Wirtschaft ist keine Naturgewalt. Sie ist ein Denkrahmen – und wer diesen Rahmen bestimmt, bestimmt auch, was als möglich gilt und was nicht. Aber was passiert, wenn dieser Rahmen brüchig wird? Wenn vermeintliche Gewissheiten erodieren und neue Akteure beginnen, wirtschaftspolitisches Denken aktiv mitzugestalten?
Hannah Heller spricht mit Dr. Lukas Bäuerle – Sozioökonom und Forscher für Wirtschaft im Wandel – über den New Economy Space: eine wachsende Bewegung von Think Tanks, Instituten und Initiativen in Deutschland, die das ökonomische Wissen der Politik pluralisieren und das Denken über Wirtschaft neu ausrichten wollen. Wer sind diese Akteure? Wie wirken sie? Und wie hängt das mit dem zusammen, was MYZELIUM im Kleinen täglich tut?
Zum Weiterlesen:
Transforming Economics from the Side Lane – Wie der New Economy Space als Herausforderer etablierter wirtschaftspolitischer Beratung wirkt und welche Think Tanks dabei eine Rolle spielen.
Pluralising the Economic Knowledge of Politics – Eine deutsche Fallstudie darüber, wie wirtschaftliches Wissen in die Politik gelangt – und wie das breiter und vielfältiger werden kann.
Grundfragen der Ökonomie – Das neue Einführungslehrbuch von Lukas Bäuerle und Kolleg:innen: plural, reflexiv, lebensnah – ein anderer Einstieg ins wirtschaftliche Denken.
Hier die passenden Links zu den Quellen: https://www.researchgate.net/publication/396449367_Transforming_Economics_from_the_Side_Lane_The_New_Economy_Space_and_its_Think_Tanks
Paper 2: https://www.researchgate.net/publication/403770893_Pluralising_the_economic_knowledge_of_politics_Evidence_from_a_German_case_study
sowie das Buch Grundfragen der Ökonomie
https://shop.haufe.de/prod/grundfragen-der-oekonomie
und die Seite von Lukas Bäuerle:
lukasbaeuerle.de
Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort.
Transkription
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Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue
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Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften.
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Und dieser Podcast unterstützt dich
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dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Herzlich willkommen zu unserer 117. Folge des MYZELIUM-Podcasts.
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Heute geht es ein bisschen an die Grundlagen unserer Arbeit,
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nämlich die Frage danach, was ist eigentlich Wirtschaft? Wie denken wir überhaupt
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über Wirtschaft nach? Und wer bestimmt darüber, was Wirtschaft eigentlich ist?
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Ihr wisst ja schon, dass wir gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften,
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dass wir darin eh sozusagen die Regeln verändern, wie wir Wirtschaft wollen miteinander.
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Und das finden die Leute erstmal ganz, ganz komisch und sagen,
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naja, ihr versteht ja gar nichts von Wirtschaft. Und wir sagen,
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doch, wir verstehen schon was von Wirtschaft, aber wir verstehen halt Wirtschaft anders.
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Und um da mal in die Tiefe einzusteigen, wie wir über Wirtschaft nachdenken
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und wie man auch Wirtschaft versteht und wie man Wirtschaft auch anders gestalten
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könnte, auch politisch anders gestalten könnte, Dafür habe ich mir einen perfekten Gast eingeladen, Dr.
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Lukas Beuerle. Ich freue mich sehr, dass du heute da bist mit mir.
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Ich freue mich auch. Vielen Dank für die Einladung.
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Lukas und ich haben damals nämlich schon in Bayreuth zusammen studiert,
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internationale Wirtschaft und Entwicklung.
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Und damals schon festgestellt, dass wir im Studium eigentlich die wichtigen
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Fragen, die uns interessiert haben, nämlich warum gab es diese Finanzkrise,
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warum ist die Welt so ungerecht organisiert, warum sind manche ganz reich.
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Und so weiter, dass diese Fragen, manche auch ganz arm, warum werden diese Fragen,
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also warum zerstören wir unsere ökologischen Grundlagen zum Beispiel auch,
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dass diese Fragen eben nicht bearbeitet werden im Studium,
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und die eben aus diesem Denken über Wirtschaft ausgeschlossen werden.
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Und da hast du zusammen mit anderen, ich habe auch ein bisschen mitgemacht,
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das Netzwerk Plurale Ökonomik gegründet, was es auch immer noch gibt.
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Studierendenbewegung, die
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sich eigentlich dafür einsetzt, dass Wirtschaft breiter betrachtet wird.
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Und danach, weil es dir immer ein bisschen langweilig war im Leben,
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hast du auch noch die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung mitgegründet.
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Damals noch Cusanus-Hochschule, wo ich dann auch meinen Master studiert habe.
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Die habe ich hier auch schon ein paar Mal erwähnt.
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Und vielleicht kannst du jetzt aber mal selber erzählen, was du da noch so gemacht hast.
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Danke, ja. Also das ist ja schon, keine Ahnung, relativ viel von dem,
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was ich jetzt sozusagen bis zum Ende Master dann irgendwie gemacht habe.
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Also ja, wie du schon sagtest, ich bin selber mit Fragen aus konkreten Erfahrungen
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einfach im globalen Süden ins Studium gekommen, der Volkswirtschaftslehre,
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und habe dann aber relativ fix gemerkt, dass das Studium halt eher Teil des
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Problems denn der Lösung ist, dieser Probleme.
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Und ja, habe mich dann eben mit anderen dran gemacht, das Problem ein bisschen
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zu verändern, beziehungsweise auch erstmal ein bisschen besser zu verstehen.
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Und ja, ich würde sagen, dass ich
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daraus mittlerweile auch einen Forschungsschwerpunkt von mir gemacht habe.
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Also nach dem Master und dem Aufbau dieser Hochschule war für mich klar,
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dass mein Weg in der Wissenschaft nicht zu Ende ist, sondern dass das ja eigentlich erst ein Anfang ist.
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Und das Feld ökonomischen Wissens und auch der ökonomischen Wissenschaft ein
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so interessantes ist, dass ich mich gerne weiterhin damit beschäftigen würde.
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Ich habe mich viel mit ökonomischer Bildung dann beschäftigt,
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also zum Beispiel irgendwie,
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die Lehrbücher angeschaut, was die so über Wirtschaft erzählen,
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habe auch mit Studierenden gesprochen, was das so mit denen macht,
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und bin mittlerweile sozusagen nicht nur in der Bildung unterwegs,
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sondern schaue mir insgesamt an,
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wie Ökonomie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Prozessen und Arenen,
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verhandelt wird, vielleicht auch verändert wird, auf jeden Fall herausgefordert wird,
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und das ist sozusagen jetzt Teil meines oder Kern eigentlich meines Daseins als Forschender.
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Also ich bin immer noch an der Uni, um das vielleicht noch hinzuzufügen.
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Nach der Promotion an der Uni Flensburg war ich für zwei Jahre an der Uni Hamburg im Bereich der,
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Wissenschafts- und Innovationsforschung und jetzt bin ich seit zwei Jahren an
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der JKU Linz in einer kleinen, aber sehr feinen Forschungsgruppe von circa 15 Personen, wo wir,
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aus sehr unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln uns,
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unterschiedliche Arenen anschauen, in denen Ökonomie heute verhandelt ist.
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Und darauf soziologische, aber eben auch plurale ökonomische Blickwinkel sozusagen richten.
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Was heißt denn, da wird wirtschaftend verhandelt? Also ja, Wirtschaft wird ja
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in einer bestimmten Art, also die meisten verstehen wahrscheinlich unter Wirtschaft,
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okay, es gibt da den Markt und es gibt Angebot und Nachfrage und es gibt die
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Produzenten und die Konsumenten.
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Und da geht es ja schon los, dass dann ein bestimmtes Bild von Wirtschaft einfach
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vorgegeben ist, in der Art und Weise, wie wir es in der Schule lernen,
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wie wir es im Studium dann lernen, so wie wir im Alltag damit umgehen.
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Genau, was würdest du denn sagen, ist daran verkehrt oder wie können wir vielleicht
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auch anders über Wirtschaft nachdenken?
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Also ich glaube,
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Das, was meine Perspektive auf diese Frage sehr stark leitet,
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ist erstmal, dass es keine Substanz des Wirtschaftens gibt oder keine festgelegte
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Bedeutung des Wirtschaftens als solche sozusagen,
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sondern Wirtschaften ist wie jede andere gesellschaftliche Praxis etwas,
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was durch Menschen routinisierte Handlungsabläufe und Bedeutungszuschreibungen,
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eben mit Sinn und Bedeutung gefüllt wird.
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Das kann man zum Beispiel sehr leicht daran sehen, dass zu unterschiedlichen
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Stadien alleine zum Beispiel von westlichen Gesellschaften dieses Wort Wirtschaft
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oder Ökonomie, das ist die griechische Wurzel, ganz unterschiedlich ausgelegt und gedeutet wurde.
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Wir haben das neulich in einem Lehrbuch, was wir
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sozusagen neu rausgebracht haben, haben wir uns nämlich genau diese Frage vorgenommen,
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was ist überhaupt Ökonomie als sozusagen erstes Kapitel, mit dem dann Studierende
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ihr Wirtschaftsstudium erstmal beginnen sollen oder können dürfen.
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Und sind da sozusagen mit einem kleinen, wirklich ganz kleinen,
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aber immerhin historischen Abriss eingestiegen, haben uns angeschaut, was,
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verstanden eigentlich die Griechen unter dem Wort, Was verstanden dann die ersten
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politischen Ökonomen unter dem Wort im ausgehenden 18. Jahrhundert?
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Und ja, wie wurde dann nochmal das Wort Ökonomie umgedeutet in der Geburtsstunde
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dessen, was wir heute eigentlich als neoklassische Ökonomik bezeichnen,
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also so im ausgehenden 19. Jahrhundert?
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Und was wir dort sozusagen im Kapitel rekonstruieren,
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ist, dass es total unterschiedliche Verständnisse von Wirtschaft gab,
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und dass es immer sehr stark eben auch davon abhängt, wer gerade sozusagen hier
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im Driver's Seat sitzt, mit auch gesellschaftlichen Machtpositionen ausgestattet
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ist, um schlicht und ergreifend.
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Seine Wahrnehmung beziehungsweise seine Bedeutung von Ökonomie dann eben auch
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im Zweifel sozial, politisch und eben auch ökonomisch durchsetzen zu können.
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Und da würde ich dir recht geben, da haben wir jetzt die letzten 40,
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50 Jahre in einem ziemlich stabilen Bild dessen gelebt, was Wirtschaft überhaupt
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ist. Also du hast so ein paar wichtige Schlagworte genannt.
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Der Markt zum Beispiel, dass der Markt alles regelt, also die Vorstellung von
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so einem selbststabilisierenden, gleichgewichtstendenziösen Marktgeschehen,
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der auch gar nicht so viel mit konkreten Menschen und sozialen Praktiken zu tun hat.
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Und diese vermeintliche Klarheit bzw.
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Eindeutigkeit ist aber gerade in einer atemberaubenden Auflösung begriffen,
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was auch für viele andere wichtige gesellschaftliche Begriffe gilt,
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aber eben auch für den Begriff der Ökonomie.
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Und deswegen finde ich es eine total spannende Zeit, sich damit auseinanderzusetzen,
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wie heute von unterschiedlichen Seiten her dieser Begriff neu gedeutet wird
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und eben auch mit konkretem Leben, mit konkreten Praktiken gefüllt wird.
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Und das heißt nicht nur notwendigerweise eben gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften
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oder gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften, sondern wir sehen zum Beispiel auch,
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dass aus dem Silicon Valley ganz andere Vorstellungen dessen eigentlich kommen,
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was Wirtschaft der Zukunft zum Beispiel bedeuten sollte.
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Ja, wir verstehen ja Wirtschaft einfach, würde ich sagen, als so gemeinschaftsgetragene
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Bewegung, als einfach die Befriedigung von unseren Bedürfnissen und die gemeinsame
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solidarische Ausfinanzierung von diesen Bedürfnissen, die wir gemeinsam befriedigen wollen.
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Und manche machen dann Angebote und dann werden sie gemeinsam ausfinanziert.
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Das Problem ist nur, dass es immer wieder total schwierig ist,
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die Menschen, die dabei mitmachen wollen, denen ist es eigentlich total einleuchtend.
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Weil die kommen irgendwo hin, zu einem Laden, zu einem Ort und wir sagen so,
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wir brauchen halt das, um das hier zu machen.
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Hier sind Menschen im Raum, die sind sehr reich. Hier sind Menschen im Raum,
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die sind sehr arm. Deshalb bezahlen wir nicht alle dasselbe.
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Los, wir schmeißen mal zusammen, auf wie viel kommen wir denn.
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Und genau, wenn es nicht reicht, gucken wir weiter, wie wir gemeinsam eine Lösung
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finden können, damit es trotzdem stattfinden kann. Wenn vielleicht nicht genug
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ökonomische, also finanzielle Ressourcen im Raum sind, sondern, also Geld.
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Sondern man kann ja auch sagen, okay, man umgeht das Geld und befriedigt das
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Bedürfnis direkt, ohne das Medium Geld überhaupt zu brauchen.
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Weil vielleicht hast du kein Geld, um eine Couch zu kaufen, aber vielleicht
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hat dir jemand eine Couch im Keller.
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Vielleicht um da kurz einzuhaken, deswegen glaube ich, beleuchtet ihr sozusagen
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auch eine total interessante Facette des Wirtschaftens oder eine interessante
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Alternative des Wirtschaftens, weil wir uns ja heute in einem historischen Moment eigentlich bewegen, in
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westlichen Gesellschaften mal zumindest,
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in denen halt viele dieser staatlichen Makrosysteme total unter Druck stehen.
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Also Beispiel Renten, Beispiel soziale Sicherungssysteme und so weiter und so fort.
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Und wenn man jetzt sich sozusagen 15, 20 Jahre in die Zukunft beamt,
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gar nicht so wirklich davon ausgehen kann, dass diese sozialen Sicherungssysteme,
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die uns die liberale Moderne ja beschert hat,
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dass die tatsächlich von Bestand sein werden.
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Und das bringt eben auch solche eher makroökonomischen Verständnisse von Ökonomie
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sozusagen ins Wanken, von denen eben Ökonomie oder ökonomisches Wissen,
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insbesondere auch wirtschaftswissenschaftliches Wissen, sehr stark geträgt ist.
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Und Ansätze wie eure fahren da sozusagen eine sehr viel direktere Weise von
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Ökonomie, also auf Sicht sozusagen. Man kennt seine konkreten WirtschaftspartnerInnen,
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mit denen man sozusagen interagiert.
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Man kann die Outcomes des Wirtschaftens auch mehr oder weniger mitbestimmen.
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Man kann auch konkret sehen, was durch kollektives ökonomisches Handeln jetzt
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in der Solavie beispielsweise passiert.
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Und ich denke, das ist schon eine Facette, die wir in Zukunft auch stärker sehen, werden,
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eben in Momenten, in denen Menschen nicht mehr so wirklich daran glauben,
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dass die übergeordneten Systeme sozusagen von Bestand und von Dauer und vor allem auch,
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von Sicherheit geprägt sein werden, die man schlicht und ergreifend braucht,
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um eben seine Grundbedürfnisse auch stillen zu können.
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Ja, voll. Genau, ich glaube, wir sind absolute Krisenprofiteure am Ende.
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Also ohne das groß zu feiern, weil wir alle spüren, glaube ich,
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die Unsicherheit und die Verunsicherung,
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die da auf uns zukommt und können ja auch beobachten und da leite ich jetzt
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mal so ein bisschen über dahin, wo wir,
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vielleicht hinwollen, nämlich wer bestimmt denn, was Wirtschaften ist und wer
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bestimmt auch, welche Art des Wirtschaftens wir sozusagen miteinander leben.
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Und das ist natürlich einerseits die Menschen, mit denen wir gemeinsam wirtschaften,
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also wir Menschen, die es miteinander gestalten und wenn eben mehr Menschen,
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so wie bei das MYZELIUM ist ja,
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Ganz bottom up, sage ich mal. Wir fragen einfach die Unternehmerinnen,
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hey, wie wollt ihr wirtschaften, wenn ihr anders wirtschaften wollt,
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kommt zu uns, wir bringen es euch bei und wir fragen die Verbraucherinnen, hey,
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wie wollt ihr wirtschaften, wenn ihr diesen Laden haben wollt und dieses Angebot
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haben wollt, dann lasst es uns doch so organisieren, dass es auch existieren kann.
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Weil unter den gegebenen Bedingungen Marktwirtschaft eben viele der Angebote,
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die wir eigentlich brauchen aus einer sozialen, emotionalen und auch also materielle
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Bedürfnisse, Befriedigung, es nicht mehr gibt.
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Oder die Angebote, die es gibt, eben nicht so wirtschaften, wie wir das gerne
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hätten. Nämlich Menschen ausbeuten, Boden ausbeuten, Natur ausbeuten.
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Und genau, also da passiert eine Bewegung von unten. Aber was natürlich viel
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einfacher machen würde, ist,
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wenn es auch andere Akteure, institutionelle Akteure, politische Akteure verstehen
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würden, dass man auch anders wirtschaften kann und eben Regulierungen oder Gesetze
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so schreiben würden, dass sie eben.
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Auch oder besonders gut für uns passen oder unsere Art und Weise des Wirtschaftens.
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Und da spreche ich jetzt mal für die ganze gemeinwohlorientierte Wirtschaftsbewegung,
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nicht nur für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften explizit, so gestalten,
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dass wir auch gute Rahmenbedingungen haben, um uns zu entwickeln.
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Weil aktuell ist es eben so, die Förderungen, wie sie ausgestaltet sind,
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passen überhaupt nicht zu uns.
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Also einen Förderantrag auszusteinen, dann müssen wir wieder das,
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was wir tun, übersetzen in eine alte Sprache und irgendwie versuchen,
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es so hinzudrehen, dass wir trotzdem die Freiheit haben, unsere Regeln zu leben
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und von einem Förderprogramm aber trotzdem irgendwie Geld dazu bekommen.
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Also es passt vorne und hinten nicht.
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Genau, also und dass der Staat wirtschaftspolitisch zum Beispiel auch die falschen
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Akteure immer noch subventioniert, indem er bestimmte Steuern nicht erhebt oder
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bestimmte Subventionen weiter beibehält.
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Genau, ich glaube, wir alle sehen, dass gerade die Politik auch einfach wieder
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das alte Rezept, man will mehr Wirtschaftswachstum, das rettet unseren Wohlstand.
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Und die Frage ist ja, wie kriegen wir denn erstmal ein anderes Verständnis oder
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ein offeneres Verständnis, eine pluralere Sichtweise auf Wirtschaft in die Wirtschaftspolitik.
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Und da seid ihr ja auch gerade am Dinge entwickeln. Erzähl doch mal davon ein
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bisschen. Was passiert da?
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Jo, genau. Also das, was du jetzt für euch beschrieben hast,
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ist im Grunde, wie soll ich sagen, ist,
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die tägliche Herausforderung von einem ganzen Feld von Akteuren,
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die versuchen, in so einem notorischen Zwischenraum, in dem das Alter noch nicht
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wirklich tot ist und das Neue noch nicht wirklich geboren ist,
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mit Gramsci gesprochen,
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irgendwie ein neues Verständnis von Ökonomie sozusagen auf die Straße zu bringen.
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Und das sind Organisationen wie eure, Organisationen an der Uni, klar,
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aber insbesondere auch Organisationen im Bereich der,
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Politikberatung beziehungsweise der Politikgestaltung, die ja hier im deutschsprachigen
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Raum oder jetzt auf Deutschland gesprochen, sehr stark von,
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Wirtschaftsforschungsinstituten geprägt sind einerseits, also institutionalisierte
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Politikberatungen, beispielsweise durch das IFO oder auch den Sachverständigenrat
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zur Begutachtung der Wirtschaft, der SVR, die sogenannten fünf Wirtschaftsweisen.
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Und auch durch neoliberale Thinktanks, die durchaus auch im deutschsprachigen
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Raum bestimmten Einfluss ausüben auf Prozesse der ökonomischen Politikgestaltung.
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Und jetzt seit circa zehn Jahren dreht sich da so ein bisschen was oder passiert
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da ein bisschen was, insofern als das ein neues Feld von Akteuren auf diesen Markt drängt,
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und versucht sozusagen Politikgestaltung nicht nur inhaltlich anders zu füllen,
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sondern auch von der Form der Intervention mit Politik innoviert.
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Und das haben wir uns angeschaut in einem kleinen Forschungsprojekt und haben
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15 Organisationen dieses sogenannten New Economy Spaces, wie er sich selber nennt,
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untersucht, haben Interviews mit denen geführt und haben ihnen eben auch dann
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gegenübergestellt zu klassischer Politikberatung und geschaut,
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was machen die eigentlich anders so.
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Und das ist sehr spannend, weil das ein Feld ist, was bisher wissenschaftlich
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noch gar nicht untersucht wurde, obwohl es schon einige Achtungserfolge erzielt hat.
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Also beispielsweise eine Konferenz in Brüssel, Beyond Growth,
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wo eben auch sozusagen über ökonomische Konzepte nach dem Wachstumsparadigma debattiert wurde mit,
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höchstrangigen VertreterInnen von Politik und Ökonomie in Brüssel,
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wo man sieht, okay, es passiert ein bisschen was.
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Und die nennen sich New Economy Space, würdest du sagen, also die nennen sich selbst so?
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Genau, die nennen sich selber so, manchmal auch New Economy Ökosystem und sind
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natürlich nicht auf Deutschland beschränkt, sondern sind im Grunde eine globale Bewegung.
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Es gibt mittlerweile auch so zwei Überblickstudien, die versuchen,
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das Feld sozusagen zu mappen.
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Es sind sehr stark getrieben auch von philanthropischem Kapital,
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insbesondere aus dem angelsächsischen Bereich, die das eben seit circa der Mitte
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der Zehnerjahre massiv finanzieren.
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Schlicht und ergreifend, weil auch etablierte Wissensproduktion an Universitäten
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nicht die Form von Wissen hervorgebracht hat,
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beispielsweise mit der Finanzkrise umzugehen, aber auch dann in der Folge sozusagen
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die Stabilisierung im Grunde von den Institutionen vorzunehmen,
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die ich vorhin schon genannt habe, also die sozusagen in der liberalen Moderne und für,
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den modernen Nationalstaat einfach ausschlaggebend waren.
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Und die Erosion sehen wir jeden Tag, was passiert, wenn sozusagen hier solche
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Institutionen nicht stabilisiert werden und ein zentraler Ausgangspunkt dieses
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Feldes ist eben, dass es für.
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Ein Überleben sozusagen auch zum Beispiel von einem modernen Wohlfahrtsstaat
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schlicht ergreifend neue Konzepte und aber auch neue Praktiken des Wirtschaftens
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braucht und das versucht dieses Feld, so heterogenes es auch ist,
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Ja, in Politik, in Institutionen und in auch konkrete Praktiken,
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wie zum Beispiel auch ihr, die ihr mit konkreten Unternehmen einfach zusammenarbeitet, zu übersetzen.
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Und magst du vielleicht mal ein paar Organisationen nennen, die hier in Deutschland
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in dem Bereich so unterwegs sind? Also ich denke, ein paar kennen wir auch schon.
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Aber genau. Genau, also einer der größeren Player oder die zwei größten Player
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sind das Dezernat Zukunft und das Zoe-Institut.
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Daneben gibt es aber auch kleinere wie zum Beispiel Fiscal Future oder Nela
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Next Economy Lab in Bonn.
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Eine Institution, die schon länger mit dabei ist, ist das Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig.
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Und ich sage mal so, von der finanziellen Ausstattung her, die wirklich eher
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kleinen Schnellboote in diesem Feld sind zum Beispiel Rebalance Now oder auch Comunia.
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Und ja, wer sich schon sozusagen mit diesen Organisationen das ein oder andere
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Mal auseinandergesetzt hat, wird jetzt alleine schon bei der Aufreihung merken
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und sehen, dass das ein wirklich sehr heterogenes Feld ist.
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Also bis auf diese, man kann eigentlich was sagen, diese leere Klammer New Economy
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Space, wird die durch nicht allzu viel zusammengehalten.
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Also es gibt beispielsweise kein verbindendes Narrativ oder verbindenden ökologischen
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Unterbau oder so, oder ein wirtschaftspolitisches Programm,
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aber man begreift sich schon stark sozusagen in Ablehnung eher antagonistisch
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gegen etabliertes ökonomisches Wissen, auch gegenüber etablierter ökonomischer
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Wissensproduktion und versucht dem was entgegenzusetzen.
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Und das haben wir uns eben auch angeschaut, wie funktioniert sozusagen auch
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ein Stück weit diese Aushandlung beziehungsweise Abgrenzung voneinander in dem Feld.
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Ja, und es ist wirklich sehr spannend, weil hier sich extrem viel tut und dieses
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Feld irgendwie zumindest mal bisher auch im Wachstum begriffen ist und das aber zu, ja,
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wie soll ich sagen, zu beobachten bleibt, inwiefern sich das Feld überhaupt
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langfristig etablieren kann, weil es natürlich, ich habe es schon erwähnt,
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sehr stark von Drittmitteln oder von einfach Spendengeldern abhängig ist und eine eigene,
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finanzielle Reproduktionsstrategie bisher zumindest nicht wirklich entwickelt hat.
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Also bis auf ein, zwei Ausnahmen, die da stark über so ein Spendenmodell arbeiten, also Kleinstspenden,
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Und an der Mitgliederbasis ist.
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Das relativ volatil, das fällt gerade auch, wenn man es jetzt vergleicht zum
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Beispiel zu Institutionen wie dem SVR oder eben die großen sechs Wirtschaftsforschungsinstitute,
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die im Grunde alle durch staatliche Mittel grundsubventioniert werden zu zwei
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Dritteln und dann nochmal ein Drittel Forschungsgelder, Drittmittel einwerben,
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die oftmals auch von staatlichen Stellen kommen.
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Also da sieht man schon in der Finanzierungsstruktur, in dem Finanzierungsvolumen
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sowieso ein totales Machtungleichgewicht zwischen der etablierter Politikberatung
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einerseits, also Wirtschaftspolitikberatung und eben diesem New Economy Space.
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Und das ist im Grunde ein ganz gutes Beispiel dafür, womit wir das Gespräch
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angefangen haben, nämlich das bei der Frage,
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wer oder was ist überhaupt Ökonomie, wer hat da mitzureden und in welche Richtung
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wollen wir diesen Bereich unserer Gesellschaft sozusagen weiter treiben,
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gibt es eben nur eine bedingte Gestaltungsoffenheit.
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Die ist sehr stark eben geprägt von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und
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dieser New Economy Space, so interessanter auch ist,
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ist halt eben im größeren gesellschaftlichen Gefüge, wenn es darum geht,
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diese Domäne Wirtschaft zu deuten, eigentlich sitzt er an einem ziemlich kurzen Hebel.
0:22:30–0:22:32
Und gibt es da, also genau, du
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hast jetzt gesagt, das ist auch ein internationales Feld auf jeden Fall.
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Trotzdem habt ihr auch, also vor allem auch die deutschen Akteure untersucht.
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Ausschließlich und genau die, also für den Dachraum haben wir uns das angeschaut.
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Genau, also Österreich und Schweiz noch mit dazu.
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Und genau, gibt es denn, genau, du hast gesagt, vieles ist noch nicht klar.
0:22:55–0:22:57
Also wie reproduzieren sie sich finanziell?
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Da würde ich gleich auch nochmal mit einsteigen. aber vielleicht erstmal zu dem,
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was ist die gemeinsame Haltung des Wirtschaftens vielleicht auch und auch wie,
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oder überhaupt um diese Fragen, wie organisieren wir uns miteinander,
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wie wird denn dieser Hebel länger,
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an dem diese Organisationen sitzen, wie kooperieren die miteinander in dem Feld.
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Es ist ja auch immer, eigentlich sind wir alle angehalten auch,
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Also gegeneinander zu konkurrieren auf dem Markt.
0:23:30–0:23:33
Du hast vorhin auch, du hast sogar die Anführungszeichen gemacht,
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das haben die nicht gesehen, unsere ZuhörerInnen.
0:23:35–0:23:40
Aber genau, ist ja auch die Frage, wie kommt man eigentlich auf diesem Feld,
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miteinander gut klar? Wie organisiert man sich? Was gibt es da für Ansätze?
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Ja, also die wichtigste Plattform ist auf jeden Fall eine jährlich stattfindende
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Strategy-Plattform in Berlin, wo das Feld zusammenkommt.
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Das wird organisiert durch das Zoe-Institut einerseits und das Netzwerk Pluralökonomik
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andererseits und finanziert meines Wissens durch die Partners for New Economy,
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also auch eine sozusagen der großen philanthropischen Stiftung im Feld, in dem Fall aus dem UK.
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Und die Strategy-Plattform ist dezidiert so angelegt, dass sich hier sozusagen
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eher über strategische und taktische Fragen unterhalten wird, wie der Name schon sagt.
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Und weniger es jetzt darum geht, sozusagen zum Beispiel so gemeinsame inhaltliche
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Fluchtpunkte auszumachen, weil diese eben auch so ein Konfliktpotenzial bergen
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und das Feld sozusagen auch wieder von innen auflösen könnten.
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Also die Strategy-Plattform ist wichtig, weil da sozusagen alles zusammenkommt,
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was Rang und Namen hat und man zumindest einmal im Jahr weiß,
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man sieht dort sozusagen Gleichgesinnte und kann miteinander sprechen,
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ins Gespräch kommen, schauen, was es für neue Entwicklungen zum Beispiel im
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politischen Berlin gibt, wo schon
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relativ viele der Organisationen so ihr Hauptaugenmerk auch drauf haben.
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Aber man sieht eben auch auf diesen Veranstaltungen, also wir haben auch Feldforschung
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gemacht, bei diesen Plattformen, dass eben, wie du sagst, schlicht und ergreifend
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hier auch alle um die gleichen Töpfe konkurrieren.
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Und man insofern dieses Moment Konkurrenzwettbewerb auch in einem Feld hat,
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die das vielleicht inhaltlich, ideologisch gar nicht wirklich toll finden.
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Aber auf der performativen Ebene, also wie kommen wir sozusagen voran,
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haben die schlicht und ergreifend damit umzugehen und haben das irgendwie auszuhandeln.
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Bisher schafft das Feld es auf jeden Fall sehr gut, diese Konfliktpotenziale
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auszutarieren und durchaus auch mit einer gemeinsamen Geschlossenheit aufzutreten.
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Also die Plattformen sind jetzt überhaupt nicht, wie soll ich sagen,
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konfliktgeladen oder so nach außen hin,
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sondern sind wirklich sehr synergiegeprägte Happenings sozusagen,
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wo einfach irgendwie auch alle mit einem guten Gefühl rausgehen.
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Aber stellt sich eben schon im größeren Machtgefühl stellt sich auf jeden Fall
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die Frage, wie können diese Impulse so skaliert und auch transformiert werden,
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dass sie gerade auch politisch sozusagen größere Kreise ziehen.
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Das muss sich auf jeden Fall der New Economy Space fragen, wenn er ja durchaus
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auch seinen Anspruch Wirtschaft oder Wirtschaftspolitik in Deutschland zu verändern
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tatsächlich einlösen möchte.
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Genau, das ist ja auch immer, wie du schon angesprochen hast,
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ein Vergleich zu den letzten Jahrzehnten und dem Einfluss von bestehender Wirtschaftspolitikberatung.
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Da sind dann so Akteure wie das Institut für soziale Marktwirtschaft,
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was sich erstmal total neutral und nett anhört, was aber auch,
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ich habe ein bisschen eure Grafiken angeschaut in den Papern,
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komplett über Unternehmensstiftungen am Ende finanziert wird und über Privatkapital.
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Wir versuchen ja auch, meistens unabhängig von staatlichen Fördergeldern,
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uns zu finanzieren über kleine Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten oder
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dann auch eben ein Ökosystem, was uns finanziert und trägt.
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Das funktioniert, das ist aber auch prekär auf jeden Fall.
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Also da sind wir auch immer am Limit, weil wir natürlich auch immer mit den
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Akteuren zusammenarbeiten, die nicht Systemprofiteure sind, sondern halt innerhalb
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dieser Systemstrukturen versuchen, irgendwas auf die Kette zu bekommen.
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Und ich weiß, dass du dich auch schon ganz viel damit beschäftigt hast, wie ist denn.
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Auch das Marktdenken oder das neoliberale Denken, was du vorhin auch als neoklassische
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Lehre sozusagen in der ökonomischen Bildung bezeichnet hast,
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wie ist das eigentlich so mächtig und dominant geworden?
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So dass man das Gefühl hat, es wird oft gar nicht mehr in Frage gestellt,
0:27:47–0:27:50
wie wir über Wirtschaft überhaupt nachdenken oder dass es verschiedene Antworten
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gibt. Das ist ja den meisten überhaupt nicht bewusst, sondern das ist einfach
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so eine gesetzte Wahrheit, wie Wirtschaft denn ist und wie Wirtschaft funktioniert.
0:27:57–0:28:01
Und wenn man das anders macht, dann wird man angeschaut, wie der letzte verrückte
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Mensch von vielen Leuten.
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Also es wird besser, es wird wirklich besser, weil die Leute merken,
0:28:06–0:28:10
dass die bestehenden Institutionen nicht mehr tragen und der Staat auch keine neuen Lösungen hat.
0:28:10–0:28:14
Und das Wirtschaftswachstum, wenn man sieht, wie alles austrocknet,
0:28:15–0:28:18
wie die Wälder verbrennen und so weiter, das wird den Menschen schon langsam
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klar, dass es vielleicht nicht die beste Lösung ist, die wir gerade leben.
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Aber genau, man wird immer noch oft angeschaut, wie so ein mit großen Augen,
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wie ihr stellt das alles in Frage und,
0:28:30–0:28:34
vielleicht mal dahin geguckt, was war denn die Strategie von diesen Organisationen
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und wie haben es denn die geschafft, so wirkmächtig zu werden und was kommt
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vielleicht auch diese Strategie.
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Ja, also erstmal würde ich eine wichtige Unterscheidung vornehmen wollen,
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nämlich also zum Beispiel von neoklassischer Theorie und der Entwicklung in
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den Wirtschaftswissenschaften zu unterscheiden von einem größeren politischen Prozess, der,
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diese und andere Gedankenmuster gesellschaftlich wirksam gemacht hat.
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Und da spielen auf jeden Fall jetzt bei diesen letzteren Prozessen,
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wo ich eben auch den Begriff des Neoliberalismus verorten würde oder die politische
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Bewegung eigentlich des Neoliberalismus verorten würde,
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da spielt auf jeden Fall das Arbeiten mit Netzwerken eine ganz wichtige und große Rolle.
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Also das Aufbau von institutionellen Akteuren und die Vernetzung,
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die Verbindung dieser Akteure untereinander, um sozusagen gemeinsames koordiniertes
0:29:25–0:29:29
Vorgehen zu ermöglichen und auch sicherzustellen.
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Und ein zweites wichtiges Moment ist auf jeden Fall, was,
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wir aus der Forschung wissen, ist eine
0:29:36–0:29:41
gewisse Geschlossenheit in der Außenkommunikation und auch eine konzise,
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auf relativ wenige Konzepte und Grundbotschaften ausgerichtete Kommunikation,
0:29:46–0:29:50
um gesellschaftliche Wirkmächtigkeit sozusagen entfalten zu können.
0:29:51–0:29:56
Bei gleichzeitiger Beibehalt auch durchaus von intellektuellen Konflikten oder
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ideologischen Konflikten im Innenraum.
0:29:59–0:30:01
Also das wissen wir zum Beispiel aus der Montpellier Society,
0:30:02–0:30:05
dass sich die Leute wirklich an die Gurgel gegangen sind zum Teil,
0:30:05–0:30:08
also endlich gesprochen und gleichzeitig man es geschafft hat,
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sozusagen immer wieder gemeinsame Abschlusskommuniqués und so weiter zu verfassen.
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Also das sind zwei Momente Vernetzung und sozusagen eine sehr durchdachte strategische
0:30:19–0:30:23
Kommunikationsweise, die, glaube ich, relativ wichtig sind.
0:30:23–0:30:26
Was anderes aber, was auch sehr, sehr wichtig ist, und da würde ich jetzt nochmal
0:30:26–0:30:30
zu diesem Punkt Neoklassik und was das eigentlich in den Wirtschaftswissenschaften passiert,
0:30:30–0:30:35
zurückkommen, ist, dass diese neoliberale politische Bewegung es sehr gut verstanden
0:30:35–0:30:40
hat, sich eben mit dem Nimbus der Wissenschaften zu verbinden.
0:30:41–0:30:46
Und hier insbesondere die Wirtschaftswissenschaften sozusagen aus zu einer Leitdisziplin
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eigentlich von modernen Gesellschaften zu machen.
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Wichtiges Beispiel ist der sogenannte Wirtschaftsnobelpreis,
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der eigentlich verliehen wird von der Schwedischen Reichsbank.
0:30:57–0:31:03
Das ist ein konkretes Ergebnis eigentlich von neoliberaler Politikgestaltung,
0:31:03–0:31:07
und hat dazu geführt, dass man das schlicht und ergreifend diese Wissenschaft
0:31:07–0:31:10
mit einem extremen Machtvorschuss.
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Über Ökonomie sprechen kann.
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Und das ist, glaube ich, eine wichtige Lehre jetzt auch zurück zum New Economy
0:31:18–0:31:22
Space. Wie verbindet man sich eigentlich mit Akademia?
0:31:22–0:31:25
Welche Rolle spielt da eigentlich wissenschaftliches Wissen?
0:31:25–0:31:30
Und wer generiert eigentlich auch das Wirtschaftswissen sozusagen,
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mit dem man dann sozusagen seine konkreten politischen Prozesse irgendwie gestalten will?
0:31:37–0:31:42
Macht man das selber oder lehnt man sich dann nicht tatsächlich auch an AkademikerInnen,
0:31:42–0:31:46
die aber vielleicht aus anderen Bezugsdisziplinen kommen? Wie kann man sich mit denen verbinden?
0:31:47–0:31:49
Wie können die sich vielleicht auch untereinander vernetzen,
0:31:49–0:31:53
sodass sozusagen Menschen, die alternativ über Ökonomie nachdenken,
0:31:53–0:31:58
in der Wissenschaft selbst auch eigene Foren und Debatten und so weiter haben?
0:31:58–0:32:02
Und vielleicht als abschließende Bemerkung noch dazu, wir nehmen das tatsächlich
0:32:02–0:32:05
in den Wirtschaftswissenschaften selbst wahr, das, was du vorhin auch erwähnt
0:32:05–0:32:08
hast, nämlich, dass sich der Wind so ein bisschen dreht und man auch in den
0:32:08–0:32:12
Wirtschaftswissenschaften merkt, so ups, wir sind eigentlich viel zu lange,
0:32:12–0:32:16
in eine Richtung und dann noch eben eine problematische Richtung gerannt,
0:32:17–0:32:21
insbesondere auch, was die ökonomische Bildung, was die Lehre anbelangt.
0:32:22–0:32:26
Und da tut sich gerade in der Wissenschaft, in den Wirtschaftswissenschaften selbst was.
0:32:26–0:32:32
Aber ja, es ist fraglich, ob diese Impulse rechtzeitig kommen und ob sie dann
0:32:32–0:32:36
auch tiefgreifend genug sozusagen zu Veränderungen im Lehrbetrieb,
0:32:36–0:32:39
im Wissenschaftsbetrieb und so weiter und so fort führen werden.
0:32:39–0:32:44
Weil schlicht und ergreifend das Wissenschaftssystem eben auch so eingestellt
0:32:44–0:32:49
ist, dass diejenigen die Macht haben, die einfach auf Grundlage des etablierten
0:32:49–0:32:51
Denkens groß geworden sind in Wissenschaft.
0:32:52–0:32:56
Und insofern die institutionellen Rahmenbedingungen des Wissenschaftssystems
0:32:56–0:33:00
eigentlich in einem tiefgreifenden Wandel diametral entgegenstehen.
0:33:01–0:33:04
Und das ist was, was wir jetzt zum Beispiel in der Wissenschaftsforschung auch
0:33:04–0:33:08
in Linz machen, diese Prozesse uns anzuschauen, die vielleicht gar nicht so
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sehr was mit den Wirtschaftswissenschaften zu tun haben, sondern eher mit Wissenschaft
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insgesamt und den Mechanismen von akademischer Wissensproduktion.
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Und dabei ist sich die Katze wieder so ein bisschen in den Schwanz.
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Wir sind ja auch Praxisakteure zum Beispiel in dem Projekt Switch,
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was jetzt auch gemeinschaftsgetragenes Wirtschaften untersucht und ich merke
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so, es braucht diesen Dreiklang ja am Ende.
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Es braucht schon Praxisakteure, die es anders machen, die von der Wissenschaft
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untersucht werden können, wo man dann daraus lernen kann, wo dann wieder sozusagen das auch,
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ja, wenn man es jetzt klassisch ökonomisch-wissenschaftlich sich anschauen würde,
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wo es eigentlich so dann hoch aggregiert wird oder skaliert wird, zumindest als Theorie.
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Wie funktioniert das denn gesellschaftlich, was jetzt gerade in den Nischen ausprobiert wird?
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Das kann man ja einerseits theoretisch machen, aber braucht auch eine gewisse andere Praxis dazu?
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Ja, natürlich wurden neue Relationierungen auch von diesen unterschiedlichen Akteuren.
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Also natürlich müssen Praxisakteure oder die Thinktanks im New Economy Space
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haben unterschiedliche Expertise als jetzt zum Beispiel AkademikerInnen.
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Oder als BerufspolitikerInnen oder UnternehmerInnen. Also das sind unterschiedliche,
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ausdifferenzierte gesellschaftliche Felder, in denen diese Akteure unterwegs sind.
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Und das ist auch wichtig so, dass es diese Felder gibt. Aber es braucht eben,
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eine neue Relationierung dieser Felder.
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Und jetzt mal auf das Verhältnis Wirtschaftswissenschaft und Politik geblickt,
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haben wir es halt eben historisch mit einem hierarchischen Verhältnis zu tun.
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Im Grunde sagt sozusagen der SVR, was die beste Politik wäre und überreicht
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dann sozusagen das Jahresgutachten und dann muss man sehen, was sozusagen Politik
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damit am anderen Ende macht.
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Aber es kommt hier zu keinem gemeinsamen, wie soll ich sagen,
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Verhandlungsprozess darüber, was denn jetzt die richtige Maßnahme in einem bestimmten,
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sachpolitischen Feld meinetwegen sozusagen ist.
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Also die klare Direktive geht hier von akademischem Wissen aus.
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Und da ist jetzt, das war eins unserer Ergebnisse, jetzt mit Blick auf New Economy
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Space, setzt sich da schon eher sozusagen.
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Ein nicht hierarchisches, ein horizontales, ein ko-kreatives,
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ein partizipatorisches, also you name the buzzwords, Verständnis der Interaktion
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von Politik und Wissensproduktion durch.
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Bis zu einem gewissen Grad. Manche machen das ein bisschen radikaler,
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manche machen das ein bisschen anders.
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In jedem Falle verändert sich dadurch der Prozess der Wissensproduktion als solcher.
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Es gibt keine abgeschlossene Wissensproduktion sozusagen im Elfenbeinturm.
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Dann wird dieses Wissen im besten Falle irgendwie mithilfe von Wissenschaftskommunikation
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so verpackt, dass es auch andere Felder verstehen können.
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Und die greifen es dann im besten Falle auch noch auf, weil sie es verstanden
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haben oder weil sie es verstehen können und weil sie auch verstehen,
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wie sie das in konkrete Politik zum Beispiel ummünzen.
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Also das wäre sozusagen so ein lineares Verständnis. Und jetzt haben wir hier
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eher Verständnisse, wo schon eben sozusagen in gemeinsamen Aushandlungen,
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was ist überhaupt das politische Problem?
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Blick auf bestimmte ökonomische Sachverhalte. Schon allein in der Problemdefinition
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lernen sozusagen beide Akteure extrem viel.
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Dann in der Bearbeitung, wer spielt hier überhaupt eine Rolle bei dem Problem,
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also wie groß ist es und dann natürlich auch bei der Frage, wie müsste dieses
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Problem eigentlich angegangen werden.
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Also in diesem gemeinsamen Aushandlungsprozess wird hier sozusagen eine neue
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Form von Wissen über Ökonomie entwickelt, was dann auch unmittelbar eigentlich praxisrelevant wird.
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Und da hast du den Eindruck, dass die Politik damit gut umgehen kann?
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Also das war nicht Teil der Studie. Wir haben jetzt sozusagen nicht diese Rezeptionsseite
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nochmal uns angeschaut und haben zum Beispiel mit BerufspolitikerInnen gesprochen.
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Was kommt jetzt da sozusagen bei euch an oder wie wirkt es auf euch?
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Wir haben nur diesen spezifischen Modus dieser neuen Wissensproduktion haben
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wir jetzt hier sozusagen einmal rekonstruiert und können das auch glaubhaft
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darstellen, dass es sich hier tatsächlich um eigentlich einen neuen Typus,
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von Wirtschaftswissenproduktion handelt, der so bisher zumindest mal im deutschsprachigen
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Raum noch nicht vorhanden war.
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Das war bisher immer eben sehr stark von Expertinnenwissen geprägter Raum,
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auch in den ökosozialen Instituten, die so in den 70er Jahren und danach gegründet wurden.
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Also Öko-Institut, Agora und so weiter, IEW.
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Und das dreht sich jetzt so ein bisschen und darin verändert sich eigentlich
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auch sozusagen das Verständnis davon, was überhaupt oder wer überhaupt Wissen
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über Ökonomie auf welche Weise produzieren soll und darf.
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Ja, wir arbeiten ja auch sehr stark und das so, also ko-kreativ,
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partizipativ, genau und nicht hierarchisch und so weiter.
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Und genau, es ist spannend, weil du vorhin gesagt hast, es gibt nicht dieses
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Ei, also dieses vielleicht auch ausformuliert Einende in dem New Economy Space.
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Ich habe aber schon das Gefühl, dass sich gerade so eine Grundhaltung verbreitet,
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die viele einfach so intuitiv spüren und genau, man will es auch nicht so richtig jetzt irgendwie,
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als die zehn Gebote irgendwie festklopfen, weil man auch Angst hat,
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dass man dann, also genau, keiner hat, glaube ich, mehr Lust,
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dieses Manifest sprachlich zu diskutieren und hier über das Wort und da über
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das Wort zu diskutieren, weil, glaube ich, alle verstanden haben, so,
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ne, man muss jetzt einfach Dinge tun, anders zu tun.
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Und ich glaube, auch diese ganzen Akteure, die du vorhin aufgelistet hast,
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die Finanzwende hast du vorhin nicht genannt, aber die sind da auch dabei,
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die sind ja auch sehr stark einfach im, okay, wir machen jetzt.
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Wir machen jetzt einfach irgendwas und wir machen jetzt nicht mehr hier die
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großen Konzepte und Theorien.
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Sondern sind ja auch alles Akteure, die nicht nur in der Wissensproduktion sind,
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sondern ja auch wirklich in der Gestaltung auf Basis dieses veränderten Wissens.
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Wo ich jetzt aber überhaupt, also aufgrund dieser Forschung gar nicht so eine
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ganz große Trendschärfe mehr ziehen würde. Also gerade in diesen Gestaltungsprozessen
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entsteht dann wieder auch konkretes praxisrelevantes Wissen,
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wie zum Beispiel eine Gesetzesvorlage.
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Was man jetzt nicht als akademischen Text bezeichnen würde natürlich,
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aber was auch sozusagen Sedimente von wissenschaftlicher Arbeit in sich trägt.
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Und auch wiederum für Wissenschaften interessant sein könnten,
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also für kritische WissenschaftlerInnen sozusagen, die das auch wieder rezipieren könnten.
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Also ja, viele der Akteure haben ein total Hands-on-Verständnis von,
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was es eigentlich heißt, Wirtschaftspolitik zu betreiben.
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Das ist nicht mehr sozusagen, wie schon gesagt, aushacken, ausdenken im stillen
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Kämmerlein und dann tun wir erst, hier tun wir was, sondern wir tun etwas.
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Und in diesem Tun zeigt sich eigentlich schon das, was wir sozusagen zum Beispiel
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unter neuer Ökonomie oder einer
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sozialökologischen Ökonomie oder einer solidarischen Ökonomie verstehen.
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Mir scheint es aber trotzdem wichtig, jetzt aus einer Perspektive des Wissenschaftlers
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natürlich, dass man das dann auch, was in diesem vor- oder nachsprachlichen
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Bereich passiert, auch in diesem affektiven Bereich passiert,
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dass man das zu einem gewissen Zeitpunkt dann doch auch wieder versucht,
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zu Papier zu bringen, schlicht und ergreifend, Stichwort Neoliberalismus,
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weil das dann auch wieder eine Sprachfähigkeit ermöglicht und erlaubt und auch
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eine Form von Identitätsbildung letzten Endes erlaubt und ermöglicht,
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die nicht notwendigerweise auf sozusagen zehn Gebote rauslaufen muss.
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Darum geht es, glaube ich, nicht.
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Aber an bestimmten Wegmarken sich wieder zu vergewissern, okay,
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was ist das eigentlich, was wir die letzten fünf Jahre gemacht haben?
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Und was sind so Learnings und was sind Dinge, die wir vielleicht in Zukunft
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lieber bleiben lassen sollten?
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Ich glaube, das sind Prozesse und Praktiken, die so ein New Economy Space,
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jetzt steht dann bald die fünfte Plattform an.
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Und der Space, würde ich mal sagen, ist circa zehn Jahre alt.
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Stünde ihm, glaube ich, schon ganz gut zu Gesicht, auch solche Prozesse irgendwie anzustrengen.
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Genau, aber dieses Miteinander, Co-Kreativ-Arbeiten, nicht Hirage,
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ist ja schon mal eine, kann man schon mal als ein Eingebot da reinstellen,
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sage ich mal. Ja, das würdest du sagen.
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Ja genau, da würde ich gerade mit dir so ein bisschen, würde ich gerne so ein
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bisschen ins Brainstorm gehen, weil ich glaube eine Grundhaltung oder eine Grundüberzeugung
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auch, die ich so mitbekomme, aber auch eben nicht jetzt spezifisch wirtschaftswissenschaftlich.
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Und ich glaube, das ist auch schon Teil davon, dass man eben nicht mehr diese
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Fachgebiete so einzeln voneinander abgrenzt, sondern was ich wahrnehme als so
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eine neue Haltung in dieser ganzen Bewegung, dass wir wollen eigentlich in einer
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anderen Gesellschaft leben, ist,
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dass diese Trennung von Theorie und Praxis, aber jetzt auf den Menschen bezogen
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auch diese Trennung von Denken und Körper, also nicht mehr so da ist,
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sondern dass es total Bewusstsein dafür gibt, dass man jetzt auch einen gesunden,
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Ja, also dass man auch sich regenerieren muss und sich eben auch als Teil der Natur begreifen muss.
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Also unsere Körper sind natürliche Körper, Teil der Natur.
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Und dass es da eben nicht mehr so diese Trennung gibt auch von außen und also
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von Mensch und Natur, sondern dass da sich ganz viele Trennungen so auflösen.
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Und genau, Ganzheitlichkeit wäre da so ein Buzzword.
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Also ich glaube auf jeden Fall, dass das Punkte sind, Ausgangspunkte,
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die für einen Teil dieser Organisation total wichtig sind und auch in die DNA
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der Organisation eingelassen sind, auch was
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wie sozusagen konkret im Alltag gearbeitet wird oder miteinander umgegangen wird.
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Aber ich würde das so nicht für den ganzen New Economy Space sozusagen als eine
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Signatur des ganzen Spaces jetzt irgendwie zum Beispiel verstehen oder sehen.
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Insgesamt aber schon dieser, also du hast jetzt ja gerade mehrere Grenzen verschoben,
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Grenzen beschrieben, die sozusagen in Auflösung begriffen sind,
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also sowieso auch wieder Stichwort Postmoderne und so weiter oder Spätmoderne.
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Aber das ist insgesamt, glaube ich, einer der Gründe, weswegen überhaupt es
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auch so ein Space wie den New Economy Space gibt.
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Wir haben das in dem ersten Paper mit Sabine Maasen gemeinsam auf die Metapher
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oder den Begriff der Anschlussfähigkeit gebracht. Und zwar also mit einem Strich
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zwischen Anschluss und Fähigkeit oder auf Englisch Connectability.
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Also die Fähigkeit in diesem Durcheinander, in dieser neuen Unordnung,
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eben Anschlüsse herzustellen. Und das ist nicht sozusagen was Hausgemachtes,
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sondern das ist ein Handwerk, was man zu lernen hat.
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Also Anschlüsse zum Beispiel zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern,
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Politik und Wissenschaft zum Beispiel.
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Aber eben auch Anschlüsse wieder zwischen Denken und Handeln,
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Körper und Sprache und so weiter und so fort.
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Und man kann das auch für verschiedene sozusagen ehemals etablierte Grenzen
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durchspielen. Und was dieser Space eben schafft, ist es tatsächlich,
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die Fähigkeiten an den Start zu bringen, hier wieder spezifische Anschlüsse herzustellen.
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Und die Frage ist dann, in welche Richtung bewegt sich das dann aber?
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Also Anschlüsse herstellen ist ja erstmal nett, aber welche Vektoren werden
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dadurch sozusagen möglich und welche neue Handlungsfelder werden dadurch aufgeschlossen?
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Durch die spezifischen Verbindungen, die eben geknüpft werden.
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Und das ist die total entscheidende oder auch interessante Frage vor dem Hintergrund
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auch, wie hat sich zum Beispiel der Neoliberalismus entwickelt,
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der hat einen ziemlich klaren Vektor, in welche Richtung es gehen soll.
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Das ist hier im New Economy Space nicht so. Es gibt nicht diesen einen klaren Vektor.
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Und was das sozusagen in the long or in the medium term mit dem Feld machen
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wird, das ist auf jeden Fall spannend und.
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Das ist was, wo wir auch dranbleiben und wo wir auch gerade jetzt die nächsten
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Strategy-Plattformen einfach begleiten werden und wo man auch schauen muss,
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was tut sich in dem philanthropischen Feld.
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Weil jetzt die ersten zehn Jahre liefen sehr stark eben auf dem Ticket ökologischer
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Raubbau, Übernutzung von natürlichen Ressourcen und insgesamt einfach sozusagen Klimakatastrophe.
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Ich habe den Eindruck, dass das jetzt in den letzten zwei, drei Jahren eben
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durch das große neue Makro-Thema Geopolitik, Sicherheit, Militarisierung ein
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Stück weit aufgefressen wird.
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Und die Frage ist, was macht das mit der Funding-Landschaft und dadurch auch
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vermittelt, was macht das dann mit den jeweiligen Organisationen.
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Müssen die, wie du es vorhin ja auch für euch beschrieben hast,
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müssen die ihre Narrative dann neu ausrichten, um trotzdem aber gleichzeitig
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intern irgendwie weiterhin das machen zu können, was einem eigentlich wichtig ist.
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Also hängt man da sozusagen sein Fähnchen ins neue Geopolitische,
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einen neuen geopolitischen Wind.
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Oder bleiben vielleicht auch an der Stelle einzelne Funder stabil auf dem alten
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Thema und ermöglichen dadurch sozusagen bestimmten Fraktionen des New Economy Spaces,
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auf der Art und Weise weiterzuleben oder sich zu etablieren,
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wie es jetzt die letzten zehn Jahre geschehen ist.
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Also das sind Prozesse, die noch vollkommen offen sind.
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Ja, spannend. Dann muss ich dich wohl nochmal einladen, wenn die nächste Strategy-Plattform
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in einem Monat stattgefunden hat um vielleicht mal,
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Genau, zu schauen, was sind eigentlich vielleicht gemeinsame Ziele,
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was ist der gemeinsame Vektor, die Stoßrichtung, in die wir uns da organisieren.
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Ja, genau. Ich glaube halt, viele sind einfach wirklich damit und da ist das
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zweite Thema, wie ist man finanziert.
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Viele Organisationen sind einfach wirklich schon mit dem gut ausgelastet, mit dem, was sie eh tun.
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Wir als MYZELIUM auch fokussieren sich darauf und schauen, dass sie sich darin
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noch finanzieren könnten.
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Und gerade dieser Blick über die eigene Organisation und über die hin zur gemeinsamen
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Strategie und zur gemeinsamen Vernetzung fällt dann halt oft hinten runter.
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Ja und also was ich vielleicht schon auch nochmal, also was wir jetzt auch auf
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der letzten Strategy-Plattform auch, also wir hatten uns darum gebeten,
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Ergebnisse vorzustellen, dem Bundesum ja gerne nachgekommen.
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Und ein Punkt aus der Forschung, den wir damals mitgebracht hatten und der seitdem meines,
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Wissens nicht wirklich sozusagen weiterverfolgt wurde, der aber vielversprechend
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wäre, ist schon der, dass man eigentlich neue Koalitionen auch mit der elaborierten
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Politikberatung suchen müsste.
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Stichwort auch Reformbemühungen in den Wirtschaftswissenschaften selbst,
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aber auch in anderen Wissenschaften.
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Ich glaube, das ist so ein Potenzial, was bisher noch nicht wirklich gehoben wurde.
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Das kann man sicherlich nicht für alle dieser Forschungsinstitute und so weiter
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in Anspruch nehmen, aber man kann das für einzelne Akteure, manchmal sind es
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auch nur bestimmte einzelne Personen, die einen Unterschied machen können,
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wo sozusagen neue interessante Allianzen möglich wären.
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Also Maya Göbel nennt das, glaube ich, Weird Connections oder so.
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Und das wäre, glaube ich, gerade so eine neue Anschlussfähigkeit,
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schlicht und ergreifend auch deswegen, weil hier halt relativ stabile Voraussetzungen
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finanzieller Natur, institutioneller Natur, personeller Natur vorliegen, die man nutzen könnte.
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Und wenn auf einmal zum Beispiel im DEW eben auch.
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Die Ideen, die Konzepte und die Verfahren von Ökonomie debattiert oder auch
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skaliert würden, die jetzt zum Beispiel in einer Organisation des New Economy
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Spaces debattiert werden, dann kommt das natürlich mit einer ganz anderen Schlagkraft daher.
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Ja, also das sind auf jeden Fall, gerade alleine, wenn man sich schon die Finanzierungsstruktur
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anschaut, glaube ich, Potenziale, die man nicht liegen lassen darf.
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Das ist vielleicht für Organisationen jetzt wie euch mit Selium herausfordernder,
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als das jetzt zum Beispiel für das Dezernat Z oder Zoe ist,
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weil die von den Themen als auch von der Art und Weise der Wissens- und Politikproduktion,
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näher sind an klassischer institutionalisierter Politikberatung.
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Also gerade DSNAZ und DEW zum Beispiel,
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ja, wären so natürliche Verbündete, aber andere Organisationen wie ihr habt
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da wahrscheinlich eher, ja, habt da einen längeren Weg oder ihr müsstet eben
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eher nochmal tatsächlich in andere Disziplinen reinschauen.
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Ja, also ich glaube, was wir miterleben in unserer Arbeit und damit können wir
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dann noch langsam zum Schluss kommen, ist halt, dass sich jetzt so etablierte Akteure wie,
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Industrie- und Handelskammern für uns Industrie interessieren oder einfach kommunale
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Verwaltungen, die nicht wollen, dass ihre Innenstädte leer stehen oder die sich
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überlegen müssen, wie sie die Kaufhilfe neu beleben.
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Und dass einfach also diese fehlenden Lösungen für die Probleme,
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die wir haben, die weder politisch adressiert werden, noch marktwirtschaftlich
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sozusagen klassisch adressiert werden können, weil es einfach,
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sich in den Rahmen ökonomisch nicht mehr rentiert,
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bestimmte Dinge, Probleme zu lösen.
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Genau, da werden wir dann, also da werden wir gerade wieder interessant,
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dass sich da Organisation öffnen und nach wirklich neuen Lösungen umschauen
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und dann vielleicht auch manchmal auf uns kommen.
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Genau, aber es ist schön nochmal, also diese Connectability,
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also dass du die Fähigkeit hast, dich mit den richtigen anderen Menschen oder
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Organisationen zu verbinden, die weird Connections.
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Und ich glaube, das ist auch was ganz Wichtiges, was Teil von unserer Arbeit
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ist. Also, dass wir nicht mehr so sehr mit den Menschen oder darauf schauen,
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aus welcher Ecke kommst du denn? Bist du links oder rechts?
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Fährst du Fahrrad oder Auto? Ja.
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Dass es einfach darum geht, hey, du bist hier willkommen an diesem Ort,
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wenn du Lust drauf hast und wenn du dich einbringst und wenn du irgendwie fähig
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zu Verbindungen bist mit den Menschen vor Ort.
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Also das ist eben auch diese Fähigkeit, sich mit anderen Menschen zu verbinden,
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was vielleicht auch ein Kern ist von der neuen Gesellschaftsordnung,
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in die wir reingehen, sind wir denn verbindungsfähig.
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Genau und also bleiben wir das auch, weil das ist keine momentane Geschichte,
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sondern es ist eine Frage von, wie kann ich auch, Stichwort Geopolitik zum Beispiel,
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wie kann ich jetzt auch in einem geänderten,
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gesellschaftlichen Gefüge auch wieder neu oder neue Verbindungen herstellen.
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Also das ist einfach auch eine Fähigkeit, die sehr viel verlangt,
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sozusagen am Zahn der Zeit auf Tuchfüllung zu bleiben und schlicht und ergreifend
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auch wachsam zu sein und aufmerksam zu sein,
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was um einen herum passiert.
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Ja, also das ist etwas, was einfach dynamisch ist und was man nicht einmal erlernt
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hat sozusagen und dann kann man es und dann bleibt man auch als organisationsstabil,
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sondern es ist vielmehr ein Modus operandi,
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den man ständig immer wieder, immer wieder durchleben muss.
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Ja, vielleicht mal so.
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Ja, genau, vielleicht mal so und vielleicht auch sozusagen die Einladung,
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diesen Modus Operandi auch in der Frage, wie wirtschaften wir,
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wie organisieren wir uns und so weiter einfach, genau, auch auszuprobieren mit uns als MYZELIUM,
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genau, mit einer dieser anderen Organisationen, die brauchen auch immer,
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die sind angewiesen auf Geld,
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die freuen sich auch über Unterstützung.
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Es gibt die Links zu euren Papern für die Zuhörerinnen und Zuhörer dann in der
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Beschreibung und das wird auch den Dienstagern.
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Link zu dem Buch, das haben wir vorhin gar nicht genannt, Grundfragen der Ökonomie geben.
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Also wenn ihr da tiefer einsteigen wollt, wie denken wir über Wirtschaft nach,
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was ist eigentlich Wirtschaft und euch das Ökonomiestudium sparen wollt,
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weil es eh ein bisschen genervt hat, ehrlich gesagt, und man da gar nicht so
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viele gute Antworten gefunden hat.
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Ich darf das sagen, ich habe lange genug das studiert. Dann lest euch doch einfach
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das neue Buch von Lukas Beule und ganz vielen anderen durch,
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die daran mitgewirkt haben.
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Genau. Willst du noch was loswerden?
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Nein, herzlichen Dank für die Einladung, ein tolles Gespräch und ja,
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ich bin gerne auch sozusagen bereit, Rede und Antwort zu stehen,
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wenn es Rückfragen zum Buch oder zu den Aufsätzen gibt.
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Wissenschaft ist ganz oft so ein ganz, ganz einsames Geschehen,
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man sitzt da vor sich hin und grübelt und denkt und macht und wir alle sind
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total dankbar, wenn auch Leute einfach auf uns zukommen und schreibt uns einfach Feedback,
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gerne auch die Einzelautorinnen des Lehrbuches, ganz herzliche Einladung.
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Ins Gespräch zu kommen.
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Voll schön, genau. Auf deiner Webseite findet man auch deinen Kontakt,
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lukasbeule.de und findet auch ganz viele Infos zu dir, zum Sozioökonom,
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der das Wirtschaften im Wandel zu verstehen sucht.
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Danke, dass du da warst. Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Podcast-Folge. Tschüss.
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Danke, ciao.
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Du möchtest diesen Podcast und den Wandel auch finanziell unterstützen,
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dann geh doch auf MYZELIUM.com, werde mit wenigen Klicks Fördermitglied in unserem
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MYZELIUM-Ökosystem und werde Teil einer Gemeinschaft, die tiefgreifende Veränderung bewirkt.
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Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen. Schön,
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dass du heute mit dabei warst.
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Wenn du andere Menschen kennst, für die das auch hilfreich sein könnte,
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dann teile doch gerne diese Folge und hilf uns, die Idee des gemeinschaftsbasierten
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Wirtschaftens weiter zu verbreiten.