für mehr Geschichten aus unserem Ökosystem.
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Wenn ihr also eine Geschichte zu erzählen habt, Ihr habt hier mal die Einladung,
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gerne mich zu kontaktieren auch per Mail, die findet ihr im Internet und mir
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eure Geschichte in Kurz zu erzählen und dann könnt ihr vielleicht auch mal hier vorbeikommen.
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Genau, was ich dachte, was zentral ist auch für Gemeinschaften ist,
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dass man sich gegenseitig vertraut und ich habe mich gefragt,
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wie entsteht eigentlich Vertrauen?
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Und es ist ja gerade so eine Zeit, wo man das Gefühl hat, dass Vertrauen kaputt
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geht. Vertrauen in Institutionen, Vertrauen in PolitikerInnen, Vertrauen ineinander.
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Und ich habe mich gefragt, was braucht es eigentlich für Vertrauen,
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damit Vertrauen entsteht.
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Und habe da auch ein Paper aus den 90ern gefunden. Und es sind wohl drei Elemente,
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die da vorgeschlagen werden.
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Also einerseits entsteht Vertrauen.
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Wenn man dem Menschen Kompetenz zuschreibt oder der Institution Kompetenz zuschreibt,
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also kann die Person oder kann die Organisation, was sie zusagt.
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Die Frage des Wohlwollens. Meint der Mensch, meint die Organisation es gut mit mir?
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Also fühle ich mich sicher? Glaube ich, dass sie mir.
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Wohlwollend zugewandt ist? Oder eben nicht?
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Habe ich vielleicht schon mal schlechte Erfahrungen gemacht und glaube deshalb
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nicht mehr an die wohlwollende Einstellung?
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Ja, und dann das dritte Element der Integrität. Also handelt die Person oder
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die Organisation nach Prinzipien, die ich nachvollziehen kann?
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Also ist sie konsistent?
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Tut sie das, was sie sagt?
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Ja, stellt sie moralische Prinzipien auf und hält sich auch selber da dran oder eben nicht?
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Genau, wenn diese drei Elemente erfüllt sind, Kompetenz, Wohlwollen und Integrität,
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dann entsteht Vertrauen.
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Wir haben ja in unserer Begleitung oft sehr den Fokus gehabt darauf,
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auf irgendwie eine wirtschaftliche Stabilisierung hinzubekommen mit den Unternehmen
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und vor allem UnternehmerInnen bis zur Beitragsrunde zu begleiten, bis zur ersten.
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Und hatten danach immer die Vorstellung, dass es dann eigentlich erst richtig
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losgeht und wir mit den Gemeinschaften dann erst arbeiten wollen,
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kam aber nie so richtig dazu, das auch hinzubekommen.
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Und ich glaube, das wird sich jetzt langsam verändern. Wir bauen gerade das
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Ökosystem neu auf, stabilisieren das, wollen es besser mit Ressourcen ausstatten,
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damit in diesem MYZELIUM-Ökosystem, in dem ihr übrigens Fördermitglied werden,
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dürft, also dieser Podcast wird auch ausgegeben von diesem gemeinnützigen Verein.
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Wo wir dann mehr und mehr mit den Gemeinschaften arbeiten wollen.
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Der gemeinschaftsbasierten Unternehmen, die wir begleitet haben.
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Wenn ihr also in so einer Gemeinschaft seid.
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Meldet euch gerne, werdet Mitglied im Verein, auch als Organisation,
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einfach als solidarische Unterstützung und fragt uns gerne an,
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ob wir da zum Beispiel einen Community Weaving Workshop mit euch machen.
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Community Weaving ist eine Methode, die haben eine tolle Seite,
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community-weaving.org.
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Also das Verweben von Gemeinschaften, als wäre sie für uns gemacht,
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diese Seite für unsere Arbeit.
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Und die schlagen fünf Elemente für eine gesunde Gemeinschaft vor,
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wie gesunde Gemeinschaften gewebt werden.
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Und das ist einerseits sich anzuschauen, was bringt uns eigentlich zusammen.
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Das Feuer sich anzuschauen und zu gucken, okay, was sind eigentlich,
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wofür brennen wir eigentlich, was macht uns Freude, was zieht uns an, was ist unser Sinn.
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Das zweite Element ist das Netz.
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Und das Netz ist, ja, so wie Netze eben sind, vielfach verzweigt und irgendwie
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als einzelner Strang instabil, erst in sozusagen, erst in der Gemengenlage stabilisierend.
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Und das Netz beschreibt eigentlich die vielen Beziehungspunkte,
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die vielen Verbindungspunkte in so einer Gemeinschaft. Und da kommt es auf die
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kleinen Elemente an, also auf
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die Beziehungen, die zwischen den Menschen entstehen in der Gemeinschaft.
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Genau, wo Vertrauen aufgebaut wird, wo man anfängt, sich gegenseitig zu unterstützen,
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wo man gemeinsam schöne Erfahrungen macht.
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Dann gibt es das Element des Rhythmus.
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Das ist so ein bisschen der Punkt der Rituale, auch wie treffen wir uns regelmäßig,
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wie arbeiten wir zusammen, genau, was für Formate gibt es, einfach dieses sicherheitsstiftende,
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wiederkehrende Element,
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wie man sich gemeinsam organisiert, begegnet.
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Genau. Dann gibt es die Kreise.
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Das Element der Kreise beschreibt eigentlich die Frage der, also ich würde jetzt
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mal plump aus meiner Welt kommen, sagen der Governance. Also wie treffen wir Entscheidungen?
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Wer übernimmt welche Verantwortung? Wie verteilen wir Aufgaben und Rollen?
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Ja, genau. Wer übernimmt welche Verantwortung?
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Und hat auch welche Freiheit darin?
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Das letzte Element ist auch spannend, weil mir das gar nicht so bewusst war,
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bevor ich mich damit befasst hatte, die Spirale, das Element der Spirale.
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Da ist die Unterfrage, wie wir durch Gemeinschaft reisen.
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Da ist so ein bisschen die Idee, dass das Element der Zeitlichkeit da mit drin
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ist, dass es in Ordnung ist, oder dass es einfach so ist, dass Gemeinschaften
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sich entwickeln, dass Leute dazu stoßen, dass Leute auch wieder gehen.
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Und die Frage ist, wie man damit umgeht, also wie man diese Übergänge,
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die immer, immer wieder vor sich gehen, die ständige Veränderung,
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die einfach zu dem Leben dazugehört, wie wir damit umgehen und was es dafür
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braucht in unserer Gemeinschaft, um,
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Beitritte zu organisieren, aber auch Abschiede zu organisieren und darin trotzdem
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als Gemeinschaft stabil zu bleiben.
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Genau, das war vielleicht ein kurzer und knackiger Podcast zum Thema Wirtschaft,
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wo ihr vielleicht nochmal so ein bisschen ein Gespür bekommen habt,
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was relevant sein könnte zum Thema Gemeinschaft.
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Habe ich Wirtschaft gesagt gerade, weil ich immer über Wirtschaft spreche.
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Ich glaube, es ist zentral auch für Wirtschaft, weil wenn wir gute,
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stabile Gemeinschaften hinbekommen.
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Die sich dann in den verschiedenen Bedürfnisbereichen organisieren,
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also nehmen wir mal an, wir haben die Gemeinschaft,
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um den Unverpacktladen, um den Bioladen, um den Lebensmittelladen,
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der auch vielleicht ein dritter Ort ist, wo man vielleicht Textilien reparieren kann, tauschen kann,
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wo man vielleicht ein Carsharing hat, wo man vielleicht einen Raum hat,
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um Feiern zu feiern, wo man vielleicht, keine Ahnung, einen Raum hat,
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um Sport gemeinsam zu machen.
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Dann entsteht eine Gemeinschaft, die vielfältige Erlebnisse miteinander teilt,
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und sich auch durch Krisen tragen kann.
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Und diese Gemeinschaften wollen wir mit euch gemeinsam aufbauen.
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Heißt, meldet euch, wenn ihr da Unterstützung braucht. Wir kommen gerne mal
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vorbei für einen Workshop und ja.
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Gehen für eine Welt des gemeinschaftsgetragenen, gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens.
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Ich freue mich von euch zu hören und wünsche euch noch eine gute Woche.
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Bis bald. Tschüss.