MP112 – Ehrenamt war gestern? – Wie gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften Engagement tragfähig macht

Kulturorte, Food-Coops, Carsharing-Initiativen, Begegnungsräume – viele dieser Projekte hängen am seidenen Faden des Ehrenamts. Doch das klassische Modell gerät zunehmend unter Druck: Menschen haben weniger Zeit, stehen wirtschaftlich stärker unter Stress, und die alten Vereinsstrukturen erzeugen mehr Belastung als sie nehmen. Was passiert, wenn das Engagement wegbricht – nicht weil der Wille fehlt, sondern weil das Modell nicht mehr trägt?
In dieser Folge fragen Stefan und Franka Schneider: Was kommt nach dem Ehrenamt? Und was braucht es, damit das, was Menschen mit Herzblut aufbauen, nicht in Selbstausbeutung oder Ausbrennen endet?

Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort.

Transkription

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Hallo und herzlich Willkommen zum MYZELIUM Podcast. Hier geht es um eine neue
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Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es Gemeinschaftsbasiert Wirtschaften.
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Und dieser Podcast unterstützt dich
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dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Hey, hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des MYZELIUM-Podcasts.
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Mein Name ist Franka, ich melde mich aus einer beruflichen Auszeit,
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aus einem Zwischenraum, am Stillwerden und Lauschen.
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Deshalb ist es um mich im MYZELIUM auch gerade so still geworden.
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Heute gibt es eine Aufnahme zum Thema Ehrenamt, zum Thema sozialer Beitrag und
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Engagement und was das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften uns da eigentlich
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auch für eine Alternative bieten kann zu den klassischen Strukturen,
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die wir sonst so gewohnt sind.
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Und ich möchte diesen Podcast natürlich gar nicht alleine aufnehmen,
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sondern habe mir wieder jemanden gesucht an meiner Seite.
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Ich habe meinen liebsten Ehemann und Weggefährten und Museumverbündeten mitgebracht.
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Herzlich willkommen, lieber Stefan.
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Hallo, Linz, Konka. Ich will, dass wir da sind.
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Wir beide sitzen gerade in unserem Wohnzimmer und hatten dieses Thema schon
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länger oder immer wieder eben bewegt, auch durch die Projekte,
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die wir begleiten, immer wieder gesehen und wahrgenommen,
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was da gerade auch für Schwierigkeiten in dieser Zeit, aber auch mit dieser
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Struktur aus Verein und Ehrenamt so auf uns warten und beleuchtet werden wollen.
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Und meine erste Frage, die geht einmal an dich.
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Was beobachtest du eigentlich so in diesen Projekten, die vielleicht auch mit
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einer Anfrage zu uns kommen und mit einem Stuck-Moment?
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Ja, danke.
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Ja, wir haben ja eben nicht nur Projekte, die von der Seite der Organisation
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oder vom Markt oder von Unternehmungen kommen, sondern es gibt auch viele Projekte,
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Anfragen, die in der Form von Vereinen tatsächlich zu uns kommen.
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Kulturzentren, zum Beispiel Foodcorps, Carsharing-Sachen, Begegnungsorte.
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Und was ich da immer wieder wahrnehme, ist, dass auch die Vereinsseite so ihre
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Themen hat oder die Ehrenamtsseite, warum es quasi nicht so richtig rund läuft.
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Und ein Thema ist sicherlich so, dass das Thema Geld und eher die Tendenz im
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Vergleich zur Marktunternehmung, die ja eventuell sich zu sehr bereichert,
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dann ist immer wieder das Thema der Selbstausbeutung das Thema,
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dass Ehrenamtsmenschen gar nicht so gut zu finden mehr sind,
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beziehungsweise das Leben ist voll geworden. Viele Menschen sind am Hasseln.
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Es ist sehr viel schwerer heutzutage, den Lebensunterhalt zu verdienen,
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für Familien zum Beispiel, um dann noch Zeit für Ehrenamt zu haben.
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Und das geht immer mehr zurück.
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Und den dritten Punkt, den man vielleicht auch noch ansprechen,
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ist das ein bisschen die Entscheidungssysteme im Ehrenamt, worauf viel Basis
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demokratisch versucht wird zu machen und was auch manchmal ein paar Schwierigkeiten mit sich bringt.
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Cool, vielen Dank für diesen Blick darauf. Ich habe Lust einmal anzufangen mit
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so einem kleinen Rückblick in die Vergangenheit,
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weil dieses Ehrenamt ja aus einer Zeit kommt, wo es vor allem um Stadträte ging,
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Kirchenvorstände oder auch Richterfunktionen.
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Und ich habe das jetzt auch mit Absicht gerade nicht gegendert.
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Da ging es vor allem um Männer, die gewisse Aufgaben zu sich genommen haben
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oder die auch damit auch beauftragt wurden.
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Und denen ging es ja meistens um das Thema Prestige oder auch das Thema Einfluss.
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Und dieses Wort kommt nicht umsonst eben auch von, oder da steckt nicht umsonst das Wort Ehre drin.
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Also du bekommst Ehre statt Einkommen, statt Geld und Bezahlung.
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Und was wir eben jetzt heute merken, ist, dass vielleicht die Ehre kein ausreichender
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Ausgleich mehr ist für reale Lebenshaltungskosten, in denen wir so drin stecken.
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Und was sehr spannend ist, also wenn wir das so ein bisschen einordnen wollen,
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Ehrenamt ist eben meist freiwillig oder ist immer freiwillig, es ist unbezahlt.
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Es ist so ein bisschen wie so ein Add-on zu einem System.
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Also es soll auch ohne funktionieren, brauchen tun wir es aber trotzdem alle.
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Und dazu eben dieses absolute Überlastungssystem, das wir wahrnehmen und meist
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auch eine sehr individuelle Motivation, das Ehrenamt auch auszuführen.
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Und was wir jetzt tun können, ist, wenn wir das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften
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dem gegenüberstellen, können wir sehen, dass aus freiwillig ein gemeinschaftlich
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organisiert werden kann, dass aus einem unbezahlt ein solidarisch finanziert werden kann.
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Dass aus diesem Nice-to-have-Anspruch wirklich ein benannter und transparenter
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Bedarf werden kann, also wirklich ein eigenes System,
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das hoffentlich aus dem oft überlastet ein strukturell getragen werden kann
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und aus dem individuell motiviert ein Kollektiv verantwortet.
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Und wie wir da hinkommen und was das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften damit
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zu tun hat, das wollen wir gleich nochmal beleuchten. Stefan,
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die Frage an dich ist, was verändert sich denn jetzt mit dem gemeinschaftsbasierten
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Wirtschaften und diesem Begriff des Ehrenamts?
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Wie sehen gemeinschaftsgetragene Organisationen aus und wie gehen die mit diesem Thema um?
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Weil das Engagement von unseren Mitgliedern wollen wir auf jeden Fall weiterhin haben.
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Ja, also ich denke, dass das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften,
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das haben wir in der Folge sieben Gründe für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften,
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schon ganz gut Transparenz gemacht und haben da vor allen Dingen in der Abgrenzung
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zum Marktmodell hingeschaut.
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Und wir haben ja auf der einen Seite das klassische Marktmodell und auf der
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anderen Seite das Ehrenamtliche.
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Und gemeinschaftsbasierte Wirtschaften ist für mich so ein dritter Weg,
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was versucht, beides das Beste aus diesen beiden Welten zu vereinen.
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Und ganz konkret bedeutet es dann in gemeinschaftsbasierten Organisationen oder
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Strukturen in den setzlichen Projekten, dass sowohl finanzielle Beiträge als
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auch ideelle Beiträge darin vorkommen.
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Es geht nicht darum zu sagen, jeder Handschlag wird genau bezahlt oder entlohnt
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oder entschädigt, da sind wir noch bei einem anderen spannenden Thema.
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Sondern es geht vor allem darum anzuerkennen, dass zumindest alle möglichen
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Gemeinschaftsinitiativen, Projekte, die ich kenne,
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sei es Kulturorte oder sei es unser Gemeinschaftsgarten hier im Viertel,
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es gibt immer eine Person oder ein Kern von Personen,
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die sehr tragend sind und die wirklich richtig, richtig viel machen und ohne
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die das so ohne weiteres gar nicht weitergehen würde oder auch nicht initiiert worden wäre.
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Und was ich schade finde, und das ist so ein Paradox,
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dass das Ehrenamt viel die Lücken füllt,
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die tatsächlich durch Versagen vom Staat zustande kommen, was ich in der Pflege
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oder so zum Beispiel, oder durch Versagen des Marktes zustande kommen,
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weil in Marktwirtschaft eben dann doch nicht alle Bedarfe erfüllt,
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wie so unsere Idee von der freien Marktwirtschaft vorherrscht.
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Und das Ehrenamt fängt ganz viel aus und paradoxerweise stützt es damit das System.
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Und dann kommt es eben vor, also auf der einen Seite stützt Ehrenamt dieses
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System und auf der anderen Seite braucht es das andere System aber auch,
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weil das Geld für den Lebensunterhalt eben in der anderen Welt verdient wird.
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Oft tatsächlich auch durch Bullshit-Jobs oder durch Jobs, die Menschen eigentlich
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gar nicht so gerne machen, um ihr Geld zu verdienen und dann frei in der freien
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Zeit Ehrenamt machen zu können.
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Und das zu verändern, das wäre, glaube ich, ein wirklicher Game-Changer,
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dass nämlich die Herzensprojekte, die im Ehrenamt oft gemacht werden und die dadurch entstehen,
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dass damit auch der Bedarf, die Lebenshaltungskosten gedeckt werden können für
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die Menschen, die sehr initiativ da tätig sind und es das andere dafür nicht
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mehr braucht und wir so an den richtigen Switch entkommen.
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Also konkret ein Beispiel, wenn wir eben bei Kulturort zum Beispiel haben,
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dann sehe ich gar nicht, warum die Menschen, die diesen Kulturort gründen und
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seit zehn Jahren oder länger betreiben und wenn das Projekt das hört,
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Du werdet genau wissen, von welchem Punkt ich spreche.
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Warum sollten die dafür nicht entlohnt werden? Warum sollen die auf schwierige
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Art und Weise ihr Geld woanders verdienen und dann kaum Zeit und Ressourcen
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und auch kaum noch Energie haben, den Kulturort zu betreiben und ausbezahlen?
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Ja, da sind wir bei so einem spannenden Glaubenssatz irgendwie gelandet,
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nämlich diesem Satz, naja, für mein Herzensprojekt oder Herzensanliegen darf
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ich doch kein Geld verdienen.
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Und was das gemeinschaftsbasierte Wirtschaften einlädt, ist an der Stelle ein, oh doch.
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Vielleicht geht genau das zusammen und wir können das schaffen mit Herzensprojekten,
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die der Welt dienlich sind und zu denen andere Menschen ein Ja haben,
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dass die uns auch ökonomisch-finanziell tragen,
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sodass wir unser Leben bestreiten können.
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Und nicht mehr auch in diesem Spannungsfeld von, ich habe noch irgendwo anders
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eine Arbeit, die sozusagen das Geld reinspult und mit dem Rest mache ich das
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andere dann irgendwie so nebenher und das muss doch klappen.
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Was wir viel sehen, also ich habe auch zu Stimmen schon gesagt,
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wir können ja so ein bisschen auch wieder aus den Nähkästchen plaudern.
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Wir haben zum Beispiel bei uns ums Eck in der Nachbarschaft ein wunderbares
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Projekt, einen Gemeinschaftsgarten,
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der auch eben ehrenamtlich gegründet wurde, auch sich als Verein gefunden hat
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oder konstituiert hat und wo man ganz klar sieht,
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dass alle so dankbar sind, auch dass er da ist und gleichzeitig es niemanden
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gibt, der diesen Schritt wagt, sich zu fragen, was braucht es denn jetzt,
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um ins Potenzial zu kommen?
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Gibt es konkret Menschen, die Lust haben, das auch wirklich zu ihrer Tätigkeit
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zu machen, vielleicht auch ihre Berufung eigentlich darin finden und das Ganze
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dann wirklich nochmal weiterentwickeln?
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Also was wäre denn, wenn ein Gemeinschaftsgarten nicht nur Gemeinschaftshochbete
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anbietet und Kurse vor Ort, was wäre, wenn da einfach noch viel mehr drin ist?
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Was ist, wenn dieses Viertel anfangen würde, gemeinsam zu kompostieren.
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Dort der Humus hergestellt wird, der in unsere Gärten verteilt wird und so weiter?
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Oder wenn noch eine Einmacherei dazu kommt, weil wir anfangen,
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dieses Gemüse wieder weiter zu verarbeiten, einzumachen, einzukochen.
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Vielmehr also auch wieder um noch mehr Bildung gehen könnte und gleichzeitig
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natürlich um diese Idee von Gemeinschaft erfahren, in unseren Vierteln wieder
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wirklich zusammenleben, uns Dinge zu überleben.
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Also da komme ich immer in der Fantasie an meine Grenzen, wie das sozusagen
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im reinen Ehrenamt funktionieren soll, in diesen Zeiten, wo wir auch einfach
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voll sind und es auch irgendwie schwer genug ist,
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den Alltag mit all dem unter einen Hut zu kriegen, was da eben so ist.
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Und das verändert sich, wenn diese Tätigkeit tatsächlich mein neuer Job in Anführungsstrichen
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ist. Ja, und dann ist es halt auch mehr als ein Job.
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Dann geht es Richtung Berufung, Richtung Erfüllung und dem zu tun,
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was man ohnehin gerne in die Welt bringen möchte.
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Und da ist einfach diese Umkehr, der Denk ist so wichtig. Wir sind es sowas
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von bei dem Glaubenssatz. Wir sind es ja gewöhnt, wir arbeiten.
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Und Arbeiten ist, was man tut, um Geld zu verdienen.
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Also eine Entschädigung dafür zu kriegen, weil Arbeit oft vielleicht auch gar
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nicht so Spaß macht oder gar nicht das ist, was man so ganz richtig tun will.
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Und dann braucht es eben diese Entschädigung dafür.
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Und wenn wir das umdrehen auf eine Idee des Grundeinkommens,
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macht das ja auch, und es geht darum, den Bedarf zu decken von den Menschen,
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die was in die Welt bringen wollen.
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Und mit dieser Sicherheit der Gemeinschaft auch im Rücken und mit dem gedeckten
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Lebensunterhalt kann ich überhaupt erst richtig tätig werden.
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Und das ist der große Game Changer an der Stelle.
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Genau, und was wir in der Mycidium-Realität erfahren, ist, dass wir mit ganz
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vielen GründerInnen auch zusammenarbeiten, die, und das gehört ja mit zur Wahrheit
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dazu, die meiste Zeit, vor allem die ersten Jahre oft.
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Sich gar kein Gehalt ausbezahlen, sich gar nichts rausnehmen können aus diesen Projekten.
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Und das verändert sich, wenn wir anfangen, gemeinschaftsbasiert zu wirtschaften
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und den Menschen auch ganz klar aufzuzeigen, was da eigentlich hinter der Fassade ja alles steckt.
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Was da alles für Energie und Engagement fließt, auch gerade von den Menschen,
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die eben solche Projekte tragen.
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Und was so das Pendant noch dazu ist, ich habe vorher gesagt,
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dass dieses Ehrenamt auch irgendwie so einen Add-on-Charakter hat und gleichzeitig.
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Total systemrelevant ja ist.
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Also da ist so ein ganz seltsames Paradox eigentlich am Werk.
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Und was wir tun können, ist aus diesem naja, ich helfe irgendwie,
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wenn ich Zeit habe und eigentlich passt es mir nicht so richtig rein.
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Also ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber dann geht man zu so einem Arbeitseinsatz,
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zum Beispiel an der Schule und irgendwie so richtig wusst hat auch niemand und
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alle sind irgendwie gestresst, weil sie das auch noch reinpacken müssen.
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Und wenn aus dieser Haltung ein Satz wird von, diese Arbeit,
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die ich jetzt leisten werde, die ich auch nicht alleine leiste,
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sondern mit anderen, die ist Teil unserer gemeinsamen Versorgung.
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Und da sind wir jemals einzeln alle total wichtig und verantwortlich für und
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gleichzeitig Gleichzeitig können wir einen Schritt zurücktreten im Sinne von,
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wir wissen, dass diese Projekte eine gewisse Tragfähigkeit und Substanz haben,
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mit und ohne das Engagement ihrer Mitglieder.
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Also ich will das einladen und begrüßen, weil es gerade, wenn es ums Potenzial
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geht, so unendlich wichtig ist, dass viele Menschen anpacken,
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dass eben auch die Verantwortung auf mehrere Schulen verteilt wird und auch
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das wirtschaftliche Risiko.
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Und gleichzeitig auch klar diese relevanten Personen,
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die sogenannten Quellpersonen auch wirklich ins Zentrum heben und sie ausstatten
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mit dieser Frage von, hey, was brauchst du und was braucht ihr,
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um diese Tätigkeit richtig gut tun zu können.
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Und mit gut tun meine ich, dass diese Arbeit uns nährt, dass sie uns finanziell
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genug ausstattet und dass wir sie tatsächlich nachhaltig langfristig auch ausüben können,
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ohne bei dem nächsten Sturm gleich aus der Kugel zu kicken.
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Ja, das mag ich voll aufnehmen. Also die zwei Sachen. Das eine ist,
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was du genau sagst und was ich auf dir sehe, ist, dass sie selbst ausbauen und dieses Ausbrennen.
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Und das passiert im Ehrenamt dann schon sehr und das passiert vor allen Dingen
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bei den in unserer Sprache Quellpersonen. Ich möchte gerne nochmal was auch
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noch dazulegen, was uns ja im Zulium einfach so wichtig ist.
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Also wir arbeiten ja an dieser Idee der Beitragsökonomie und die besagt für
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uns, wenn wir so ganz wenige Worte zusammenfassen dürfen, du gibst,
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was du kannst und du nimmst, was du brauchst.
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Und das bedeutet auch, sowohl als Mensch,
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der initiiert, der ein Projekt ins Leben ruft oder es auch einfach trägt,
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diese Frage wirklich auch ernst zu nehmen von, okay, was brauche ich,
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was sind da für soziale Bedürfnisse, für ideelle Bedürfnisse,
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für finanzielle Bedürfnisse,
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wie kann ich die eben auch in die Mitte legen von einer Gemeinschaft oder zukünftigen
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Gemeinschaft, sodass die sich bewegen können.
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Und gleichzeitig eben auch die Mitglieder aufzurufen von, okay,
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und wie, was ist eigentlich mein Bedürfnis, wenn ich hier Teil von bin,
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so, was kann ich da reingeben, was kann ich aber vielleicht auch nicht reingeben.
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Und auch da das nicht als was Statisches dann zu sehen, sondern als was Dynamisches,
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als was, was sich verändert, was mal werden wird, was mal weniger wird.
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Und was ich einfach aus eigener Erfahrung sagen kann, aus solchen Projekten,
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von denen ich dann einfach Teil bin, ist, das darf sich wandeln.
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Und da darf ein Jahr sein, wo ich jedes Mal einen Kuchen mitbringe,
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wenn ich bei der Sulawi stehe auf Makka und den Salat ernte.
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Und an manchen Jahren schaffe ich es gar nicht, da aufzutauchen.
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Und ich bin einfach nur Gottfroh, dass ich dieses Gemüse abholen kann.
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Und da auch in diesen Flow zu kommen und auch in das Vertrauen von,
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okay, als kollektiver Organismus wird sich da was finden.
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Und wenn es hier nicht in der Waage ist, dann sind die Menschen,
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die aber zum Beispiel jetzt diesen Acker-Verantworten dazu aufgerufen,
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das dann auch mitzuteilen und so zu gucken, dass da auch dann wieder mehr kommt,
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zum Beispiel von den Mitgliedern.
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Ja, das hattest du vorhin. Es ist so eine Gleichzeitigkeit von Verantwortung.
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Das eine ist, im gemeinschaftsbasierten Wirtschaften übernehmen wir als Mitglieder
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durchaus mehr Verantwortung, vor allem als Konsument, als Gegenteil.
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Und gleichzeitig nehmen die Menschen, die im Zentrum stehen,
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die Anbietenden, auch Verantwortung.
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Es ist auch wieder so beides, was du da gerade sagst.
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Und im Verein übernehmen die Menschen auch Verantwortung. Und gleichzeitig ist
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diese Anerkennung von dieser Rolle,
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okay, da gibt es eine Person oder eine kleine Gruppe an Menschen,
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die das Projekt hier wirklich gestartet haben und dies auch tragen und dies
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auch ins Potenzial führen wollen.
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Das ist diese Anerkennung auch, die da in gemeinschaftsbasierten Wirtschaften
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stattfindet für diese anspruchsvolle Rolle und die Verantwortung,
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die die tragen und gleichzeitig ein, hey, und wir wollen auch mit in die Verantwortung
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gehen. oder ihr dürft uns auch ein Stück weit mit in die Verantwortung nehmen.
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Weil die Sache ist halt auch die, diesen zum Beispiel, diesen Gemeinschaftsgarten,
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den gibt es ja nicht nur, weil die Personen, die es gegründet haben,
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den wollten, sondern es machen ja viele Menschen mit und die wollen ihn auch.
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Und jetzt ist diese Frage, die du immer wieder stellst, total wichtig und legitim.
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Was brauchen denn die Menschen, die da viel tun dafür, dass dieser Ort wirklich sein kann?
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Und die anderen dürfen sich selbst fragen, ja, ich möchte den Ort ja auch haben.
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Wie bei uns im Franzwerk früher auch. auch die Mitglieder im Borland auf diesem Ort.
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Und dann ist die Frage 4 und Seite 3 dafür auch mit Verantwortung zu übernehmen,
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in sozialen Beiträgen und auch in finanziellen Beiträgen, die wir im gemeinschaftsbasierten
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Wirtschaften uns auch im Voraus zu den Committen, um da nämlich auch eine Entspannung
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für die Anbietenden zu kommen.
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Vielleicht ist ja jetzt so ein guter Moment gekommen, um so eine kleine Reflexionsfrage
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einzuladen oder ein paar Fragen.
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Vielleicht magst du die ja mitnehmen und für dich einfach bewegen.
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Wo bringst du dich gerade ein? Was nährt dich eigentlich daran?
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Und was würde sich eigentlich verändern, wenn diese Arbeit, die du da tust,
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auch deinen Lebensunterhalt tragen könnte?
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Oder was würde sich verändern, wenn es die finanzielle Existenz sichert,
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von den Menschen, die dieses Projekt tragen, von dem du Teil bist.
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Und ich habe ja schon ein bisschen von mir erzählt.
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Ich glaube, dass dann unsere Welt deutlich schöner, bunter, lebendiger wäre.
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Und vielleicht nehmen wir das nochmal mit zu einem Abschluss.
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Lieber Stefan, was gibt es noch zu sagen? Was gibt es noch zu teilen?
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Was ist dir noch wichtig?
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Ja, noch zwei, drei Sachen, glaube ich. Also ich möchte darum nochmal das unterstreichen, dieses,
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Ich halte es wirklich für unglaublich wichtig, dass wir diesen Schritt gehen.
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Dass viele Gemeinschaftsprojekte, die aktuell auch noch ehrenamtlich sind,
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und da meine ich vor allen Dingen die, die auch lokal tätig sind,
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die regional tätig sind, die Orte schaffen, die Foodcourts schaffen,
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die Solavis sowieso, die gemeinsame Carsharing-Angebote schaffen und all das,
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die quasi unsere Gesellschaft mitgestalten, dass die auf eine Ebene kommen,
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in dem Menschen das zu ihrer Berufung machen können und damit ihren Lebensunterhalt
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eben auch verdienen können,
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weil das andere auch gar nicht mehr geht.
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Und das haben wir vorhin gar nicht so betrachtet, aber ich glaube,
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das spürt jeder und das ist auch mit Zahlen überall belegbar.
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Vor, weiß nicht, 40, 50 Jahren ging es irgendwie noch, dass man im klassischen
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Rollenmodell, da war es dann, weiß ich, der Mann, der dann nicht mehr das Ehrenamt
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gemacht hat, sondern früher eben den Hauptjob hatte, mit der Familie,
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Haus, alles bezahlbar war.
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Und dann gab es eben Raum für Ehrenamt noch und heutzutage ist das nicht mehr so.
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Ich sehe viele Menschen im Strugglen, es braucht eigentlich überall zwei Einkommen,
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um irgendwie noch zurechtzukommen in einer Welt, in der alles teurer geworden ist und so.
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Und dementsprechend gibt es immer weniger Raum und Zeit und Ressourcen und Energie,
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ehrenamtlich so tätig zu sein, wie das bisher ist.
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Und deswegen müssen wir das für die Menschen, die die Projekte ernsthaft in
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die Welt bringen und das Potenzial für mich ändern.
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Und das würde viel verändern, glaube ich, weil dann nämlich auch diese Projekte
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ins Potenzial gehen können.
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Sie werden dadurch erst langfristig tragfähig.
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Mit so einer Anfangsenergie ist ganz viel zu starten, auch im Ehrenamt.
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Das sehe ich auch in den Projekten. Da gibt es ein paar Jahre,
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wo die Leute die buttern rein, die bauen was auf und dann kommt aber der Moment,
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wo einfach die Energie fehlt, das Ausbrennen manchmal geht und das Projekt dann
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da ist und auf so einem Status Quo bleibt und das ist gut, aber es wäre im Potenzial
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einfach noch so viel mehr möglich.
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Das finde ich auch total wichtig. Und dann auch zu sehen, dass wir,
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wenn wir das auf dieser Ebene halten, dass auch dieses Thema Empowerment einfach wieder so...
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So möglich ist. Also mit diesen Projekten vor allen Dingen,
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sich Dinge zurückzuholen, die wie gesagt größere Strukturen gerade nicht erfüllen
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und das vor Ort und bei sich selbst in seiner Nachbarschaft im Viertel quasi
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zu machen, um da Dinge umzusetzen.
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Und da ist gematscht, das ist einfach unserer Meinung nach der gute Weg dafür.
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Du hattest vorher noch das Thema Basisdemokratie angesprochen.
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Magst du da noch mal ein bisschen zulegen? Ich glaube, jetzt wird es richtig heik.
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Erzähl doch mal von so ein paar Vereins-Jahres-Hauptversammlungen.
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Oh Gott, bei denen bin ich ja gar nicht so arg.
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Aber genau, also oft auch, was ich auch wahrnehme, ist, wenn man schon was tatsächlich
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anstrengend wird für Menschen, die mit viel Energie was initiieren,
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also unsere Quellpersonen oder Quellteams,
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Und dann geht ganz schnell, die DOSR gut, dafür machen wir halt einen Rechtsformenverein
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und dann werden alle Mitglieder und da sind alle stimmberechtigt,
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dann muss man diese ganzen Formalen erfüllen, diese ganzen Mitgliederversammlungen machen.
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Und daran reiben sich dann tatsächlich Menschen auch auf.
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Und es gibt dann auch basisdemokratische Anstrengungen, sage ich es mal.
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Und da sind wir inzwischen großer Fan davon, soziokratische Strukturen eher
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einzuführen, die nicht nur nach dem Mehrheitswahlrecht gehen,
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sondern die konsentorientiert sind.
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Jetzt verweise ich aber lieber auf unsere Soziokratie-Podcast-Folge.
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Was ich einfach nur sehe, ist, dass tatsächlich auch Menschen in diesen Vereinsstrukturen
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oft ausgebrannt sind, auch von der Art und Weise und dem Hin und Her,
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wie Entscheidungen getroffen werden in dem Verein aufgrund von diesem einfachen
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Mehrheitswahlrecht und auch da könnten wir einen Schritt in einen Demokratie-Upgrade
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gehen, was die Soziokratie eben bietet.
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Und wer sich dafür mehr interessiert, da verweise ich auf unsere Soziokratie-Folge,
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die wir aufgenommen haben. Also du mit Tim zusammen.
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Tim und Alina von MyWork.
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Ja, vielleicht fühlst du dich ja gerade voll angesprochen, Irgendwie,
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weil du Teil von einem Projekt bist, das genau vor diesen Herausforderungen
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steht, die wir gerade beschrieben haben.
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Ja, dann bleibt eigentlich nur zu sagen, dann melde dich bei uns,
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melde dich beim MYZELIUM, weil wir einfach gemeinsam vielleicht auch überlegen
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können, okay, was braucht dein oder euer Projekt, um sich da zu wandeln, zu verwandeln,
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um wirklich tragfähig dastehen zu
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können und vor allem eben gemeinschaftsgetragen in die Zukunft zu gehen.
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Und dann sage ich vielen herzlichen Dank für diese kleine Mini-Podcast-Folge,
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die wir jetzt einfach gemacht haben und mal gucken, was die in der Welt da draußen
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so für Resonanzen erzielt.
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Ich danke auch, liebste Volker und danke für euer Zuhören und bis bald. Tschüss. Ciao.
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Du möchtest diesen Podcast und den Wandel auch finanziell unterstützen?
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Dann geh doch auf MYZELIUM.com, werde mit wenigen Klicks Fördermitglied in unserem
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MYZELIUM-Ökosystem und werde Teil einer Gemeinschaft, die tiefgreifende Veränderung bewirkt.
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Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen.
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Schön, dass du heute mit dabei warst. Wenn du andere Menschen kennst,
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für die das auch hilfreich sein könnte, dann teile doch gerne diese Folge und
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hilf uns, die Idee des gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens weiter zu verbreiten.