MP111 – Wirtschaften als Krisenvorsorge – Wie gemeinschaftsbasierte Regionalentwicklung uns gegen Krisen schützt

Dorfläden schließen. Kulturvereine lösen sich auf. Cafés, die Begegnung ermöglicht haben, verschwinden – nicht weil niemand sie wollte, sondern weil die Marktlogik sie nicht trägt. Was wäre, wenn es einen Ansatz gäbe, der genau das verhindert? Der Räume nicht rettet, wenn es zu spät ist, sondern Strukturen aufbaut, die tragen – bevor die Krise kommt?

In dieser Folge sprechen wir über eines der drängendsten Themen unserer Zeit: Wie kann gemeinschaftsbasierte Regionalentwicklung konkret verhindern, dass soziale Infrastruktur abbricht – und was braucht es, damit das gelingt? Für welche Bereiche ist CSX als Ansatz sinnvoll – vom Dorfladen über Kulturräume bis zur Nahversorgung in ländlichen Regionen?

Hannah Heller ist im Gespräch mit Karin Walther, die aus ihrer Erfahrung in der gemeinschaftsbasierten Regionalentwicklung erzählt: Wie entsteht aus einzelnen Initiativen ein Ökosystem, das auch dann trägt, wenn externe Förderung ausläuft? Und wie sieht das konkret aus – in strukturschwachen Regionen, in Städten, in Räumen, die gerade noch da sind, aber zittern?

Außerdem stellen wir das neue Projekt vor, das MYZELIUM gerade aufbaut: die Ausbildung von Regionalverweber:innen – regionalen Multiplikator:innen, die vor Ort Gemeinschaften rund um Begegnungsorte aufbauen, befähigen und verbinden. Menschen, die nicht verwalten, sondern säen.

Wer mehr erfahren und selbst in den Austausch eintreten möchte: Die nächste MYZELIUM Mitte zu diesem Thema findet am 13. Mai statt – eine Einladung zum Erkunden, Fragen stellen und Verbinden. Hier anmelden.

Myzelium-Mitte: CSX Regionalentwicklung – Regionen gemeinschaftsbasiert gestalten

Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort.

Transkription

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Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue
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Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften. Und dieser Podcast unterstützt
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dich dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Herzlich willkommen zur 111. Folge des MYZELIUM-Podcasts zum gemeinschaftsbasierten Wirtschaften.
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Ich freue mich heute sehr, dass ich quasi eine mir altbekannte Gästin hier habe, Karin Walter.
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Megaschön, dass du da bist, aber du bist zum ersten Mal hier im Podcast und
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das freut mich deshalb, dass die ZuhörerInnen dich jetzt auch mal kennenlernen. Hi Karin.
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Hallo Hanna, ich freue mich auch sehr, jetzt mal hier zu sein.
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Genau, heute in der Folge wird es um CSX Regionalentwicklung gehen,
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also gemeinschaftsbasierte Regionalentwicklung.
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Und da ist Karin einfach unsere Expertin, weil sie schon ganz viel in dem Bereich
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gemacht hat, bevor sie zum MYZELIUM gekommen ist, wo sie jetzt mitarbeitet und
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auch viele Projekte betreut.
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Unter anderem auch ein Projekt in diesem Bereich, über das wir später mehr berichten
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werden und wo ihr sogar auch mitmachen könnt, wenn ihr dazu Lust habt. Aber dazu später mehr.
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Erstmal zu dir und deiner Person,
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Karin. Wer bist du und wie bist du hier gelandet, wo du jetzt bist?
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Ja, danke für die Fragen. Gar nicht so einfach zu beantworten, wer ich bin.
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Wenn ja, wie viele. Genau, ich glaube, ich fange einfach mal ein bisschen so
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vorne an, wo ich so herkomme.
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Also ich bin relativ dörflich aufgewachsen, wenn auch ohne Bauernhof.
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Und ja, war da also auch sehr eingebunden durch die Gärten meiner Familie,
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meiner Patentante in so ganz klare Selbstverständlichkeiten von das Gemüse wächst
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im Garten oder wir gehen Pilze sammeln und so ganz naheliegend,
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dass all das, was man so zum Leben braucht, irgendwie in der Region entsteht.
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Und dann gab es dann die Schule, in der uns beigebracht wurde,
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dass die unsichtbare Hand des Marktes irgendwie alles regelt und dass es doch
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ganz wichtig ist, den komparativen Kostenvorteil zu nutzen und überall auf der
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Welt nur das zu produzieren, was dort am günstigsten zu produzieren ist und
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dann alles durch die Gegend zu schicken.
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Und ich stand dann, als wir umgezogen waren, an meinem Fenster und habe diese
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ganzen LKWs vorbeiziehen sehen, und dachte mir so, irgendwas stimmt hier nicht.
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Und habe dann Ökotopia gelesen von Anders Kallenbach, wo es um so eine Enklave geht in Kalifornien.
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Also so ein Fantasy-Roman, die so ganz autark dort sich ökologisch versorgen.
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Und denke ich, das ist doch irgendwie alles total naheliegend und einfach.
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Also warum müssen wir unsere Welt so kaputt machen, wenn es doch eigentlich
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total klar ist, ist das alles oder ein großer Teil dessen, was wir zum Leben
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brauchen, für die Ernährung, Baustoffe, für unsere Häuser etc.,
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Energieversorgung, wenn das eigentlich auch in eine Region geht.
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Und gerade heute, wenn wir einfach erleben, dass die Voraussetzungen,
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unter denen diese ganze Globalisierung stattgefunden hat, zusammenbrechen,
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denke ich mir so, ja, es ist irgendwie total klar, es braucht wieder mehr Regionalentwicklung.
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Zu der Frage, wer ich bin, dieses Thema resiliente Regionalentwicklung zieht
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sich durch alle Dinge durch, in denen ich lebe und in denen ich arbeite.
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Ich lebe in der Fuchsmühle.
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Das ist in Nordhessen, in Waldkappel,
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eine Gemeinschaft, die sich vor bald sechs Jahren gegründet hat.
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Also nicht eine Gemeinschaft im klassischen Sinne, sondern es ist ein Commonsverbund,
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wo junge Menschen angefangen haben, Solar wie gemeinsame Co-Working Spaces,
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gemeinsame Mieten, Carsharing etc.
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Wirklich als gemeinsame Betriebe quasi zu sehen, die gemeinsam nach dem Prinzip
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der Solidarischen Landwirtschaft ausfinanziert werden.
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Das heißt, es ist auch ein spannendes Experiment, wie man dort im Kleinen mit
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50 Menschen mit einer Bieterrunde verschiedene Bereiche abdecken kann.
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Und ich arbeite bei MYZELIUM als Transformationsbegleiterin und begleite dort
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vor allen Dingen Bio-Läden, wo ich hautnah mitbekomme, was es bedeutet,
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wenn die Gewinner in dieser ganzen Wertschöpfungskette eben nicht bei den Läden
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und nicht bei den Landwirten landen.
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Und wenn durch die krasse Preispolitik von den großen Discountern, von den fatalen Vier,
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auch die Bio-Läden gezwungen werden, die Preise so zu drücken,
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dass einfach auch da wirklich viele mit dem Rücken an der Wand stehen.
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Genau und was auch richtig wichtig ist für mich ist, diese ganzen Themen bundesweit
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und auch in der Region zu besprechen. Ich bin in der bundesweiten Arbeitsgruppe
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CSX, Regionalentwicklung.
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Das heißt, wir gucken, wie nicht nur einzelne Betriebe Gemeinschaftsgetragen,
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sondern wie eine ganze Region verwoben werden kann zwischen diesen Betrieben,
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sodass ein Ökosystem entsteht, was stabil ist.
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Und ja, da erzähle ich wahrscheinlich aber auch nachher nochmal ein bisschen
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mehr dazu. Genau, vielleicht soweit erstmal.
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Du bist schon direkt mitten reingesprungen in ganz viele Themen.
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Vielleicht versuchen wir erstmal das Thema, über das wir heute fokussiert sprechen
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wollten, nämlich diese resiliente Regionalentwicklung, wie du sie genannt hast.
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Nochmal wirklich besser zu verstehen, um was es dir darin geht,
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aber um was es uns allen vielleicht oder auch dem Arbeitskreis,
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den du erwähnt hast, den deutschlandweiten Arbeitskreis unter dem Dach des CSX-Netzwerkes.
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Grüße gehen raus an die Menschen, die sich auch in diesen Bereichen da mit uns organisieren.
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Genau, um das besser zu fassen. Also resilient heißt ja widerstandsfähig.
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Vielleicht steigen wir da mal ein. Warum, würdest du denn sagen,
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braucht es eine gemeinschaftsbasierte oder auch eine gemeinschaftsgetragene,
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sagen wir es einfach mal so, ich glaube man kann das mit vielen verschiedenen
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Begriffen beschreiben, aber eine gemeinschaftsgetragene Regionalentwicklung
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und warum ist die resilienter,
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also widerstandsfähiger als das aktuelle globalisierte Entwicklung?
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Wir brauchen uns nur anschauen, wo wir sind. Und das ist fundamental und anders,
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als es vor 20 Jahren noch war.
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Wir leben in Zeiten von Krieg. Wir leben in Zeiten, wo die Energieversorgung,
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die global ja ganz stark von Frieden abhängig ist, die Energieversorgung nicht mehr gesichert ist.
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Wir leben auch in Zeiten, wo Kriege dazu führen, dass große Lieferketten,
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wie auch Getreide aus der Ukraine oder andere Lebensmittel, Grundlebensmittel
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nicht mehr sicher einfach zur Verfügung stehen.
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Wir leben in Zeiten, wo Klimawandel, Ernteausfälle großflächig zur Folge hat.
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Wir haben die Erfahrung gemacht mit Corona, dass Lieferketten einfach abgebrochen
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sind, weil wir in einem krass linear gedachten Wirtschaftssystem leben.
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Und das ist anfällig und brüchig.
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Das heißt, da würde ich sagen, und was natürlich noch dazu kommt,
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wir haben in den letzten Jahren, Jahrzehnten, eine Politik gehabt,
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die die Marktgängigkeit von großen Konzernen massiv gefördert hat,
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was dazu geführt hat, dass wir gerade exakt vier große Konzerne haben,
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die quasi einen Großteil, die 85 Prozent unseres Lebensmittelmarktes dominieren.
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Dominieren, dass es Edeka, Aldi, Rewe,
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Lidl und was man sich klar machen muss, dass drei Inhaber von diesen großen
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Ketten zu den zehn reichsten Deutschen gehören.
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Das heißt, ja, und sich auch klar zu machen, dass diese krasse Konzentration
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dazu führt, dass die wird nicht aufhören.
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Jetzt kauft gerade Edeka die ganzen T-Gut-Filialen auf.
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Die Schwarzgruppe ist ja auch schon zusammengesetzt aus zwei großen Playern.
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Und vielleicht versuchen wir mal dieses Problem sozusagen der Widerstandsfähigkeit
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wirklich am Ernährungssektor mal zu zeigen.
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Weil Lebensmittel ist ja, da können wir uns glaube ich alle darauf verständigen,
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ist was, was wir alle brauchen zum Leben. Lebensmittel.
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Gute Ernährung. Und ich glaube, was wir auch alle beobachten können,
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ist, dass die Preise für die gute Ernährung gestiegen sind, seit in der Corona-Krise,
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durch die Ukraine-Krise und so weiter. Und warum?
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Ich glaube, das sind immer viele Faktoren, aber zum Beispiel der Punkt der Zentralisierung,
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den du vorhin gemacht hast, also des komparativen Kostenvorteils.
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Ganz, ganz, ganz viel Weizen wird eben in der Ukraine produziert.
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Wenn in der Ukraine Krieg ist und dieses Weizen eben nicht mehr auf den Weltmarkt
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kommen kann, dann führt das zu einer Verknappung und zu einer Preiserhöhung
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auf dem Weltmarkt. Jetzt haben wir das Gleiche mit dem Erdöl.
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Dünger in der konventionellen Landwirtschaft besteht, in so einem ganz großen
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Anteil braucht es Erdöl.
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Heißt, wenn der Dünger jetzt in die Höhe schießt, dann müssen die konventionellen
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Landwirte viel, viel, viel mehr Geld ausgeben für ihre Produktion.
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Oder können sich den Dünger nicht leisten und dann fällt Ernte aus oder Ernte
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wird, also Lebensmittel werden viel, viel teurer.
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Genau, du hast die Tomatenfabrikation in Spanien erwähnt.
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So, auch dadurch sozusagen eine massive, also unter anderem eins der Probleme,
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eine massive Erdölabhängigkeit, weil das Zeug muss ja irgendwie hin und her geschifft werden.
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Die Art und Weise des Anbaus braucht viel, viel mehr Energie und ja,
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fossile Energien auch, als wenn wir unsere Tomaten sozusagen dezentral auf solidarischen
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Landwirtschaftshöfen anbauen, saisonal produziert und so weiter.
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Also diese Globalisierung macht uns sozusagen,
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Hat funktioniert, solange eine Erwartungssicherheit gegeben war,
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sage ich mal, in einem stabilen Klima, in stabilen Kosten von Produktionsfaktoren und so weiter.
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In dem Moment, wo ein zentralisierter Ort sozusagen der Produktion ausfällt.
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Beginnt das ganze System instabil zu werden. Und ich glaube,
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das ist das, worauf wir hinaus wollen, dass wir sagen, hey,
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wenn wir einfach mehr Orte haben, die produzieren und dezentrale produzieren
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und dann bestimmte, dann diesen kleinen Orten bestimmte Probleme passieren,
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dann hat man eben immer noch viele andere kleine Orte,
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die das auffangen können, wenn dieser eine kleine Ort auffällt.
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Wenn du aber nur noch ganz große Orte, zentralisierte Orte hast und die fallen
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aus, dann bringt das sozusagen das ganze System ins Wanken.
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Und das kann man sozusagen, das hat man bei der, also das ist jetzt eine andere
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Ebene, aber das hat man auch bei der Bankenkrise gesehen, wenn eben große Finanzmarktplayer
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ausfallen, in Anführungszeichen too big to fail, dann müssen sie gerettet werden.
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Und als Ökonomin würde ich ganz kurz nochmal auf diesen komparativen Kostenvorteil
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eingehen, weil es ja nicht darum geht, dass wir alle wieder alles produzieren.
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Also der komparative Kostenvorteil, so wie Ricardo den um 1800, also Anfang des 19.
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Jahrhunderts skizziert hat, war der, glaube ich, noch sinnvoll in dem Sinne,
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dass da die Ökonomie auch an einer ganz anderen Stelle noch stand und es,
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glaube ich, für die Leute, die damals den komparativen Kostenvorteil gedanklich
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entwickelt haben, sich gar nicht vorstellen konnten,
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dass so wie heute bestimmte Grundversorgungselemente in bestimmten Ländern und
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Regionen überhaupt nicht mehr vorhanden sind.
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Also ich glaube, David Grado konnte sich gar nicht vorstellen,
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dass bestimmte Produktionszweige wie Lebensmittelversorgung,
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aber auch wie Medikamente zum Beispiel, die Pharmazie oder, oder,
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oder, dass die sozusagen so weggegeben werden aus der nationalen Souveränität
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oder der regionalen Souveränität, sodass man wirklich sich so komplett abhängig
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macht vom internationalen Markt.
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Aber das erleben wir sozusagen. Wir erleben, wie wir plötzlich während Corona
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gemerkt haben, oh Mist, wir können ja gar keine eigenen Pharmazieprodukte mehr produzieren.
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Wir können gar keine eigenen Masken mehr produzieren und so weiter.
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Und dann wurde es schnell sozusagen in der Krisensituation umgestellt und wir
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haben das verändert, sodass wir das wieder hier machen konnten.
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So, aber das ist glaube ich der Punkt. Es heißt nicht, ich muss mir meine eigenen
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Schuhe produzieren und ich muss mir meine eigenen Medikamente produzieren.
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Und vielleicht gibt es aber eben trotzdem einen Anlass, dass man in Regionen
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sich so aufstellen könnte, dass bestimmte Grundversorgungselemente eben da sind. Und was passiert?
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Was wären so Grundversorgungselemente? Energie, Lebensmittel,
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wie wir schon gesagt haben, Grundeigentum.
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Ich weiß nicht, vielleicht können wir mal skizzieren, was wäre denn sozusagen
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eine gemeinschaftsgetragene Regionalentwicklung, wie wir sie uns vorstellen würden.
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Was bedeutet das? Wie könnte sich das Leben anfühlen, wenn wir eine resiliente
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regionale Versorgung hätten?
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Ja, also du hast gerade angefangen aufzuzählen, für welche Branchen das sinnvoll
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ist und ich bin komplett bei dir.
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Es geht nicht darum, jetzt alles wieder in eine Region zu machen, sondern es geht darum,
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in der Region das zu machen, was dort sinnvoll ist, zu produzieren und dann
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Dienstleistungen anzubieten und natürlich das auch zwischen Regionen und auch
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global zu organisieren, was sinnvollerweise woanders auch natürlich hergestellt wird.
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Es geht überhaupt nicht darum, in eine komplette Autarkie zu gehen.
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Und allein damit anzufangen, damit würden wir schon wahnsinnig viel erreichen.
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Und da würde ich jetzt mal die Liste kompletieren, die du angefangen hast.
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Also das ist natürlich Ernährung, aber nicht nur Ernährung im Primärbereich,
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sondern auch in der Verarbeitung.
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Wir haben einen unfassbaren Verlust von Mühlen, von Verarbeitungsbetrieben in
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den letzten 20 Jahren in Deutschland erlebt.
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Das heißt, die Produktion, also die Verarbeitung von Gemüse zum Babybrei oder
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zum Aufstrich oder zu Convenience-Produkten, die findet einfach auch komplett
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zentralisiert inzwischen statt.
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Das ganze Thema Gesundheit und Pflege. In der Pflege sind auch viele Großkonzerne
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unterwegs, die dann die kleinen Pflegeheime oder Pflegestrukturen quasi unter sich vereinen.
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Und das Geld, was dort fließt, es ist ja eine unfassbare Menge an Geldern,
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die da fließen, Das fließt nicht in die Region.
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Also das Geld fließt dann auch zu diesen Konzernen.
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Das ganze Thema Energie, also BürgerInnenenergie, das heißt Solaranlagen,
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die BürgerInnen gemeinsam organisieren können, wo quasi das Geld, was dort verdient wird.
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Gemeinsam auch sozusagen im Dorf genutzt werden kann oder gemeinsame Wärmepumpen, Solarthermie etc.
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Das lässt sich alles nachbarschaftlich und im Dorf oder auch in der Region kleinteilig organisieren.
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Das ganze Thema Wohnen weg von den
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großen Wohnkonzernen hin zu wieder mehr genossenschaftlichen Wohnungsbau,
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der das Ziel hat, ökologischen und sozial bezahlbaren Wohnraum anzubieten und
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auch da das Geld in die Genossenschaft oder in eine andere Rechtsform zurückfließen zu lassen.
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Das ganze Thema IT, regionale Unterstützung, das ganze Thema Kindertagesstätten,
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Arbeit mit Geflüchteten, Musikkultur, therapeutische Angebote.
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Also es lässt sich ganz breit tragen zu sagen, hey, hier findet in vielen Bereichen
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eine Konzentration von Geld, also eine Umverteilung von Geld der Nutzerinnen
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hin zu großen Konzernen statt.
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Lasst uns das wieder in BürgerInnenhand nehmen und dort, wo es möglich ist,
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regional finanzieren, das Geld bei uns in der Region fließen lassen und damit
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sinnvolle, sinnstiftende Arbeitsplätze auch schaffen und damit auch unsere ländlichen
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Räume auch wiederbeleben.
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Und dann würden jetzt wahrscheinlich andere Menschen, die mir in meinem VWL-Studium
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begegnet sind, sagen, um Gottes Willen, dann kostet das ja alles so, so, so viel mehr.
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Ja, und dazu, genau, dazu darfst du auch gleich was sagen, aber ich will auch
0:16:47–0:16:50
vorher was dazu sagen, weil du vorhin erwähnt hast,
0:16:50–0:16:55
dass drei von den vier besitzenden Eigentümer von diesen riesigen,
0:16:55–0:17:00
also von den fatalen vier, wie du sie vorhin genannt hast, den großen Supermarktketten,
0:17:01–0:17:03
dass die zu den reichsten Menschen kommen.
0:17:03–0:17:07
Deutschlands Gehirn. Und das ist ja auch so spannend, wenn man denkt,
0:17:07–0:17:11
oh Gott, das Gemüse der solidarischen Landwirtschaft ist ja so viel teurer,
0:17:11–0:17:14
weil es irgendwie regional und ökologisch und fair produziert ist und so weiter.
0:17:17–0:17:23
Und absurderweise ist ja das Gemüse im Supermarkt tatsächlich,
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wenn man das wirklich umrechnen würde,
0:17:27–0:17:33
was wenig Sinn gibt, weil das sozusagen ist wahrscheinlich Birnen mit Äpfeln
0:17:33–0:17:36
zu vergleichen, aber weil du eben bei der Solawine Kiste bekommst,
0:17:36–0:17:41
die ernteabhängig ist, heißt in Monaten, wo du mehr anpflanzen kannst,
0:17:41–0:17:44
bekommst du auch viel mehr, dann im Winter bekommst du eben weniger und so weiter.
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Also der Vergleich hinkt auf jeden Fall und es ist einfach sichtbar,
0:17:48–0:17:54
wie viel Gewinn damit gemacht wird mit diesem Lebensmittelhandel und wie viel
0:17:54–0:17:57
davon auch sozusagen von jedem Produkt, was ihr im Supermarkt kauft,
0:17:57–0:18:00
wie viel davon abgeschöpft wird und zwar abgeschöpft einerseits,
0:18:00–0:18:04
indem es aus der Region wegfließt in zentralisierte Konzerne,
0:18:04–0:18:11
die davon den Eigentümern und Shareholdern und so weiter Gewinne ausbezahlen.
0:18:13–0:18:19
Und damit gleichzeitig eben auch Kosten in der Region entstehen,
0:18:19–0:18:23
die anders nicht entstehen würden oder sogar regeneriert werden.
0:18:23–0:18:27
Also wenn man sich die Umweltkosten anschaut, die Felder, die konventionell
0:18:27–0:18:29
bewirtschaftet sind und irgendwann keine Ernte mehr abwerfen.
0:18:29–0:18:33
Oder es muss immer noch mehr Dünger draufgeworfen werden, was auch wieder zu
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hohen Umweltbelastungen führt und so weiter.
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Also genau, das Geld, was wir sozusagen mehr an die Solavi bezahlen,
0:18:40–0:18:45
theoretisch, bleibt in der Region und kursiert öfter in der Region und bereichert
0:18:45–0:18:49
uns damit alle, uns und die Natur und die Umwelt,
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in der wir leben.
0:18:53–0:18:58
Und deshalb ist dieses, naja, ich spare jetzt 20 Cent, wenn ich in den Edeka
0:18:58–0:19:03
gehe oder in den Rewegehe-Stadt, wenn ich der Solavi sozusagen meinen monatlichen
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Beitrag gebe, der hinkt von vorne bis hinten,
0:19:06–0:19:10
weil eben nicht sichtbar ist, was mit diesem Geld passiert, was ich dem Supermarkt gebe.
0:19:11–0:19:14
Und was eben auch auf dessen Kosten nicht passiert.
0:19:14–0:19:17
Und ich wollte noch ein zweites Beispiel machen, weil was ich so spannend finde
0:19:17–0:19:21
an dieser ganzen Zentralisierungsfrage, Ja, es wird Geld abgeschöpft.
0:19:21–0:19:23
Ja, es entstehen Umweltkosten.
0:19:23–0:19:30
Ja, Menschen sind nicht so zufrieden, wenn sie in einer Solar-Wie auf dem Acker stehen.
0:19:31–0:19:35
Und was ich finde auch sehr gut zu beobachten ist am Lebensmittelsektor,
0:19:36–0:19:38
es geht einfach die Qualität massiv zurück.
0:19:38–0:19:44
Also, und es liegt einerseits daran, dass du natürlich irgendwie als großer
0:19:44–0:19:47
Konzern irgendwie immer kosteneffizienter produzieren willst und da einfach
0:19:47–0:19:51
Einsparungen machst und dann die Tomaten halt nicht mehr in der Erde wachsen,
0:19:51–0:19:54
sondern in irgendwelchen Tinkturen so.
0:19:54–0:19:58
Und es liegt aber auch daran, dass durch eine Zentralisierung und dadurch,
0:19:58–0:20:02
dass die Menschen die Entscheidungen treffen für diese Lebensmittelversorgung,
0:20:02–0:20:06
für die zentralisierte Lebensmittelversorgung, dass die sozusagen keine Rechenschaft
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mehr schuldig sind, auch gegenüber den Menschen, die bei ihnen kaufen.
0:20:10–0:20:14
Also wenn ich bei einer Sola wie mein Gemüse hole.
0:20:15–0:20:18
Oder bei Tay-Key, wo ich meine Zitrusfrüchte bestelle oder so,
0:20:19–0:20:23
dann kann ich da diesem Unternehmen oder der Solavie direkt Rückmeldung geben
0:20:23–0:20:29
und sagen, hey, keine Ahnung, da war eine faule Karotte drin, woran liegt denn das?
0:20:29–0:20:33
Oder keine Ahnung, die Tomaten sind aber klein geraten dieses Jahr, woran liegt denn das?
0:20:33–0:20:38
Und die kriegen sozusagen eine direkte Rückmeldung von den Nutzerinnen ihrer
0:20:38–0:20:42
Lebensmittel und können damit umgehen.
0:20:42–0:20:47
Und du hast da so ein bisschen einen sozialen Kontrollmechanismus drin, in beide Richtungen.
0:20:47–0:20:53
Und dem Supermarktbesitzer, dem ist es aber völlig wurscht, dem ist es einfach
0:20:53–0:20:56
völlig wurscht, was ich zu seinen Produkten sage, weil der so eine Marktmacht
0:20:56–0:20:58
hat, dass es ihm einfach egal ist.
0:20:58–0:21:02
Und wenn wir uns jetzt vorstellen, eine Welt, auf die wir gerade zusteuern,
0:21:02–0:21:03
wenn wir nicht aufstehen und dagegen
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handeln, wo es eben nur noch diese zentralisierten Supermärkte gibt,
0:21:08–0:21:12
denen es egal ist, ob es uns schmeckt, was sie uns verkaufen,
0:21:12–0:21:16
denen es egal ist, was für Umweltkosten sie erzeugen, weil die Politik es eh
0:21:16–0:21:18
nicht schafft zu regulieren, weil sie so viel in Lobbyismus investieren,
0:21:18–0:21:19
dass es einfach nicht passiert.
0:21:20–0:21:24
Also bisher habe ich es zumindest noch nicht erlebt, vielleicht kommt es ja noch und so weiter.
0:21:25–0:21:32
Dann machen wir uns einfach extrem abhängig und setzen sozusagen unsere gute,
0:21:32–0:21:34
qualitativ hochwertige, aber
0:21:34–0:21:38
auch grundsätzliche Versorgung aufs Spiel und unsere Selbstbestimmung.
0:21:38–0:21:41
Weil wenn es nur noch die vier gibt, dann können die auch mit den Preisen machen, was sie wollen.
0:21:41–0:21:46
Dann können die auch einfach sagen, Leute, der Brokkoli ist halt jetzt 50 Cent
0:21:46–0:21:50
teurer, Enthält keine Nährstoffe mehr, aber ist uns ja wurscht.
0:21:50–0:21:55
Und deshalb müssen wir, glaube ich, echt extrem aufpassen, dass wir das einerseits
0:21:55–0:22:02
wirklich begreifen, was das bedeuten würde, von vier Oligopolisten abhängig zu sein.
0:22:03–0:22:08
Und was das auch mit unserer Lebensqualität und mit unserer Gesundheit auch
0:22:08–0:22:10
macht. Ja, aber jetzt darfst du nochmal ergänzen.
0:22:11–0:22:18
Ja, genau. Ich würde gerne nochmal einen Punkt aufgreifen, nämlich Geld und Einkommen.
0:22:19–0:22:24
Das ist nämlich wirklich ein großes Thema. Also das meiste Argument,
0:22:24–0:22:27
wenn ich mit Leuten, also mit Bioläden arbeite, ist,
0:22:27–0:22:33
dass die meisten Kaufentscheidungen aufgrund des Preises passieren und dass
0:22:33–0:22:38
es nur einen kleinen Anteil von Menschen gibt, die sich das leisten können,
0:22:38–0:22:40
nicht auf den Preis zu schauen und einen kleinen Anteil gibt,
0:22:40–0:22:42
die trotz des hohen Preises sagen,
0:22:42–0:22:45
mir ist es aber wichtig und ich entscheide mich trotzdem dafür.
0:22:46–0:22:50
Und gleichzeitig stimmt das auch gar nicht, dass Bio immer teurer ist.
0:22:50–0:22:56
Und in diesen ganzen Strukturen finde ich eine Sache ganz wichtig, sich anzugucken.
0:22:56–0:23:01
Also eines hast du gerade schon erklärt, die ganzen Warenkosten sind nicht eingepreist
0:23:01–0:23:05
und die müssen wir als Gesellschaft trotzdem bezahlen.
0:23:06–0:23:11
Aber ganz viele Initiativen zeigen, dass es total möglich ist,
0:23:11–0:23:14
in ganz vielen Bereichen die Kosten tatsächlich radikal zu senken.
0:23:15–0:23:20
Und da bin ich bei sowas wie der Solabi. Wenn eine Solabi genug Mitglieder hat
0:23:20–0:23:23
und vielleicht auch sowas wie ein Mitmachmodell hat, wo Leute die Bock haben,
0:23:23–0:23:27
einfach ein Stück, also eine Stunde oder zwei im Garten, pro Woche oder pro Monat mitzuhelfen,
0:23:28–0:23:33
dann sinken ja auch tatsächlich die Kosten und der ganze Zwischenhandelfeld weg.
0:23:33–0:23:38
Das heißt, alles, was so mit Direktvermarktung zu tun hat, ist für viele Landwirtinnen
0:23:38–0:23:45
und Landwirte ein ganz wichtiger Ausweg, um einerseits Kundinnen und anderen,
0:23:45–0:23:49
also zu sagen, dass das Gemüse das günstiger wird, das allerbeste Gemüse der Welt.
0:23:50–0:23:55
Und überhaupt aus dieser Knechtschaft der diktierten Preise rauszukommen.
0:23:56–0:24:00
Und das Gleiche gilt ja für alle anderen Versorgungsbereiche auch.
0:24:01–0:24:07
Nämlich, wenn ich in einer selbstverwalteten Wohnungsbaugenossenschaft meine
0:24:07–0:24:10
Wohnung habe, bestimme ich dort mit, wie die Mietpreise sind.
0:24:11–0:24:14
Und habe vielleicht sogar ein solidarisches Mietsystem, was berücksichtigt,
0:24:15–0:24:19
dass Menschen sehr krass unterschiedliche Einkommenssituationen haben.
0:24:20–0:24:22
Oder genauso bei der Energie.
0:24:23–0:24:26
Also jetzt mehr denn je, jetzt gerade wo die Energiepreise so stark steigen,
0:24:27–0:24:30
Wärme vor allen Dingen, das ist ein viel größeres Problem als Strom,
0:24:31–0:24:37
auf Dauer tatsächlich gemeinsam zu organisieren und gemeinsam die Kosten,
0:24:37–0:24:42
aber auch gemeinsam die Erträge zu teilen, ist unterm Strich einfach eine Form,
0:24:42–0:24:45
selber die Preise bestimmen zu können auch.
0:24:46–0:24:53
Und was es aber verlangt von Menschen ist, ein, naja, verlangt klingt schon wieder so anstrengend.
0:24:53–0:24:58
Ich glaube, es macht was möglich vor allen Dingen, nämlich es macht möglich,
0:24:58–0:25:04
das Wissen und das Können, wo auch immer, im Quartier, im Dorf,
0:25:04–0:25:07
in der Kleinstadt der Menschen auch zu nutzen.
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Und ja, es ist viel Energie und Zeitaufwand, aber es lohnt sich,
0:25:11–0:25:16
weil es extrem sinnstiftend ist. Und ja, wir sind alle an Kapazitätsgrenzen.
0:25:16–0:25:19
Und auch da aber zu sagen, hey, da geht es vielleicht auch darum,
0:25:19–0:25:24
klug Kapazitäten aufzubauen, nicht alles alleine zu machen, eben auch Gemeinschaften
0:25:24–0:25:28
aufzubauen, die solche Dinge, die fehlen und die Menschen sich wünschen,
0:25:28–0:25:30
wirklich gemeinsam auf die Beine zu stellen.
0:25:31–0:25:35
Und du hast vorhin nochmal gefragt nach dem Begriff der Resilienz.
0:25:35–0:25:37
Das habe ich vorhin vergessen nochmal zu erklären.
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Ich finde, Resilienz heißt nicht nur krisenfest zu sein. Resilienz bedeutet viel, viel mehr.
0:25:45–0:25:49
Resilienz heißt, dass es eine Gemeinschaft gibt oder eine Struktur oder eine Organisation,
0:25:50–0:25:56
in der die Menschen miteinander in Beziehung stehen und gemeinsam auch füreinander sorgen können,
0:25:56–0:26:01
weil sie, wenn irgendein Problem auftaucht, Kreativität, Ressourcen,
0:26:01–0:26:02
Kapazitäten aktivieren können,
0:26:03–0:26:06
weil eine Verbindung da ist und füreinander einsteigt. denen da ist.
0:26:06–0:26:11
Und durch diese Verbundenheit und dieses gemeinsame Problemlösen,
0:26:11–0:26:17
ja, sie viel eher in der Lage sind, Lösungen zu entwickeln, wenn irgendwas schief geht.
0:26:17–0:26:21
Keine Ahnung, ich bin in der Fuchsmühle zu Hause, der erste Orkan fickt über die Stadt.
0:26:23–0:26:28
Zerstört irgendwie 15 Wohnhäuser und natürlich ist dann das Netzwerk am Start
0:26:28–0:26:32
und alle Leute kommen eines Tages irgendwo unter, weil das eine Selbstverständlichkeit
0:26:32–0:26:35
ist, genau, und werden versorgt.
0:26:36–0:26:42
Und daraus lernt man vielleicht, okay, wir können Wohnraum vielleicht anders organisieren.
0:26:42–0:26:45
Also man geht nach einer bewältigten Krise da vielleicht auch viel kreativer,
0:26:46–0:26:50
mit viel klaren Lösungen auch raus und sagt, okay, lasst uns doch generell Wohnraum
0:26:50–0:26:54
organisieren. Mir steht so viel leer, wir bauen die Häuser nicht neu auf,
0:26:54–0:26:56
wir machen da irgendwie noch eine Solarweh auf die Fläche.
0:26:57–0:27:03
Und diese Anpassungsfähigkeit ist ganz logisch natürlich umso höher,
0:27:04–0:27:09
umso stärker die Bindung, Beziehung und die Bezogenheit auch zwischen den Menschen
0:27:09–0:27:11
in der Region oder in der Struktur auch sind.
0:27:11–0:27:17
Also regionale Resilienz auch einfach als Handlungsfähigkeit,
0:27:18–0:27:21
Problemlösungsfähigkeit vor Ort in Gemeinschaften.
0:27:23–0:27:27
Du hast ja schon eine längere Reise hinter dir. Erstens, weil du älter bist
0:27:27–0:27:33
als ich, aber zweitens auch, weil du schon ganz lange in dem Feld auch einfach unterwegs bist.
0:27:33–0:27:37
Und vielleicht kannst du da uns mal einen kleinen Abriss geben,
0:27:37–0:27:43
wo du schon überall unterwegs warst und was du vielleicht auch aus den einzelnen
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Erfahrungen so mitgenommen hast als Erfahrungen,
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als Erkenntnisse und vielleicht auch als Don'ts.
0:27:53–0:27:55
Do's und Don'ts.
0:27:55–0:27:57
Also was hat vielleicht auch nicht funktioniert?
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Einfach um da von deinem Erfahrungsschatz ein bisschen profitieren zu können, kann man sagen.
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Ja, also ich habe tatsächlich aus diesem Gedanken heraus, das muss doch irgendwie
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anders gehen, nachhaltige Regionalentwicklung studiert.
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Bei Ulf Hane, den ich sehr, sehr schätze, an der Uni Kassel,
0:28:17–0:28:21
der schon lange diese Perspektive auch immer wieder stark gemacht hat.
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Unterjährige Nahtwicklung ist aus verschiedensten Gründen extrem sinnvoll.
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Und damals war es aber noch stark, also vor 20 Jahren, noch stark diese Cluster-Politik.
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Das heißt auch da dieses, okay, lasst uns mal gucken, worin ist eine bestimmte
0:28:34–0:28:37
Region stark und lasst uns dieses Cluster ausbauen, was ja auch total Sinn macht,
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zum Beispiel ein Tourismus-Cluster in einer Region, wo sonst nicht so viel passiert.
0:28:42–0:28:47
Und mich hat dieses Thema aber nicht losgelassen. Und was für mich ganz wichtig
0:28:47–0:28:51
war, war die Zeiten, in der ich bei der Bewegungsakademie gearbeitet habe und
0:28:51–0:28:56
dort mit verschiedenen Akteuren gemeinsam die Praxiswerkstatt ökonomischer Wandel organisiert habe,
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wo ein Jahr lang Menschen miteinander eine Lernreise gemacht haben,
0:29:00–0:29:04
wo es erst darum ging, sich ökonomische Alternativen, also eine gute Kapitalismuskritik
0:29:04–0:29:08
anzueignen oder die eigene auch zu reflektieren und sich dann die ganzen ökonomischen
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Alternativen, die sozusagen gerade gedacht und gelebt werden,
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wirklich auch anzuschauen und dort mit Leuten zu sprechen, die in diesen Feldern unterwegs sind und,
0:29:18–0:29:22
In diesen Kreisen um Gemeinwohlökonomie, um Kommening,
0:29:22–0:29:27
um Tauschlügefreiheit, um solidarische Ökonomie, um Plattformökonomie,
0:29:27–0:29:34
hat sich für mich immer mehr herauskristallisiert, dass wenn wir Wirtschaften anders definieren.
0:29:35–0:29:38
Dann wird irgendwie ein Schuh draus.
0:29:38–0:29:42
Und zwar, wenn wir sagen, okay, es geht darum, gemeinsam für die Bedürfnisse
0:29:42–0:29:46
der Menschen zu sorgen und dafür Strukturen zu finden,
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die den Menschen sinnstiftend tätig sein können und in der wir möglichst die
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Schäden, die wir der Natur verursacht haben, auch wieder gut machen.
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Also eine Form von regenerativen Bezogensein auch auf die Natur und auf das Miteinander.
0:30:04–0:30:08
Und ich finde es schön, von Fürsorgendenwirtschaft zu sprechen,
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weil das das so auf den Punkt bringt.
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Und das wird für mich am stärksten deutlich in der Arbeit, die vor allen Dingen
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Silke Helfrich in Deutschland ganz stark gemacht hat, die leider 2021 verstorben
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ist, nämlich das Thema Commoning,
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wo sie dort auch so eine Art Mustersprache entwickelt hat, die eine Kultur beschreibt,
0:30:27–0:30:33
wie dieses Gemeinschaften, dieses gemeinsame Sorgen und Produzieren wirklich
0:30:33–0:30:39
auch funktionieren kann, was man eben auch solche Strukturen wie ein Kommensverbund, eine Solabi,
0:30:39–0:30:41
eine Regionalentwicklung auch tatsächlich gut anwenden kann.
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Und im Netzwerk ökonomischer Wandel waren diese ganzen VertreterInnen,
0:30:48–0:30:53
auch über mehrere Jahre unterwegs gemeinsam und haben dort die verschiedenen
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Alternativen nebeneinander gelegt, also vor allen Dingen in den Jahren 2019
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bis 2021 und haben lange diskutiert.
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Und versucht das zusammenzubringen und letzten Endes ist so ein Dreiklang entstanden,
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der leicht zu merken ist, nämlich die Ansage ist, lasst uns wirklich kommensbasiertes
0:31:11–0:31:16
Wirtschaft ausbauen und dazu gehört auch die Frage nach Eigentum,
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also wie kann eigentlich auch anderes Eigentum funktionieren?
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Da gibt es auch viele, viele Ideen.
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Das ist auch nochmal eine eigene Folge wert, glaube ich.
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Lasst uns das, wo Markt notwendig ist, wirklich am Gemeinwohl ausrichten,
0:31:30–0:31:34
also die Gemeinwohlökonomie da auch rausholen und ganz wichtig,
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wirtschaftliche Prozesse wieder stärker zu demokratisieren.
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Also Menschen vor Ort mitentscheiden zu lassen, was es braucht,
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wie es produziert wird, von wem und weg von dieser Abhängigkeit.
0:31:46–0:31:50
Also diese Vorstellung, wenn man eine Karte macht von Deutschland und guckt,
0:31:51–0:31:54
wer hat eigentlich die Möglichkeit, noch jenseits der vier Riesen einzukaufen,
0:31:54–0:31:56
dann dünnt sich das ganz schön aus.
0:31:57–0:32:01
Genau, und was ein ganz schönes Projekt war, was nämlich auch nach Nordhessen
0:32:01–0:32:04
gelockt hat, ist das Reallabor, kooperatives Wirtschaften.
0:32:05–0:32:11
Ein richtig tolles Projekt mit der Wirtschaftsförderung, mit dem Landkreis,
0:32:11–0:32:14
mit der Bürgerenergiegenossenschaft, mit vielen Akteuren, mit dem Vereinigten
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Regionalentwicklung, der seit 30 Jahren in der Region aktiv ist,
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wo es wirklich darum ging, auf einer politischen Ebene mit den Wirtschaftsakteuren
0:32:25–0:32:30
gemeinsam zu gucken, Wie können wir in Nordhessen eigentlich kooperative Strukturen
0:32:30–0:32:31
und Verbünde wirklich auch aufbauen?
0:32:32–0:32:37
Und wir haben da zwei Jahre lang richtig viel getroffen, eine große Zukunftskonferenz
0:32:37–0:32:41
gemacht und daraus sind auch Strukturen entstanden, die weiterhin tragen.
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Zum Beispiel ist ein Ernährungsrat entstanden, es ist ein Stammtisch für gemeinschaftliches
0:32:47–0:32:51
Wohnen entstanden, es ist im Bereich Ernährung ein Verein entstanden,
0:32:51–0:32:57
der so eine Art Dachstruktur für die lokalen zähen solidarischen Landwirtschaften
0:32:57–0:33:00
bildet, weil auch da deutlich wird, als ein Element von Regionalentwicklung,
0:33:00–0:33:06
die haben alle ähnliche Probleme und es ist sinnvoll, da Unterstützungsstrukturen herzustellen.
0:33:07–0:33:09
Genau, und da arbeiten wir auch dran.
0:33:10–0:33:13
Es gab jetzt eine Botschafterinnen-Schulung für die Solaristas.
0:33:14–0:33:19
Genau, und letzten Endes, ja, die Arbeit eben im CSX-Netzwerk,
0:33:19–0:33:24
dort vernetzen wir uns bundesweit mit Brandenburg, einer Dachgenossenschaft,
0:33:25–0:33:28
mit München, was dort ringsum Tagwerkgenossenschaft passiert.
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Wir haben starke Kontakte zu Freiburg, wo im Bereich Ernährung auch gerade ein
0:33:33–0:33:37
starkes Netzwerk entsteht, was in Gemeinschaftsgetragen in die Regionalentwicklung geht.
0:33:38–0:33:41
Und natürlich auch hier vor Ort, jenseits der Fuchsmülle auch,
0:33:41–0:33:43
viele Strukturen hier in der Region.
0:33:44–0:33:48
Und da geht es vor allen Dingen darum, dass wir ganz konkret gucken,
0:33:48–0:33:51
okay, was machen wir, was ist unsere Analyse, was braucht es,
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wie können wir das machen, wie können wir Ressourcen organisieren und da auch
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eine gute Struktur schaffen, wo alle voneinander lernen können.
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Genau, das ist so das, wo ich bisher so unterwegs bin.
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Und die Fragen sind, die Erkenntnis aus dieser Arbeit in den verschiedenen Strukturen
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lokal und bundesweit ist, so dieser Satz von den Zapatistas,
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Fragen schreiten wir voran.
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Die Ausrichtung ist klar, es geht um lebensdienliches Wirtschaften,
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für alles geht um das gute Leben, es geht um gutes Essen, um schönes Wohnen,
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um Gemeinschaft und sinnstiftendes Arbeiten als Visionen.
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Und um Selbstbestimmung und eine Vollfreiheit, in der wir uns da auch bewegen können da drin.
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Und genau, dieser Satz, Fragen schreiten wir voran, heißt für mich,
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ja, wir gucken immer wieder und wir lernen einfach immer wieder Austausch, Beziehungsaufbau,
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Austauschstrukturen voneinander lernen, konkrete Projekte initiieren,
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aus diesen Projekten lernen, uns kritisches Feedback einholen,
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dass das so der Weg ist, in dem so inkrementell Dinge entstehen,
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die total sinnvoll sind.
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Was glaubst du sind so Grundlagen, damit Regionalentwicklung,
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gemeinschaftsbasierte Regionalentwicklung oder Commons Regionalentwicklung funktioniert?
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Einer meiner wichtigsten Muster aus der Commoning-Muster-Kartensammlung ist,
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sich in Vielfalt gemeinsam ausrichten.
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Und auch so ein bisschen so typische linke Verhaltensmuster,
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ein bisschen sozusagen zu verlernen nach der Frage, was ist jetzt genau das Richtige?
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Also ich glaube, was so eine wichtige Grundlage ist, ist irgendwie eine Idee
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haben, wie es gehen könnte.
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Vorangehen, schnell scheitern, schnell lernen, es besser und anders machen und
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so vorangehen und Und genau, das ist so das eine,
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konkret, also mutig sein, Sachen zu machen und auch sozusagen fehlerfreundlich
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unterwegs zu sein und ganz stark die Gemeinschaften, die anderen,
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die auch auf demselben Weg sind, als Ressource zu erleben, als Ausdachsressource, als Feedbackraum,
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als InputgeberInnen zu erleben.
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Ja, und was natürlich nicht, also was auch ein Learning ist aus dem Reallabor
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ist, Politik und Strukturen sind richtig wichtig,
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aber unterm Strich sind es dann doch die zivilgesellschaftlichen Akteure,
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die wirklich die konkreten Sachen auch umsetzen und voranbringen.
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Aber gleichzeitig ist es auch wichtig, die Ressourcen dafür zu schaffen.
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Und da ist gerade die Stiftung Gemeinschaftsgetragen in Gründung und am Staat,
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wo es genau darum geht, auch das ewige Problem, dass Menschen neben ihrer Lohnarbeit
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nicht auch noch eine Energiegenossenschaft aufbauen können,
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dieses Problem zu lösen, indem es Möglichkeiten geben kann,
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irgendwann Menschen ihre Lohnarbeit wirklich in diesem TSX-Feld machen zu können.
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Und da laufen auch verschiedene Förderanträge.
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Das ist so eine kritische Pfad. Also die Kapazitäten ist eine ganz kritische Pfad.
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Genau, da sind wir schon bei den Sachen sozusagen gelandet. Was hindert denn Regionalentwicklung?
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Und so würdest du vor allem sagen, sind die zeitlichen und damit irgendwie auch
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finanziellen Ressourcen, also irgendwie dieses, okay, Menschen müssen halt Lohn arbeiten,
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um sich selbst zu finanzieren und können nicht parallel das machen und können
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sich auch nicht sozusagen freistellen lassen, in Anführungszeichen,
0:37:22–0:37:24
oder sich selber freistellen und das tun?
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Würdest du sagen, das sind so die größten Hinderungspunkte?
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Das ist sozusagen auf der Kapazitätenseite, ja, das ist ganz wichtig,
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aber was ich fast noch wichtiger und größer finde, ist so das Stichwort,
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so mentale Infrastrukturen, also was sind unsere Denkgewohnheiten, unsere Muster,
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wie die Welt funktioniert und dass wir ganz wenig,
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also in so normalen Erwachsenwerden leben, arbeiten, lernen wir überhaupt nicht,
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auf Augenhöhe in Gruppen miteinander Dinge auszuhandeln und zu entscheiden.
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Umzusetzen und auch überhaupt ein Bewusstsein dafür zu haben, wie wichtig es ist,
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also immer mehr Sachen auch selber in die Hand zu nehmen, die einfach durch
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Staat und Markt nicht gut organisiert sind und wo ich auch die Hoffnung aufgegeben
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habe, dass sie das können.
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Es gibt immer so eine kritische Masse, die von den Werten her eigentlich das
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möchte, alle finden regional gut, aber kaufen dann doch billig ein.
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So dieses, okay, was braucht es denn, damit das in den Köpfen anders passiert.
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Und das finde ich ganz spannend.
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Wir haben neulich in einem Forschungsprojekt, wo wir beide auch aktiv sind,
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festgestellt, dass wir von den Werten eigentlich 25 Prozent der Bevölkerung
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erreichen mit dem, was wir wollen. Und das ist eine große Menge.
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Und das ist ganz stark an der Kommunikation liegt, dass wir Menschen nicht erreichen
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und ich so ein großer Schwerpunkt in der Arbeit ist für mich immer mehr Übersetzungsarbeit
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zu leisten und mit Menschen zu reden,
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mit Leuten in meinem Umfeld zu reden, gar nicht davon auszugehen,
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dass Menschen irgendwie,
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wenn ich von Gemeinschaft getragen spreche, schon wissen, wovon ich spreche
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und mich damit auch zu zeigen, was mir darin wichtig ist.
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Also diese Überzeugungsarbeit, diese alltägliche, auch mit guten,
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also mit guter Pressearbeit etc., guten Veranstaltungen, das ist,
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glaube ich, die absolute Basis, die gerade noch zu kurz kommt.
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Voll spannend, weil ich würde gerne nochmal auf diese mentale Infrastruktur drauf eingehen.
0:39:34–0:39:39
Also die Glaubenssätze, nach denen wir selbst leben und handeln,
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also das, was wir als normal empfinden.
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Und ich glaube, was da so ein Ding ist, was vielleicht auch nur,
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also was vielleicht diese zeitliche und finanzielle Knappheit auch nur vorschiebt.
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Also tatsächlich habe ich so viele Menschen in meinem Umkreis wie also ne,
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Wie keine Generation vor mir, also wenn ich jetzt meine Mutter oder meine Oma
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oder so betrachte, die eigentlich nicht mehr arbeiten müssen.
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Also die eigentlich so viel Rücklage auf dem Konto haben, dass sie sagen,
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okay, die nächsten zehn Jahre muss ich eigentlich nicht mehr arbeiten.
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Oder die auch locker sagen könnten, es würde auch reichen, wenn ich nur noch
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die Hälfte der Zeit arbeite. arbeite, und da geht es ja schon los,
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nämlich Lohnarbeite. Was bedeutet arbeiten?
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Bedeutet ja, dass ich irgendwo hingehe, für irgendein Unternehmen,
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für irgendeinen Arbeitgeber, meine Zeit aufwende und dafür Geld bekomme.
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Und das, und das ist der zweite Glaubenssatz, also Arbeit ist das,
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das ist der erste, ich bekomme Geld dafür, für das, was ich tue.
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Und der zweite Glaubenssatz ist, ich mein Wert, den ich in dieser Gesellschaft
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habe, und mit dem ich mich identifiziere, hängt davon ab, wie viel ich denn
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bekomme für diese Arbeit auch.
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Und das macht zwei Dinge unmöglich, würde ich sagen. Nämlich das macht unmöglich,
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dass du gerne und irgendwie selbstverständlich auch irgendwie mit anpackst,
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wenn andere Arbeit entsteht.
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Also diese fürsorgende Arbeit eher, aber auch die Arbeit, mal am Nachmittag
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auf der Solavie auf dem Acker zu unterstützen.
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Da merken dann, also ich glaube, da kommt so eine Enge oder so eine Beklemmung
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rein, weil viele Leute denken,
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das ist ja jetzt irgendwie, jetzt muss ich da mitarbeiten und ich bezahle doch
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trotzdem aber meinen monatlichen Beitrag dafür und das ist doch eine Arbeit,
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für die ich nicht entlohnt werde, dass es irgendwie,
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Das ist irgendwie falsch, das fühlt sich nicht richtig an, das fühlt sich so
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an, als würden die mich ausnutzen, als würden die mir etwas von meinem Wert wegnehmen oder sowas.
0:41:39–0:41:44
Also ich glaube, dass das, das merkt man ja auch überall,
0:41:44–0:41:48
ehrenamtliche Arbeit geht zurück und so weiter, weil einfach diese neoliberale
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Gegenüberstellung von Arbeit ist das, was du tust und Geld dafür bekommst,
0:41:54–0:41:57
im Gegensatz zu dieser Leisurey Time,
0:41:57–0:42:02
also dieser Freizeitgestaltung, wo ja viele Menschen mittlerweile auch im Freizeitstress sind,
0:42:02–0:42:07
wofür du Geld bezahlst und Erholung,
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Spaß, bla bla bla bekommst.
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Und das aber auch sozusagen.
0:42:13–0:42:18
Ich glaube, viele kennen das schon, dass man auch an Arbeit Spaß haben kann.
0:42:18–0:42:24
Also, dass bestimmte produktive Tätigkeiten, die man so macht und reproduktive
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Tätigkeiten auch einfach schön sind und schön sein können.
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Gemeinsam einen gemeinsamen Umzug zu gestalten mit Freunden, kann schön sein.
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Gemeinsam irgendwelche Dinge zu ernten und einzulegen, zu verarbeiten,
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gemeinsam kann schön sein, kann Freude bringen, kann total viel Selbstwirksamkeit bedeuten.
0:42:42–0:42:47
Und trotzdem ist es, glaube ich, in unseren Köpfen, in dieser mentalen Infrastruktur
0:42:47–0:42:51
so mittlerweile so tief eingesunken, dass es eben diese eine Arbeit gibt,
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da bekommst du Geld für und diese andere Freizeit gibst.
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Da musst du eigentlich Geld für bezahlen und das darf auch nichts mit Arbeit zu tun haben.
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Und ich glaube, in diesem Dualismus, der tut uns nicht gut und da verliert auch
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Leben an Qualität, wenn man das so macht.
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Also man ist dann im Stress auf der Arbeit, wo man sein hart verdientes Geld
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bekommt und das gibt man dann wieder im Freizeitstress in irgendwelchen Centerparks
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oder in irgendwelchen Konsumfreizeitorten.
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Also genauso teuer aus, ohne dass es wirklich schön ist, um ehrlich zu sein.
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Und ich glaube, dieser Dualismus ist ein Problem für das, was wir aufbauen wollen.
0:43:33–0:43:37
Und ich frage mich halt so, wie wir, also genau, ich frage es mich eigentlich
0:43:37–0:43:40
nicht, weil eigentlich sind ja die Erfahrungen, die wir gemeinsam machen,
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wo wir merken, ah, gemeinsam irgendwas zu gestalten, gemeinsam was zu erschaffen, was zu schaffen.
0:43:46–0:43:51
Gemeinsam was zu schaffen kann ja auch mega schön und selbstwirksam und sinnstiftend sein.
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Nur ist es manchmal, glaube ich, die Herausforderung, die Leute da,
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so zu dieser ersten Erfahrung hinzuführen. Und das frage ich mich manchmal.
0:43:58–0:44:02
Wie kriegen wir die eigentlich in diese Erfahrung, die sozusagen diese mentale
0:44:02–0:44:06
Infrastruktur auch infrage stellt, wie kriegen wir die da überhaupt rein?
0:44:08–0:44:14
Ja, mit Praxis. Da sind wir, genau, ich würde gerne noch was zu den mentalen
0:44:14–0:44:18
Infrastrukturen sagen und dann ist das ja auch schon eine richtig gute Überleitung
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zu den Regionalverwieberinnen.
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Genau, also was ich auch richtig wichtig finde ist diese Frage also was zu knacken
0:44:28–0:44:31
gilt ist das Geld Gleichsicherheit bedeutet,
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Und dass deswegen so dieses für sich Wirtschaften, möglichst viel Ansparen,
0:44:36–0:44:40
möglichst viel Arbeiten, dass das so ganz tief eingeschrieben ist in uns.
0:44:40–0:44:44
Und dass wenn wir da aber mal innehalten und uns fragen, okay,
0:44:44–0:44:48
was gibt eigentlich wirklich Sicherheit, wenn es mir schlecht geht,
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dann sind das soziale Beziehungen und eine gute Infrastruktur.
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Aber eine gute gesundheitliche Infrastruktur auch im ländlichen Raum,
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eine gute Einkaufs- und Versorgungsinfrastruktur auch im ländlichen Raum,
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eine gute soziale Infrastruktur, wo Menschen einfach Spaß haben.
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Und gerade wenn ich auch an ältere Menschen denke, zu sagen, hey, es geht auch darum,
0:45:10–0:45:16
die Ältesten wieder mehr zu schätzen und deren Können und Wissen nicht sozusagen
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auf den Alterskompost zu werfen, sondern zu sagen, hey, das ist wichtig.
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Die haben uns was beizubringen, die wollen was beitragen.
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Und so sich klar zu machen, Sicherheit entsteht durch gute, soziale,
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verbindliche, vertrauensvolle Strukturen, in der Menschen einfach füreinander da sind.
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Und das Gemüse im Garten wächst und das Gesundheitskollektiv um die Ecke ist
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und sich mit Widmung kümmern kann.
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Und die Wärme für die Dusche und die Badewanne am Abend aus der Solarthemie
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kommt. Und das Schwimmbad funktioniert, weil es einen tollen Schwimmbadverein gibt.
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Und genau und deine Frage ist ja, wie schaffen wir das denn,
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dass Menschen andere Erfahrungen machen und da bin ich,
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genau, das Stichwort Erfahrungsräume, niedrigschwellig und das hat auch was
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zu tun, da fasse ich mich auch in meine eigene Nase, was ich vorhin schon gesagt
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habe, Kommunikation, wie beschreiben wir Dinge, wie schaffen wir eine einfache
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Sprache, um das zu vermitteln,
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was uns wichtig ist und um an Werte der anderen, also an Werte der Menschen
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anzuknüpfen, die wir erreichen wollen.
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Aber dieses Erfahrungsräume schaffen ist oft was ganz,
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ganz banal ist, was auch an Erfahrungen von Menschen anknüpft.
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Und da kann ich so ein paar Beispiele aus der Fuchsmülle nennen,
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wo Menschen Dinge in die Hand genommen haben, die gut funktionieren.
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Zum Beispiel Apfelsaftpressen.
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Viele Leute haben Äpfel in ihren Gärten stehen und es gibt mobile Saftpressen
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und dieses gemeinsame Erlebnis zu schaffen, dass in einem öffentlichen Raum
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auf dem Marktplatz die Saftpresse steht, alle mit ihren Äpfeln kommen und erleben,
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ich muss ja nicht genau den Saft kriegen, den ich da an Äpfeln abgeliefert habe.
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Es ist toll, dass hier Apfelsaft entsteht und ich nehme einfach so viel mit, wie ich brauche.
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Das ist eine Lernerfahrung, wo es darum geht, beizutragen und das zu bekommen, was ich möchte.
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Oder Kleidertauschparty, gerade erst letztes Wochenende zu sehen. Ah ja.
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Leute haben Klamotten über, das Thema Klamotten ist eh auch ein unfassbares, großes Thema.
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Und sagen, hey, lass uns Klamotten wertschätzen, wenn wir sie nicht mehr tragen,
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lass sie uns tauschen, da fließt kein Geld.
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Sondern sie sollen einfach dort landen, wo sie noch geliebt und genutzt werden.
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Und lass uns nebenbei noch ein Repair-Kaffee machen, wo Lieblingsteile repariert werden.
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Und da die Erfahrung zu machen, dass es Spaß macht und auch da fließt kein Geld.
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Da können Leute gerne eine Spende für den Kuchen da lassen, wenn sie wollen.
0:47:40–0:47:46
Aber da geht es weg davon, dieses für jenes zu tauschen und auch zu merken,
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Leute trauen sich nicht, sich einen Kuchen und einen Kaffee zu nehmen und fragen
0:47:50–0:47:52
sofort, ah, wo kann ich das denn bezahlen?
0:47:52–0:47:55
Und sagen, muss das nicht bezahlen? Da hat jemand Spaß daran gehabt,
0:47:55–0:47:56
diesen Kuchen für uns zu backen.
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Nimm die einfach und freu dich drüber. und wenn du aber das Projekt hier unterstützen
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willst, hier ist eine Spättenkasse für das Gesamtprojekt, tu es gerne da rein, wir können es brauchen.
0:48:04–0:48:09
Und da so Erfahrungen zu machen, wo so ein tauschlogikfreies Miteinander funktioniert,
0:48:09–0:48:15
wo Spaß funktioniert, wo Dinge möglich werden auf einmal und das auch wirklich.
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Auszudehnen und genau, das ist so was, wo ich so denke, in der Richtung viel,
0:48:21–0:48:24
viel mehr möglich zu machen, dort hinzugehen, wo die Menschen sind.
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Ein Beispiel, weil mir das richtig gelungen war, möchte ich gerne noch einbringen
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zum Thema Erfahrungsräume.
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Wir haben 2021 in der Fuchsmühle ein Oasenspiel gemacht. Das ist ein Beteiligungsformat,
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was über mehrere Tage läuft.
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In dem sich eine Gruppe zusammentut und von Haustür zu Haustür läuft und Menschen
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befragt oder auch Menschen auf der Straße befragt, hey, was gefällt dir an diesem Ort?
0:48:49–0:48:52
Was siehst du für Potenziale? Was fehlt dir? Was ist deine Vision?
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Was, wenn wir zaubern könnten, was sollte hier entstehen? Und wir haben daraus
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so ein großes leerstehendes Schaufenster gestaltet, wo Leute so ihre Träume
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in großen Sprechblasen dann sehen konnten.
0:49:06–0:49:09
Und da ging es um, hey, ich möchte, dass mir mein Schachspielen beibringt.
0:49:09–0:49:11
Ich wünsche mir ein Nähcafé, ich wünsche mir mehr Kinderbetreuung,
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ich wünsche mir mehr Austausch für ältere Menschen,
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ich wünsche mir, dass jemand mit meinen Kindern das und das macht und zu sehen,
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wow, da gibt es eigentlich ganz viele Wünsche und jetzt braucht es eigentlich nur noch Leute,
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die den Schritt gehen und sagen, okay, da gibt es einen Bedarf,
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ich nehme das in die Hand, dass das organisiert wird.
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Superschön. Auch wenn ich super gerne noch länger über die mentalen Infrastrukturen
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sprechen würde, merke ich.
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Vielleicht nachher nochmal. War das ja aber eine wirklich schöne Überleitung
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zu unserem Projekt, was gerade im MYZELIUM läuft.
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Das Regionalverweberinnen-Projekt, ursprünglich mal Gemeinschaftsgärtnerinnen.
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Wir haben uns jetzt für einen anderen Begriff entschieden, RegionalverweberInnen.
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Also Regionalverweber und RegionalverweberInnen.
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Das ist gefördert von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Vielen Dank dafür.
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Und ermöglicht uns eben, dass zwei Menschen, nämlich du und Johanna aus unserem
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Myzelium, sich damit beschäftigen, okay, wie könnte denn,
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Ja, wie könnten denn Menschen in Regionen zu Regionalverweberinnen werden?
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Und vielleicht magst du mal erzählen, was verstehen wir unter Regionalverweberinnen
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und was soll da passieren in diesem Projekt?
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Also ein Ausgangspunkt für die Idee, diese Ausbildung anzubieten,
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war, es gibt die Bedarfe und es gibt die Ideen und es gibt Möglichkeiten, Dinge umzusetzen.
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Aber es fehlt oft sozusagen an dem kleinen Schubs oder vielleicht auch an der
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Unterstützung, dass Menschen, die Kapazitäten haben, wie zum Beispiel auch ältere
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Menschen, wirklich auch ins Tun zu begleiten.
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Und eine zweite Erkenntnis, auf der das Projekt fußt, ist, dass Gemeinschaften
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dann eigentlich vor allen Dingen entstehen, wenn es nicht irgendwie nur einen
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gemeinschaftsgetragenen Bäckereiladen gibt,
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sondern wenn das auch ein Ort ist, wo mehr passiert.
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Also wo man hingeht, wo man Leute trifft, wo Veranstaltungen stattfinden,
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also sogenannte dritte Orte, die mehrere Funktionen vereinen und wo Begegnung
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stattfindet, wo Ideen entstehen, also sozusagen der öffentliche Küchentisch.
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Und da gibt es viele, viele Vorbilder für und zu sagen, hey,
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lasst uns schauen, dass wir das ein Stück weit als Blaupause nehmen,
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damit mehr Gemeinschaft entstehen kann und natürlich auch unsere Bio-Läden,
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die wir begleiten, weil dort finden die Menschen auch oft viel Austausch,
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Begleitung und dort entstehen auch Dinge, gerade wenn sie jetzt auch sich mehr
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als Gemeinschaft verstehen.
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Und die Rolle der Regionalverweberin sind eigentlich, das möchte ich auch gerne
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wirklich niedrigschwellig beschreiben,
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es geht darum, dass Menschen erkennen, was fehlt.
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Und dass Menschen Ja sagen dazu, in eine Rolle zu gehen, anzufangen,
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auszuloten, was da möglich ist, zu organisieren.
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Und das heißt, einerseits zu schauen, also wirklich auch auf Menschen zuzugehen,
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Beziehungen zu knüpfen, Räume zu schaffen, Treffen zu organisieren zu einem bestimmten Thema.
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Ich mache jetzt mal ein Fantasiebeispiel.
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Eine Bäckerei in einer kleinen Stadt beschließt zu schließen innerhalb des nächsten Jahres.
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Das finden sich zwei, drei Leute, die sagen, hey, die machen so tolle Croissants.
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Also ohne diese Bäckerei ist das Leben hier nur noch halb so schön.
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Ich möchte diesen Laden gerne unterstützen. Und das könnten dann Regionalverweberinnen
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sein, die einladen, hey, also die zu der Bäckerin gehen und sagen,
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hey, wir wollen dich gerne unterstützen. Die Bäckerin sagt dann,
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ja geil, lass uns das machen.
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Hier ist ein Fonds von der EU, da kann man irgendwie Leute unterstützen lassen finanziell.
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Lass uns einen Antrag schreiben.
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Und dass die dann anfangen, Treffen zu organisieren, Ideen zu entwickeln,
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ein Konzept zu entwickeln und dass diese Bäckerei durch die Arbeit der Regionalverweberinnen
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zu einem dritten Ort wird, der Anlaufstelle ist, wo Veranstaltungen stattfinden, etc.
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Das ist so eine Fantasie dazu und Gemeinschaften können aber überall entstehen.
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Also die können ganz neu entstehen.
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Es können auch Menschen sein, die die Gemeinschaften in den Läden,
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die wir begleitet haben, stärken wollen, die sich darum kümmern,
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dass die Mitglieder von den Bioläden, von den Klöstern,
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die Mitglieder vom Stegreiforchester, also auch so eine Gemeinschaft,
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die ja auch entstanden ist aus bestimmten Gründen, dass die auch anfangen,
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sich mehr als Gemeinschaft zu verstehen, weil oft sind die Ladnerinnen gar nicht
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so stark in der Lage, auch noch die Gemeinschaft gut zu organisieren.
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Oder wie bei uns jetzt im Werra-Meißner-Kreis mit dem Verein WMK Solawi.
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Die ganz konkrete Unterstützungsarbeit für die Slavis zu machen,
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indem es Ausbildung gibt für Botschafterinnen, die Mitglieder werben,
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die Öffentlichkeitsarbeit machen, die Verarbeitung anbieten etc.
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Es geht darum, diese Rolle zu stärken, also einerseits Teil von der Struktur
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zu sein, aber auch mit so einem Draufblick von,
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was braucht es, damit der Prozess ins Laufen kommt, Und da wie so eine Art Moderationsrolle,
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Prozessgestaltungsrolle zu übernehmen und da so ein Team für sich aufzubauen,
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was hoffentlich dazu führt, dass wieder mehr Miteinander und Engagement und
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Selbstermächtigung in Orten stattfinden kann.
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Genau und vielleicht ganz konkret, wenn ihr denkt, das hört sich ja gut an,
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das hört sich nach was an, auf das ich Lust habe, dann lade ich euch erstens
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ganz herzlich ein zu MYZELIUM Mitte am 13.
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Mai, Mittwochabend um 20 Uhr. Die Veranstaltung findet ihr auch auf unserer
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Webseite www.MYZELIUM.com.
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Da könnt ihr euch noch mehr dazu informieren, was heißt Regionalverweberin zu
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werden und zu dem Projekt, aber auch zu dem Thema CSX Regionalentwicklung allgemein.
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Werden wir da auch nochmal den Podcast nachbesprechen, den wir gerade aufnehmen.
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Und genau, wir werden auch so Richtung Sommer, Richtung Juni,
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sage ich mal, eine Stellenausschreibung wirklich auf die Webseite setzen und
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verbreiten über den Newsletter und so weiter.
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Also abonniert den, wenn ihr den noch nicht habt, wo wir nach potenziellen Regionalverweberinnen
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suchen für in fünf Regionen.
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Und der Auftakt für diese Regionalverweberinnen-Ausbildung und für den Staat
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sozusagen gemeinsam diese Rolle zu erkunden in den verschiedenen Regionen,
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in einer von uns begleiteten Gruppe und in einer Art Online-Ausbildungsformat,
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aber auch offline, auch vor Ort natürlich.
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Natürlich der Auftakt für diese Lernreise, für diese gemeinsame, wird der 18. bis 20.
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September sein, auf unserem Ökosystemtreffen, was wir auch schon einigermaßen geplant haben.
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Genau, Karin, vielleicht kannst du da auch noch, weil Karin organisiert auch
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dieses Treffen für den MYZELIUM Ökosystemverein.
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Genau, vielleicht kannst du da schon mal sagen, was ist denn schon bekannt, was wird da passieren?
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Also was wir da vorhaben, ist, dass wir uns gedacht haben, wir wollen innerhalb
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von Mezellum und innerhalb vom Ökosystem in dieser ganzen bundesweiten Struktur,
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wo es ja auch das CSX-Netzwerk gibt, wo es bald die Stiftung gibt,
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die Stiftung Gemeinschaftsgetragen, wo es viele regionale Initiativen gibt, zu sagen, hey,
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lasst uns CSX wirklich mal in so einer regionalen Praxisperspektive anschauen.
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Also was passiert konkret vor Ort?
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Das heißt, wir werden ein Format haben, wo wir anders als sonst tatsächlich
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einen Tag lang uns hier konkrete Projekte anschauen.
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Eins davon wird die Fuchsmühle sein, wo wir das, was ich am Anfang geschrieben
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habe, die Commons-Struktur und den Commons-Verbund uns anschauen.
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Der zweite Ort wird sein das Intercom-Netzwerk, weil es in Nordhessen Kommunen gibt,
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die schon seit 30, 40 Jahren existieren und die schon längst verstanden haben,
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dass es total sinnvoll ist, die eigenen Strukturen, also die haben auch alle
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eigene Betriebe, viel auch im landwirtschaftlichen Bereich, aber auch in der Pflege und im Handwerk.
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Dass es sich darum geht, sich an zu gucken, okay, was machen die eigentlich,
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wie sorgen die eigentlich in einer,
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kommensbasierten, beitragenden Haltung, fürsorgenden Haltung,
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dafür die Bedarfe innerhalb dieser ganzen Gemeinschaften miteinander auch zu versorgen.
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Genau. Ich habe noch eine Ergänzung zu den Rollen der Regionalverweberinnen,
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damit es nicht so eingegangt ist, das würde ich gerne noch hinten dran hängen, also genau, es geht,
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Ich habe jetzt das eine Beispiel benannt, dieses Café oder die Gemeinschaften in den Bioläden.
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Es kann aber auch um etwas ganz anderes gehen.
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Es kann darum gehen, einen eigenen Dorfladen aufzumachen, einen Hof zu beleben
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oder einen Pflegebauernhof draus zu machen.
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Es geht aber auch um Strukturen, in denen wir noch nicht so stark drin sind.
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Und zum Beispiel auch kirchliche Strukturen mehr einzubinden oder auch das Dorfgemeinschaftshaus
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wieder zu beleben als dritten Ort.
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Und da auch mal so ein bisschen aufmerksamer und spüriger zu sein,
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was eigentlich jenseits der Bubble passiert an Gemeinschaftsbildung,
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wie sich diese Strukturen auch besser verweben können,
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weil es letzten Endes ja um die
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Menschen geht, die halt nicht nur in der Solabi und in der Kirche sind,
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sondern halt auch die, die vielleicht bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im
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Schwimmbadverein aktiv sind und da zu schauen, was geht da.
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Also heißt, ihr müsst kein sozial-ökologischer Aktivist sein,
0:58:52–0:58:57
Das ist nicht das Qualitätskriterium, das Eintrittskriterium, sondern die Grundlage,
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um Regionalverweber, Regionalverweberin zu werden, wäre,
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okay, ich habe Lust zu entdecken, was eigentlich fehlt in meiner Region oder
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auch vielleicht eine Empörung darüber, was es alles schon nicht mehr gibt in
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der Region und gerne aus allen möglichen, ich nenne es jetzt mal traditionelleren Vereinen,
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Vereinigungen, Organisationen, wie zum Beispiel der Kirche oder dem Schwimmbadverein
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in Neudenau, wo ich regelmäßig ja campen gehe und den Silke Helfrich ja auch
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genau beschrieben hat in ihrem Comments-Buch. Genau, Grüße auch dahin.
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Genau, also meldet euch gerne bei uns, kommt zum MYZELIUM Mitte,
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wenn es euch interessiert, abonniert den Newsletter, dann verpasst ihr auf jeden
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Fall diese Ausschreibung nicht
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und merkt euch schon mal das Datum für das Ökosystemtreffen 18. bis 20.
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September in der Wegwarte in Nordhessen.
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Karin, letzte Worte und dann kommen wir zum Abschluss.
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Genau, als es darum ging, was sind die Voraussetzungen, die wir nicht mehr haben,
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die es vielleicht vor 10, 20 Jahren noch gab.
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Und ich würde es anders formulieren, als ich es gesagt habe vorhin.
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Also sozusagen Voraussetzungen, die wir nicht mehr haben, ist,
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dass wir in einer friedlichen Welt leben, dass wir sichere Lieferketten haben,
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sichere Handelsbeziehungen, dass wir planbare Ernten haben und verfügbares und billiges Öl und Gas.
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Das sind alles Voraussetzungen, die kippen gerade und deswegen ist es so wichtig
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zu schauen, wie können wir klügere, vernetztere Versorgungsstrukturen aufbauen,
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die mit dieser Situation klug umgehen.
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Ja, und vielleicht sind es aber auch ganz gute Schlussworte,
1:00:33–1:00:35
weil darum geht es ja am Ende.
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Also genau, ich glaube, die allermeisten von uns wollen irgendwie ein gutes
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Leben umgeben von Natur, die trägt und die lebendig ist. Keiner hat Lust,
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diese absterbenden Wälder zu sehen.
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Keiner hat Lust, dass die Ernte hier nicht mehr funktioniert auf dem Feld.
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Keiner hat Lust, dass es keine Tiere und Insekten mehr gibt.
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Und genau, also ich glaube, wir könnten uns eigentlich relativ schnell darauf
1:01:02–1:01:06
einigen, was es braucht und gleichzeitig sind halt diese das,
1:01:06–1:01:11
wie wir denken, dahin zu kommen, ist halt so verkorkst durch wirklich Jahrzehnte von,
1:01:12–1:01:19
ja, von Einübung, von Denk- und Handelsmustern, die einfach nur wehtun,
1:01:20–1:01:24
wenn man sie sich irgendwie mal ein bisschen von außen anschaut und vielleicht eine.
1:01:26–1:01:32
Zum Schluss noch augenöffnende Beschreibung aus dem Artikel,
1:01:32–1:01:36
aus einem Artikel von Ilona, der uns gerade zugestellt wurde,
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den ich auch verlinken würde in den Shownotes hier unten, ist dieses,
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Ja, dieser Bezug zum Geld, diese Tauschlogik im Gegensatz zur gemeinschaftsbasierten
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Logik, weil man könnte ja sagen, ja okay,
1:01:50–1:01:54
der Markt regelt das, das macht halt keinen Sinn, das regional zu organisieren,
1:01:54–1:01:58
wir lassen das jetzt globalisiert und das wird schon Sinn machen.
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Aber wie wenig Sinn das macht, merkt man an dieser einen schönen Beschreibung,
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die sie da so vorgebracht hat.
1:02:05–1:02:08
Nämlich es stehen, du bist eine Bäckerin, du hast ein Brot, du hast ein Brot
1:02:08–1:02:12
gebacken, weil wir ja gerade auch die guten Croissants hatten.
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Und du willst sie natürlich Menschen geben, weil du hast sie ja gebacken,
1:02:17–1:02:19
du kannst nicht alle Croissants selber essen, sondern du hast sie gebacken,
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damit Menschen sie genießen können.
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Und jetzt ist die Frage, wie kriegst du diese Croissants an die Menschen?
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Und dann stehen da drei Menschen vor dir. Der eine hat einen dicken Wanst und
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ganz viele Croissants schon zu Hause liegen und auch ganz viel Geld und kann
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dir noch mehr Geld dafür geben, um noch mehr Croissants zu kaufen.
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Der zweite hat ein bisschen was, aber hat auch ein bisschen Geld und würde sich
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auch über die Croissants freuen.
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Und der dritte Mensch hat noch nie in seinem Leben ein Croissant gegessen,
1:02:48–1:02:50
hat nichts zu essen und kein Geld.
1:02:51–1:02:55
Und das Denkmuster und das Handlungsmuster, in dem wir so drinstecken,
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ist, dass unser System uns dazu verleitet und anleitet,
1:02:59–1:03:03
diese Grandsense am ehesten dem Menschen zu geben, der eigentlich schon viel
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zu viel hat, der die auch gar nicht mehr wertschätzen kann, aber der halt uns
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am meisten Geld dafür gibt.
1:03:12–1:03:17
Und der soziale Impuls, der, glaube ich, in den allermeisten von uns Menschen
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drinsteckt, außer wir haben sie in uns wirklich massiv abtrainiert,
1:03:20–1:03:23
um erfolgreich zu sein in dem jetzigen System,
1:03:23–1:03:26
ist, dass wir eben die Konzerns den Menschen geben wollen, der am meisten Freude
1:03:26–1:03:29
daran hat und der sie am ehesten braucht, nämlich den Menschen,
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der kein Geld hat und der noch nie Konzerns gegessen hat.
1:03:33–1:03:39
Und ich glaube, das ist der große Unterschied von dieser Reziprozität,
1:03:39–1:03:44
also diesem Geben und Nehmen, dem gemeinschaftsbasierten Beitragen und dem bedürfnisorientierten
1:03:44–1:03:48
Nehmen und dieser Tauschlogik, in der wir so sehr drinstecken.
1:03:49–1:03:53
Und ich glaube, das Menschen begreiflich zu machen, was wir hier aufbauen,
1:03:53–1:03:54
das ist das Allerschwierigste.
1:03:55–1:04:00
Und das Zweitschwierigste ist dann, sie dazu einzuladen, es anders zu machen.
1:04:00–1:04:04
Ich war letztens, noch eine letzte Anekdote, ich war an der Waldorfschule und
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da gab es ein Spendenbuffet.
1:04:05–1:04:10
Es gab also ein reichliches Buffet mit Limonade und mit einem selbstgebrachten
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Fingerfood und so weiter.
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Und dann standen da Leute, die haben dieses Essen verteilt. Man hätte es sich
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aber auch einfach nehmen können.
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Also, aber es war so nicht vorgesehen und es war spendenbasiert.
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Heißt, was ich gemacht habe, ist, ich habe einen 20-Euro-Schein genommen,
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ist in die Kasse gesteckt und dann halt den Leuten gesagt, was ich gerne hätte.
1:04:28–1:04:33
Und das war aber total voll, alle waren am Buffet, da war total viel los und
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das hat keiner mitbekommen, wie ich dieses Geld da reingesteckt habe.
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Und ich habe mir da reichlich aufgeladen und gesagt, davon noch was und davon
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noch was. Und dann deine Spende.
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Dann habe ich gesagt, ich habe schon gespendet.
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Ihr habt das schon da reingetan. Und dann haben sie gesagt, ja,
1:04:48–1:04:53
aber nee, hier so 2 Euro für den und 3 Euro für den ist die Spendempfehlung
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und so 3 Euro für die Limo ist die Spendempfehlung.
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Ja, und ich habe gesagt, ja, ihr habt da 20 Euro gerade rein.
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Das sollte dicke langen für alles, was ich da auf meinem Teller habe.
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Das ist sogar mehr, als ich spenden müsste, in Anführungszeichen.
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So, und dann habe ich da mit denen rumgezuchtelt. Aber da habe ich so gemerkt, okay, selbst die,
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die so ein Spendenbuffet machen, sind so stark in dieser Tauschlogik drin,
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dass ich nicht die Fülle des Buffets genießen kann und dass sie nicht die Fülle
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meines Beitrags genießen können.
1:05:22–1:05:25
Und das ist so ad absurdum geführt. Und ich glaube, das ist echt so ein Kern,
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den wir wieder erfahren dürfen gemeinsam, diese Fülle.
1:05:29–1:05:34
Wenn jeder nimmt, was er braucht und gibt, was er oder sie kann, dann ist da eine Fülle.
1:05:34–1:05:38
Und das haben wir sozusagen so in dieser ganzen Knappheitserzählung des Geldes
1:05:38–1:05:39
haben wir so ein bisschen verlernt zu sehen.
1:05:39–1:05:46
Und das ist, glaube ich, dieser Knoten, den wir knacken dürfen gemeinsam in
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der CSX-Gemeinschaftsbasierten Regionalentwicklung.
1:05:49–1:05:53
Was passiert denn, wenn wir anfangen, wieder die Fülle zu sehen?
1:05:55–1:06:01
Und damit beenden wir vielleicht dieses spannende Gespräch, diesen spannenden Podcast.
1:06:01–1:06:07
Ich fand es sehr reich an Erkenntnissen und an Projekten, die da schon passieren
1:06:07–1:06:12
da draußen. und genau, freue mich, dass wir da diesen Weg gemeinsam gehen, Karin.
1:06:13–1:06:19
Und jetzt gebe ich dir nochmal zum Abschluss das Wort, vielleicht was du noch loswerden willst.
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Ja, ich würde zum Abschluss tatsächlich gerne diese Perspektive der Fülle und
1:06:24–1:06:25
der Lebensdienlichkeit,
1:06:27–1:06:31
Ich bin großer Fan von Robin Wall Kimmerer, die sagt, okay, im Grunde ist die
1:06:31–1:06:35
Natur eine große Schenkeökonomie.
1:06:35–1:06:39
Es ist eigentlich alles in Fülle da und es gibt die Möglichkeit,
1:06:39–1:06:45
wieder Beziehungen herzustellen, um in dieser Fülle leben zu können und wieder das zu lernen,
1:06:46–1:06:52
wie ein gesundes, langfristig lebensfähiges Miteinander und Wirtschaft und wie
1:06:52–1:06:54
eine Versorgung wirklich aussehen kann.
1:06:54–1:06:57
Und solche Prozesse zu gestalten, ist jetzt dran.
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Und es gibt da einfach schon ganz viel. Und das ist das, was mich angesichts
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der aktuellen Situation echt über Wasser hält und mir Hoffnung gibt,
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dass viele Menschen kapieren, worum es hier geht und sich auf den Weg machen,
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Dinge zu organisieren, ohne zu wissen, wie es geht, aber mit ganz viel Lust, das herauszufinden.
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Danke, Karin, dass du da warst. Danke, ihr Lieben, dass ihr zugehört habt.
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Werdet mit Zillium Fördermitglied, falls ihr es noch nicht seid und gerne auch,
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was ich jetzt von anderen Podcastern gehört habe, gelernt habe,
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liked unseren Podcast auf den Plattformen, wo ihr ihn schaut.
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Also, weißt du, man kann den abonnieren und liken und wie auch immer,
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verteilt den weiter, damit wir mehr Reichweite,
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erzielen, dass mehr Menschen von uns mitbekommen und mehr Menschen in die Fülle,
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in die Handlungsfähigkeit und in die Selbstwirksamkeit finden,
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in die Freiheit und in die Fülle.
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Das war's von uns. Bis zum nächsten Mal und tschüss. Danke fürs Zuhören.
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