Was wäre, wenn Wirtschaften nicht länger bedeutet, Natur in Ressourcen und Beziehungen in Dienstleistungen umzuwandeln – sondern wenn ein Ort in der Stadt zeigt, dass es auch anders geht?
In dieser Folge sprechen wir über einen Ort in Göttingen, der seit mehr als 20 Jahren beweist, dass Verbundenheit mit Tieren und Natur keine romantische Idee ist, sondern eine tragfähige Grundlage für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften. Hannah Heller ist im Gespräch mit Helgard Greve, Gründerin des Mensch-Tier-Natur-Portals – einem lebendigen Ort, an dem Pferde, Esel und Menschen gemeinsam leben, Pferdeäpfel zu kostbarer Terra Preta werden und Tierpatenschaft zur Form solidarischer Mitverantwortung wird.
Helgard wird vom MYZELIUM begleitet und erzählt, wie sie Beitragslogik statt Preise, Patenschaft statt Kundschaft und Gemeinschaft als Fundament in die Praxis bringt – und was Pferde ihr dabei beigebracht haben, loszulassen.
Link: www.mensch-tier-natur-portal.de
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Transkription
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Hallo und herzlich Willkommen zum MYZELIUM Podcast. Hier geht es um eine neue
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Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich.
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Wir nennen es Gemeinschaftsbasiert Wirtschaften.
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Und dieser Podcast unterstützt dich
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dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen.
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Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden
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und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM Ökosystem und der Wandelbewegung.
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Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist.
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Ja, herzlich willkommen zur Folge 110, heute mit Helgert Gräbe und zum Projekt
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Mensch-Tier-Naturportal.
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Ich freue mich sehr, dass du da bist, Helgert, dass du mein Gast heute bist. Hi, willkommen.
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Hi, hallo Hanna.
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Hi, heute wird es ja um dein Projekt gehen, was wir gemeinsam entwickeln.
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Ein Projekt, was in Göttingen-Geismar stattfindet. Deshalb für alle,
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die in der Nähe von Göttingen oder direkt in Geismar leben, spitzt die Ohren.
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Es hat sich eigentlich entwickelt aus, also es ist unter dem Dach der Transition
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Town-Initiative Göttingen im Wandel.
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Und es geht um Humus, es geht um die Natur als Mitfeld.
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Es geht um Tiere, um Pferde und Esel, aber auch um alles, was kreucht und fleucht
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so im Boden und in der Luft und um uns herum.
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Und es geht auch um uns Menschen und unseren Platz darin.
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Aber bevor ich alles verrate, freue ich mich erstmal von Helgert selbst zu hören.
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Helgert, erzähl doch mal ein bisschen, wer bist du und was machst du denn so in deinem Leben?
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Was sind so deine Leidenschaften? Das ist jetzt eine große Frage,
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weil Helgert schon einiges hinter sich hat.
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Aber vielleicht, genau, fängst du mal an zu erzählen, wo du erzählen magst.
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Ja, genau, eine große Frage. Aber ich sage mal so Kernsachen.
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Also ich bin aufgewachsen in Hamburg in so einer langweiligen Wohnblock-Situation
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und hatte eigentlich immer die Sehnsucht nach Natur.
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In den Ferien immer bei meiner Tante, da war es auf dem Land und da gab es eine
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Katze und da gab es Tiere und da gab es einen Garten und so.
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Und ich habe mir schon als Kind, habe ich mir damals von meiner Tante immer
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in so einem Blumentopf einfach mal so Erde mitgenommen und einfach in Hamburg
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auf ein Fensterbrett gestellt, zu gucken, was da rauskommt.
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Und weil ich, als wenn ich da so ein Stück Natur mit nach Hause genommen hätte
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in meine langweilige Welt.
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Und eigentlich ist das das Thema, was mich die ganze Zeit so begleitet.
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Und das ist schon eine lange Zeit, weil ich bin schon über 70.
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Und wenn ich so gefragt werde, was ist das eigentlich, was möchtest du der Welt
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geben? Und dann würde ich sagen, mehr in die Lebendigkeit zu kommen,
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mehr aus der Erstarrung heraus.
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Also als Kind habe ich mich oft so erstarrt gefühlt und als wäre ich so versteinert
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und als wäre die Natur woanders.
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Und da möchte ich immer, oder ich komme, ich in meinem Leben komme halt immer mehr da rein,
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das zu fühlen, dass ich lebendig bin und dass ich ein Teil von dieser ganz großen
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Lebendigkeit bin, die um mich herum überall ist und,
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Darum geht es mir auch. Das möchte ich auch der Welt geben, da immer mehr einzusteigen.
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Ich bin Sozialpädagogin und habe viel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet
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und in der Beratungsstelle und habe viele Sachen gemacht.
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Und irgendwann habe ich mir dann ein Pferd, also ja,
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ein Pferd als Fohlen zugelegt, weil ich da so, ich wollte gerne die Verkehrssituation
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verändern. Aber das ist ein weites Feld.
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Ich bin mit dem Kutsche gefahren und so.
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Und ich hatte ja gar keine Ahnung von Pferden und bin da aber reingekommen.
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Und dann hat sich das weiterentwickelt.
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Jetzt habe ich einen Hof, das Mensch-Tier-Naturportal und da leben zwei Esel
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und drei Pferde und ich biete jetzt schon seit längerer Zeit da mit den Tieren
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so Erlebnisangebote an.
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Man kann da, früher konnte man noch Kutsche fahren mit mir, das mache ich jetzt
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nicht mehr aus verschiedenen Gründen.
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Man kann jetzt mit den Eseln wandern, man kann so Kurse zur Begegnung mit den Tieren machen,
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die Körpersprache erfahren und die kostbaren Pferdeäpfel, die verwandeln wir in Terra Preta.
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Ja, und das ist auch ein, das ist tatsächlich,
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also da habe ich mir den Blumentopf als Kind mit nach Hause genommen,
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das mache ich immer noch,
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dass ich diese Erde, Erde ist sowas, also ich mag auch gerne Erde anschassen,
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also Erde ist auch wirklich meine Leidenschaft und wer da alles drin lebt,
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das ist irre und damit habe ich mich auch schon mal öfter beschäftigt.
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Und Erde ist ja auch was ganz Lebendiges. Du hast das in der Hand und da sind
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Milliarden von kleinen Tierchen drin.
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Und wenn sie denn gesund ist und in der, die man jetzt meistens auf den Ackern
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findet, ist das eben nicht mehr der Fall.
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Genau, das können wir wieder beleben. Soweit erstmal.
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Ja, das war jetzt ein kleiner Ausflug schon und ein kleiner Ausblick auf die Projekte auch.
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Genau, wir sind uns zum ersten Mal begegnet, du dem MYZELIUM,
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weil ihr das Projekt Solidarische Humuswirtschaft in Göttingen gestartet hat,
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was ich so auch noch nicht an anderer Stelle irgendwie gehört oder irgendwie
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mitbekommen habe, dass es keine solidarische Landwirtschaft,
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sondern eine solidarische Humuswirtschaft gibt.
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Und vielleicht magst du mal von diesem Projekt im Speziellen ein bisschen erzählen,
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wie ist das entstanden damals und um was ging es da, genau, oder um was geht es da auch noch?
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Also jetzt nochmal ganz kurz zu meiner Geschichte. Offenmals ist so ein Satz
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wirklich ausschlaggebend dafür, dass ich dann viel später in meinem Leben was damit gemacht habe.
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Ich habe irgendwann mal gelesen, mit Pferdeäpfeln kann man Wüsten zurückgewinnen.
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Zack, das hat sich in mich eingesetzt und ich hatte dann schon eine Weile meine
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Tiere und habe immer schon fleißig die Scherdeäpfel gesammelt und kompostiert und dann,
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da habe ich jedenfalls zum ersten Mal von Thera Preta gehört und mich damit
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beschäftigt und dann haben wir von Göttingen im Wandel so eine Wirkgruppe gegründet.
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Also Wirkgruppe, wir haben gewirkt, wir sagen dann nicht Arbeitsgruppe, sondern Wirkgruppe.
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Wir haben also eine Wirkgruppe zu Terra Preta gegründet und haben dann angefangen
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auszuprobieren, wie das geht und ob da nun Erde rauskommt. Und erst hat das
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gar nicht gut geklappt und haben es immer weiter probiert.
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Und dann kam vom Bundesumweltministerium so ein Aufruf, Bottom-up-Projekte.
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Und da gab es richtig Gelder zu beantragen für so Projekte.
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Und das haben wir gemacht und
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das hat geklappt. Wir haben da richtig Geld gekriegt für zwei Jahre lang,
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um dieses Projekt aufzubauen und haben das auch genutzt, um so eine Infrastruktur
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zu erstellen und konnten auch Helfer einstellen und Fachleute,
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also wir hatten ja gar nicht so viel Ahnung.
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Und die uns da zur Hand gehen und haben tatsächlich dann Verfahren herausbekommen,
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wie wir aus den Pferdeäpfeln und Pflanzenkohle und Steinmehl und Grünschnitt
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und effektiven Mikroorganismen und einem Verfahren, was zwei Stufen hat und so weiter,
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wie wir da so eine richtig gute Schwarzerde herstellen.
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Und wir haben das immer weiterentwickelt und es wird immer besser,
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wir machen noch andere Sachen dazu.
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Und das ist jetzt acht Jahre, seit acht Jahren, das ist acht Jahre her.
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Und genau. Und dann haben wir eben auch das abgeguckt von der solidarischen
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Landwirtschaft, dass wir dachten, wenn wir jetzt diese tolle Erde haben,
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dann wollen wir das auch verteilen.
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Und nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft und haben auch eine Gruppe
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von 30 Leuten, das ging relativ leicht,
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die kamen auch zusammen und haben auch bei Aktionen immer so mitgeholfen,
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weil wenn man so größere Aktionen macht, um die Erde aufzubauen,
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dann braucht man viele Leute.
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Und das waren immer so nette Aktionen und so machen wir es auch weiter, seit acht Jahren.
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Genau.
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Und es gibt so 30 Menschen, die sich einmal im Monat etwa, also nur damit ihr
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eine Vorstellung bekommt, wie umfangreich das ist, so 30 Liter Erde sich abholen können.
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Die kommen dann mit ihren Eimern vorbei, schaufeln sich die Eimer voll mit toller
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Humuserde und bringen die in ihren Gärten aus und beleben dadurch wieder,
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also ja, tragen dazu bei, dass Boden fruchtbar wird.
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Und also ich kriege ja meine Erde, wenn ich hier meinem Garten mal wieder versuche
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aufzupäppeln, was auch selten genug vorkommt.
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Aber muss ich tatsächlich ins Bauhaus, fahre ich dann oder in so ein Gartencenter
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und hole mir dann in Plastik verpackt diese Erde, wo man dann irgendwie darauf achten muss.
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Ist da Torf drin oder ist da kein Torf drin?
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Genau. Also woher kommt die Erde? Wie ist die überhaupt aufbereitet?
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Was wurde davon genutzt oder was würde dafür auch vielleicht zerstört,
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weil man, glaube ich, auch gar nicht den Überblick hat, bei so einer normalen
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Bauhauserde, wie ist die überhaupt entstanden?
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Und es fühlt sich auch so ein bisschen, also es fühlt sich ehrlich gesagt total
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entfremdet an, so eine Erde in so einem Plastiksack zu holen und dann weiß ich wieder auszuschütten.
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Deshalb finde ich das mega. Und vielleicht auch noch dazu gesagt,
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wir reden ja hier auch gerne über das Geld in diesem Podcast.
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Was bezahlen denn eure Mitglieder als Richtwert in der solidarischen Humuswirtschaft?
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Also bisher bezahlen die 13 Euro Richtwert für 30 Liter.
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Also 13 Euro im Monat für 30 Liter.
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Ja, das ist schon Wahnsinn, ne? Weil so ein 10-Liter-Sack im Bauhaus...
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Also 10 Liter Sack, glaube ich, kostet, oder ich weiß gar nicht genau,
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kostet so 20 Euro oder was, ne?
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Also wenn man jetzt, man kann ja auch Therapeuter jetzt schon kaufen in Gartencentern,
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die auch im Plastiksack.
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Und da kostet so ein 10 Liter Sack 18 Euro.
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Also ihr seht, solidarische Landwirtschaft, solidarische Humuswirtschaft bedeutet,
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ist kein Konzept für die reiche Elite, sondern es geht wirklich darum, das, was wir brauchen,
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bedürfnisorientiert zur Verfügung zu stellen und so, dass es sich eben kostendeckend trägt.
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Genau, aber eigentlich sprechen wir hier nicht mehr über das Projekt Solidarische
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Humuswirtschaft, sondern es entwickelt sich gerade weiter.
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Und das begleiten ich und Felix als Begleiterinnen. Seit Anfang des Jahres eigentlich
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arbeiten wir zusammen, enger.
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Und aus dem Solidarische Humus Wirtschaft Projekt wird ein Mensch-Tier-Natur-Portal-Projekt.
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Und da kann ich euch schon mal direkt empfehlen.
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Die Webseite ist ganz aktuell online und ihr könnt euch alles dazu durchlesen
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auf www.mensch-tier-natur-portal.de.
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Genau. Klickt da mal vorbei und lest es euch durch. Das ist ein Film, weil es spannend ist.
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Aber ihr könnt auch einfach weiter zuhören, weil Helga wird jetzt erzählen,
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um was es dabei denn geht.
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Was passiert da in der Weiterentwicklung?
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Also zunächst nochmal zu der Notwendigkeit, warum sich das Humus-Projekt weiterentwickelt hat.
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Diese 13 Euro durchschnittlich, die da bezahlt wurden, die reichen halt nur für die Sachkosten.
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Und wir hatten ja bisher auch Förderungen bekommen und hatten ehrenamtliche Helfer.
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Und deshalb ging das so. Deshalb konnten wir das so günstig anbieten.
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Aber jetzt ist die Förderung vorbei und die ehrenamtlichen Helfer gehen auch
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andere Wege und jetzt muss es auch anders aufgestellt werden und wird es auch anders aufgestellt.
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Das heißt, ich gebe der Gemeinschaft nicht nur die Erde, sondern ich erweitere
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das Angebot auch auf die Erlebnismöglichkeiten mit den Tieren.
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Und die sind, die gehören ja irgendwie dazu und das mag ich auch so gern ganzheitlich,
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denn die Tiere, die sind ja sowieso die Haupt.
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Wesen, auch für die Erde schon. Die bringen ja die Hauptzutat und auch,
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dass die gesund sind und dass es denen gut geht, das macht ja auch was aus mit der Qualität der Erde.
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Und die haben natürlich auch Fähigkeiten, die auch in die Lebendigkeit führen.
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Die können ganz deutlich spüren, wie es uns Menschen geht und können uns Rückmeldung
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geben, ohne zu bewerten.
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Und die können uns in eine Welt führen, wo es nicht darum geht,
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was noch alles zu tun ist oder To-Do-Listen abzuarbeiten oder der Tollste zu
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sein oder die Wettbewerbe zu gewinnen, sondern eine Welt,
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voller Präsenz und Beziehungsfähigkeit.
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Und vielleicht auch Achtsamkeit. Vielleicht erklären wir es erstmal fertig,
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bevor wir in die Details und in das Magische einsteigen, finde ich,
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was du immer so mitbringst, auch in unseren Begleitungssessions.
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Es ist total eins unserer Lieblingsprojekte, mit der wir zusammenarbeiten.
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Man spürt einfach, dass du dein ganzes Leben schon daran geforscht hast,
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wie man wieder lebendig ist. Also es ist sehr lebendig mit dir.
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Es macht große Freude immer.
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Naja, und auf jeden Fall dieses Mensch-Tier-Natur-Portal. Da gibt es,
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wie der Name schon eröffnet, sozusagen drei verschiedene Angebotsmöglichkeiten
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oder auch Teilhabemöglichkeiten.
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Entweder der Mensch mit seiner Mitwelt, mit Natur, mit Tieren im Mittelpunkt.
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Oder ein Paket kleiner sozusagen. Angebote mit den Tieren, also Eselwanderungen.
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Man kann auch seine Geburtstagsfeiern zum Beispiel mit Kindern dort bei dir
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auf dem Hof verbringen und auch andere Sachen. und dann ein kleines Teilhabepaket
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sozusagen, wo es eigentlich um weiterhin die Thera Preta Erde geht.
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Also an sich die solidarische Humuswirtschaft, zu der man dann beitritt im Alten Sprech sozusagen.
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Genau, und man kann sich sozusagen entscheiden, will man nur Erde,
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will man eben Zeit mit Tieren verbringen Oder will man auch wirklich in dieses
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Gefühl der Achtsamkeit,
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der Beziehungsfähigkeit, der Spiegelung durch Tiere einsteigen und in so ein Coaching gehen?
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Und da würde ich gerne nochmal mehr von dir hören, weil ich finde es immer so
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wahnsinnig spannend, wie du das erzählst, was man durch sehr viel Achtsamkeit
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und Ruhe von diesen Tieren lernen kann.
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Vielleicht kannst du da noch mal ein bisschen erzählen, wie du das wahrnimmst
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oder was du auch gelernt hast durch die Pferde und die Esel.
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Also...
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Zuerst mal, wir Menschen sind ja meistens so ganz voll.
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Also ganz voll, sind gar nicht in der Wahrnehmung. Wir müssen das machen,
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wir müssen das machen, wir müssen dahin gehen und das muss noch zeitlich und
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es ist schon 5 Uhr und jetzt schnell.
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Und wenn das alles wegfällt, was ist dann? Also wir kommen einfach viel mehr
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in die Wahrnehmung, wenn wir uns einlassen auf die Welt der Pferde und Esel.
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Das sind Wahrnehmungskünstler, die haben Antennen, also dass alle Sinne jedenfalls
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zusammengeschaltet sind.
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Hören, sehen, riechen, erstmal alle Sinne, die wir so gleich kennen und dann
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auch die Intuition und vor allen Dingen reagieren die sehr stark oder nehmen
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sehr stark die Stimmung wahr.
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Wie ist denn eigentlich die Stimmung dieses Moments?
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Wie ist die Stimmung dieses Menschen?
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Wie ist die Stimmung der Situation?
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Die beziehen alles ein, auch weiter.
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Also die Landschaft, wie ist die Stimmung der Landschaft?
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Und das alles zusammen geht in so ein großes Wahrnehmungsfeld und das können wir von denen lernen.
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Wir können das auch unsere Wahrnehmung öffnen und das mache ich auch.
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Vorm Coaching sowieso, da gibt es bestimmte Übungen, wie wir so auf deren Level
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uns einstimmen können und schon sieht die Welt ganz anders aus.
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Das ist dieser Raubtierblick.
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Der Friedtierblick. Also Raubtiere, die wollen was kriegen, die wollen was fangen,
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die haben den Fokus eng, die wollen was greifen, festhalten.
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Und die Friedtiere, die Pferde, die haben ja gar keine Hände.
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Die können gar nichts festhalten. Nichts, nichts. Die können nichts festhalten. Zack, geht nicht.
0:17:56–0:18:00
Die können nur sein und gucken, was kommt. Und natürlich können sie auch was
0:18:00–0:18:02
bewirken, aber nicht durch festhalten.
0:18:03–0:18:09
Und das kann man durch Übungen auch, können wir uns da einstimmen auf so eine
0:18:09–0:18:14
Seinsart, die nichts festhält und die ganz groß in der Wahrnehmung ist.
0:18:15–0:18:22
Ja, und wenn wir uns in so ein Coaching begeben, in so einen engeren Kontakt
0:18:22–0:18:28
mit einem Tier, dann kann das auch dazu führen, dass wir auf ganz andere Lösungen
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kommen, auf ganz andere Ideen.
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Dass wir uns und unsere Situation aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
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Und das kann sehr erhellend sein.
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Ich finde es so spannend, wie du das beschreibst, weil das eigentlich auch Metaphern
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sind für die Art und Weise, wie wir wirtschaften tatsächlich.
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Also dieses gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften ist ja eher dieses,
0:18:53–0:18:57
okay, wenn man selbst in Fülle lebt, kann man auch viel geben.
0:18:57–0:19:00
Es fließt so durch einen durch, dieses Geld. Also es bringt nichts,
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es zu horten, sondern man befriedigt die eigenen Bedürfnisse und gibt dann weiter, wo man kann.
0:19:05–0:19:11
Das hat dieses Nicht-Festhalten, nicht sich selbst die ganze Zeit bereichern,
0:19:11–0:19:19
auch nicht diesen Fokus profitorientiert irgendwas anhäufen zu wollen oder irgendwo
0:19:19–0:19:26
hinzukommen, sondern wirklich ein Angebot, was beiträgt zum Wohlfühlen der Menschen.
0:19:26–0:19:31
Was auch wieder dieses stiftet, also unser Entscheidungskriterium,
0:19:31–0:19:35
ob irgendwas gemeinschaftsbasiert ist oder nicht, ist oft auch dieses stiftet
0:19:35–0:19:36
es Gemeinschaft oder nicht.
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Also stiftet es dieses Gefühl von dem Hier und Jetzt zu sein,
0:19:40–0:19:43
die Menschen um sich herum wahrzunehmen, die Mitwelt um sich herum wahrzunehmen.
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Ich will es gar nicht nur auf Menschen beschränken, sondern in so ein Miteinander wieder zu kommen.
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Oder dieses andere, was du jetzt als Raubtier, es wird ja auch von Raubtierkapitalismus
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gesprochen, was dieses Erbarmungslose, Skrupellose auch übergehen der Einheit.
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Der Bedürfnisse ist von anderen, um selbst festzuhalten, mehr zu haben und so weiter.
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Deshalb gefällt mir diese Metapher sehr gut.
0:20:13–0:20:18
Genau, und du erzähl nochmal genauer, weil wir machen diese Folge ja auch für
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Menschen, die vielleicht Lust haben, Teil der Mensch-Tier-Natur-Gemeinschaft
0:20:22–0:20:26
zu werden, die sich nämlich jetzt im Mai gründen wird.
0:20:26–0:20:31
Und genau, wenn ihr also in der Nähe von Göttingen in Geismar seid,
0:20:31–0:20:35
dann könnt ihr euch jetzt mal überlegen, ob ihr nicht Interesse habt,
0:20:35–0:20:40
diesen Weg auch einzuschlagen, zu mehr Achtsamkeit, zu mehr Lebendigkeit zu finden,
0:20:40–0:20:45
mit der Hilfe von Helgert, mit der Hilfe von den Pferden und Eseln von Helgert.
0:20:45–0:20:49
Und vielleicht magst du mal ein bisschen erzählen, was, wenn man sich jetzt
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entscheidet, da auch als Mensch mit Tier und Natur zusammenarbeiten zu wollen,
0:20:55–0:20:57
wie genau findet es statt?
0:20:57–0:21:00
Also genau, wie geht das?
0:21:00–0:21:05
Genau, also dazu haben wir eben dieses Wort erschaffen, Mensch,
0:21:05–0:21:08
Tier, Naturgemeinschaft, wo du teilnehmen kannst.
0:21:08–0:21:13
Und um da teilzunehmen, kannst du dir, wie schon Hannah eben gesagt hat,
0:21:13–0:21:17
aus diesen Paketen etwas auswählen.
0:21:17–0:21:22
Ob du nun Erde haben willst oder mit den Tieren mal zusammen wandern oder eben
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intensiver einsteigen durch Coaching oder auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung.
0:21:28–0:21:31
Und also das Coaching findet einzeln statt.
0:21:32–0:21:38
Es geht um deine Fragen, um dein, es geht nicht um irgendein großes Thema oder
0:21:38–0:21:44
was feststeht, sondern es geht genau um deine Fragen, die dir dein Leben gerade stellt,
0:21:44–0:21:49
wo du vielleicht gerade hakst, Wo du gerade nicht weiterkommst,
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wo du feststeckst oder wo du einfach Impulse haben möchtest,
0:21:53–0:21:56
um deinen nächsten Schritt zu finden.
0:21:56–0:21:59
Und das finden wir erstmal raus.
0:22:00–0:22:05
Was ist denn da? Was ist denn deine Frage genau eigentlich? Wo ist denn der Punkt?
0:22:05–0:22:11
Und dann gehst du mit dieser Frage in die Beziehung zu dem Pferd.
0:22:11–0:22:19
Ich habe so einen Sandplatz, da bist du dann im geschützten Raum mit dem Pferd
0:22:19–0:22:23
und ich bin auch da, ich bin außerhalb des Platzes und wir bleiben im Gespräch
0:22:23–0:22:25
und das Pferd ist auch im Gespräch mit dir.
0:22:25–0:22:29
Und es gibt aber vorher eine Einführung, wie du das vielleicht verstehst.
0:22:29–0:22:32
Und wir gucken, was passiert. Und es gibt immer eine Antwort.
0:22:32–0:22:36
Es gibt immer eine Antwort, weil du trägst das mit dir. Und das Pferd spürt es.
0:22:37–0:22:43
Und ja, das ist wirklich was. Und da kann ich gar nicht mehr zu beschreiben.
0:22:43–0:22:48
Also das, genau. Und dann gibt es dieses Coaching ist in drei Sessions.
0:22:49–0:22:53
Die dritte Session ist, das auszuwerten. Was habe ich eigentlich für eine Antwort
0:22:53–0:22:58
bekommen? und wie kann ich die in mein Leben bringen? Und was ist mein nächster Schritt?
0:22:59–0:23:02
Genau und jetzt die spannende Frage, was kostet das? Und ja,
0:23:02–0:23:05
die ist natürlich nicht so einfach zu beantworten im gemeinschaftsbasierten
0:23:05–0:23:09
Wirtschaften, weil es eben darum geht, auch Menschen Zugang zu solchen Angeboten
0:23:09–0:23:15
zu ermöglichen, die nicht einen bestimmten Preis bezahlen können.
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Deshalb vielleicht, genau, erklärst du auch mal, wie diese Finanzierung funktioniert.
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Genau. Wir haben uns dafür auch so Richtwerte überlegt und nach dem Prinzip
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des solidarischen Wirtschaftens geht es ja so,
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dass du nicht ein Coaching bezahlst, sondern dass du monatlich einen Betrag
0:23:35–0:23:37
bezahlst und dann steht dir dieses Coaching zu,
0:23:37–0:23:41
wann immer du das buchen möchtest oder in diesen drei Sessions.
0:23:41–0:23:46
Und der Richtwert für das Coaching ist 40 Euro im Monat.
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Das dient ja auch dazu, dass man es monatlich bezahlt und eben nicht sozusagen
0:23:51–0:23:54
ein Coaching, ein Preis, eine Bezahlung.
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Das dient ja auch dazu, dass einfach deine Bedürfnisse übers Jahr planbar auch
0:23:58–0:24:02
befriedigt sind und genährt sind.
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Ich habe jetzt das Coaching beschrieben und dieses andere, intensivere mit den
0:24:06–0:24:10
Pferden sind ja diese Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung.
0:24:10–0:24:16
Das ist auch in dem großen Paket drin oder alternativ in dem großen Paket Pferde, Esel und du selbst.
0:24:17–0:24:23
Und das sind Kurse, die führe ich gern mit fünf Teilnehmerinnen durch und du
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erlebst, wenn du dich einmal darauf einstellst,
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erlebst du auch in dem Kontakt der anderen, alle werden mit einem Tier in Kontakt
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sein, mit ihrem momentanen Befinden und die anderen schauen zu.
0:24:40–0:24:45
Und ich führe dann auch erstmal in die Art des Zuschauens, der wahrnehmenden,
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nicht bewertenden Zuschauens ein.
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Und da fühlst du mit, dann geht das.
0:24:53–0:25:00
Du bist trotzdem Teil des Geschehens, auch wenn du auf der Tribüne sitzt und zuschaust.
0:25:00–0:25:05
Das wäre sozusagen das Mensch-Pferde-Esel-und-du-selbst-Paket.
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Und vielleicht magst du mal noch was zum Tier-und-Natur-Paket sagen,
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zu dieser zweiten Stufe.
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Was sind denn da die Angebote, die man nutzen kann?
0:25:16–0:25:24
Ja, da gibt es drei. Und zwar kannst entweder zwei Eselwanderungen durchführen.
0:25:24–0:25:26
Da gehst du mit dem Esel durch.
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Wir haben so kleine, wir haben in Geismar da.
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Also Geismar ist übrigens kein eigener Ort, sondern es ist ein Stadtteil von Göttingen.
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Das möchte ich hier nochmal hinstellen. Also es ist nicht bei Göttingen,
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sondern Geismar ist ein Stadtteil von Göttingen.
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Und ist am Stadtrand aber. Und da wird es schön, da geht gleich,
0:25:46–0:25:49
das ist so eine Grenze zwischen Stadt und Land.
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Das liebe ich, das ist so ein Grenzbereich.
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Auf der einen Seite ist die Bushaltestelle und auf der anderen Seite geht die Landschaft auf.
0:25:58–0:26:04
Und da wandern wir mit den Eseln und es gibt erstmal eine Einführung in die Eselwanderung.
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Und da ist es aber auch schon so, dass ein Kontakt hergestellt wird.
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Du nimmst nicht den Esel und zerrst am Strick und sagst so, sondern da findet
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eine Kommunikation statt.
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Der Esel macht auch nur mit, wenn du eine Beziehung zu dem aufbaust und weißt,
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dass Druck Gegendruck erzeugt.
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Also wenn du an dem Esel zerrst oder ungeduldig wirst, dann rammt er die Beine
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in die Erde und geht nicht mehr mit.
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Und da geht es auch schon um so ein Spüren, das ist auch spannend.
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Das ist Eselwanderung, dann gibt es die Möglichkeit, einen Geburtstag oder auch
0:26:46–0:26:51
eine andere Festivität mit den Tieren zu begehen auf meinem Grundstück.
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Und da gibt es so Gäste.
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Und das ist ganz schön auch, da bringt man dann Kuchen mit oder was man da haben
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will. Und da kommt man schon in Kontakt mit den Tieren.
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Und dann gibt es so kleine spielerische Aufgaben um die Tiere herum, je nach Alter.
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Also es kann ja auch Kindergeburtstag sein, aber auch Erwachsene feiern das gerne.
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Also die schöne Geburtstage haben wir auch mit Erwachsenen gehabt.
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Erwachsene mögen auch gern spielen. Und dann auch so zu merken,
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wie die Tiere reagieren. und dass sie überhaupt auf dich reagieren, auf so kleine Sachen.
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Ob du die anblickst zum Beispiel, das reicht ja schon.
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Wo du deine Aufmerksamkeit hin, die spüren genau, wo du deine Aufmerksamkeit
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hintust. Und darauf reagieren sie.
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Ja, und du siehst und du lernst auch die kleinen Zeichen, wenn das Ohr dann
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zu dir guckt, dann, ah, die nimmt mich wahr und so.
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Genau, das ist dieses, ein Nachmittag oder ein Geburtstag feiern.
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Und dann gibt es noch die Möglichkeit einer Tierpatenschaft.
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Eine Tierpatenschaft geht so, dass du entweder mit der Herde oder mit einem
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Tier zusammentreffen kannst, alle 14 Tage sagen wir mal.
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Du hast einen Termin, sagst du mal Montagnachmittag kann ich immer gut und dann
0:28:12–0:28:16
kommst du für eine Stunde und wir machen was mit dem Tier zusammen.
0:28:16–0:28:22
Also man kann zum Beispiel auch, was sie immer gerne mögen, an den Wegesrand
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gehen und die fressen lassen.
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Ich habe ja nur eine kleine Weide, aber der Wegesrand ist die große Weide.
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Und so in die Weide gucken und dich auf das Tier einstimmen.
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Oder du hilfst einfach mit bei deren Alltag. Füttern lernt man sie auch kennen.
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Putzen, mit zusammen sein.
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Das ist die Tierpatenschaft. Und manchmal entwickeln sich da wirklich Freundschaften.
0:28:49–0:28:53
Also das Tier weiß dann schon, wenn die kommt, oh, da bin ich dran und so, dann kommt schon.
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Oder manche sind auch mit der ganzen Herde einfach nur.
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Das ist auch schön. Das ist die Tierbadenschaft. Genau.
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Und auch da haben wir uns einen Richtwert ausgedacht. Magst du dem vielleicht auch noch sagen?
0:29:09–0:29:13
Unsere regelmäßigen Hörerinnen und Hörer wissen das schon. Ein Richtwert bedeutet
0:29:13–0:29:17
eben nicht, dass alle diesen Preis bezahlen, sondern ein Richtwert bedeutet,
0:29:17–0:29:22
dass wenn im Durchschnitt sozusagen dieses Angebot von vielen Menschen genutzt
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wird und diese vielen Menschen bezahlen, 20 Euro im Monat, dann ist sozusagen
0:29:26–0:29:28
der Bedarf, um das Angebot in die Welt zu bringen, gedeckt.
0:29:28–0:29:35
Und dazu gesagt eben auch, dass manche Leute eben sich diesen monatlichen Richtwert
0:29:35–0:29:38
nicht leisten können und deshalb eingeladen sind, weniger zu geben.
0:29:38–0:29:42
Und manchen Leuten tut es aber auch nicht weh, für dieses Angebot mehr zu geben,
0:29:42–0:29:45
also irgendwie 40 oder 50 Euro zu geben im Monat.
0:29:45–0:29:49
Und wenn man sich das mal hochrechnet, also wir sind ja, wir leben ja alle in
0:29:49–0:29:54
dieser marktorientierten Welt und haben gelernt über unser Leben hinweg immer
0:29:54–0:29:59
wieder zu gucken, kommen wir da, werden wir übers Ohr gehauen, kommen wir da zu kurz,
0:30:00–0:30:03
gibt es nicht das noch irgendwo billiger?
0:30:03–0:30:07
Wenn ihr euch das mal als Richtwert jetzt hochrechnet über die zwölf Monate.
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Dann ist das am Ende, entspricht das schon wahrscheinlich einer klassischen
0:30:13–0:30:19
Miete für einen halben Tag im, keine Ahnung, wo man, also für so einen Kindergeburtstag
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muss man ja auch dann irgendwas anmieten.
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Wenn ich das jetzt mal als junge Mutter so vergleiche, in irgendeinem schäbigen
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Freizeittrampolin-Center oder sowas,
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da kommt man sehr schnell auf den gleichen Wert, wie wenn man beiträgt,
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zum Beispiel monatlich 20, 30 Euro zu dem Angebot und dann wirklich einen schönen
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Tag mit den Tieren verbringen kann und noch sehr viel lernen kann von dir, Helga.
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Ich habe wirklich das Gefühl, immer wenn ich mit dir spreche.
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Lerne ich auch einfach was. Weil...
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Ja, genau. Ich bin auch eher städtisch aufgewachsen und nicht mit so viel Achtsamkeit
0:30:57–0:30:58
gegenüber Natur und Tieren.
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Und ich finde das wirklich auch faszinierend, weil ich habe schon mal eine Ponywanderung
0:31:05–0:31:06
oder eine Eselwanderung gemacht.
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Aber das sind dann oft so Höfe, da kriegst du halt dann dieses Pony in die Hand
0:31:10–0:31:14
gedrückt und dann wird halt gesagt, so und jetzt läufst du los und mehr nicht.
0:31:15–0:31:19
Und ich glaube, dass die große Magie in den Angeboten, die du in die Welt bringst,
0:31:19–0:31:27
ist halt, dass man wirklich wieder zu spüren lernt, Stück für Stück und wieder
0:31:27–0:31:29
in diese Wahrnehmung reingeht.
0:31:29–0:31:32
Und das finde ich, das fasziniert mich sehr und ich freue mich schon auf den
0:31:32–0:31:36
Tag, an dem ich endlich mal auch auf deinem Hof stehe, weil bisher sind wir
0:31:36–0:31:37
uns immer nur online begegnet.
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Und ja, ich glaube, es bewegt sich viel einfach, wenn man bei dir da zur Ruhe kommt und verweilt.
0:31:47–0:31:54
Das hast du schön gesagt, Hanna. Ich will noch was ergänzen und zwar zu diesem Angebot.
0:31:55–0:32:00
Und so einen Kindergeburtstag kannst du zweimal feiern im Jahr oder aber auch
0:32:00–0:32:05
den kombinieren mit einer Eselwanderung und einem Kindergeburtstag.
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Also so, und einen Erwachsenen.
0:32:08–0:32:14
Also entweder du machst zwei Nachmittage schön feierst oder du machst zwei Eselwanderungen
0:32:14–0:32:18
Oder du machst eine Eselwanderung und eine Feier.
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Ja, also ihr merkt, wie würde man das jetzt richtig sagen, Helgert verkauft
0:32:25–0:32:26
sich da auch noch unter Wert.
0:32:26–0:32:29
Nein, so würde man das in der alten Welt sagen.
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Aber Helgert braucht nicht so viel, um ihre Bedürfnisse zu nähren,
0:32:36–0:32:38
weil sie schon so viel Gutes in ihrem Leben hat, glaube ich.
0:32:38–0:32:44
Und so eine zufriedene Person ist, die einfach im Hier und Jetzt gut leben möchte.
0:32:44–0:32:47
Und deshalb kann sie eben diese Angebote ja auch zu,
0:32:48–0:32:54
zu geringen Betriebskosten sozusagen in die Welt bringen, will ich mal sagen.
0:32:54–0:32:57
Und wenn ihr mehr zu den Betriebskosten und deren Aufteilung wissen wollt,
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dann müsst ihr zum Beitragsabend kommen.
0:33:00–0:33:02
Und der ist nämlich 21.
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Mai um 19 Uhr im Gemeindehaus in Geismar, Göttingen.
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Ja, das stimmt. Gemeindehaus St. Martin, Mitteldorfstraße 2.
0:33:13–0:33:17
Seht ihr? Das findet ihr auch alles, wie gesagt, auf der Internetseite.
0:33:17–0:33:22
Mensch-tier-natur-portal.de, wo ihr nochmal nachschauen könnt.
0:33:23–0:33:27
Und genau, die Infoabende sind jetzt Ende April und Anfang Mai ein Infoabend.
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Und der erste Infoabend ist 28. April und der ist auch um 19 Uhr und der ist
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im Mensch-Tier-Natur-Portal direkt.
0:33:38–0:33:41
Da muss ich nochmal gucken, da werden wir uns auf meinem Sandplatz treffen.
0:33:42–0:33:49
Der ist unter einem Dom und da werde ich mal gucken, wie ich dann an der Wäscheleine
0:33:49–0:33:51
die Plakate dann aufhänge.
0:33:51–0:33:55
Genau, das ist der erste Infoabend, 28. April.
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Und das ist ein Dienstag. Und der zweite Infoabend ist der 7. Mai.
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Auch um 19 Uhr, auch im Mensch-Tier-Natur-Portal direkt. Bei meinen Tieren.
0:34:07–0:34:12
Also eine herzliche Einladung. Alle, die in der Nähe von Göttingen sind oder
0:34:12–0:34:15
den Weg auf sich nehmen wollen. Ich glaube, es lohnt sich sehr,
0:34:15–0:34:21
bei Helgard vorbeizuschauen, wenn ihr es noch nicht aus meinen Lobeshymnen rausgehört habt.
0:34:21–0:34:27
Genau, ich freue mich sehr über dieses Projekt und auf den Beitragsabend und
0:34:27–0:34:30
hoffe sehr, dass genug Leute den Weg zu dir finden.
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Ich hoffe es für die Menschen tatsächlich und auch natürlich für dich und das
0:34:35–0:34:38
Projekt, weil es wirklich ganz, ganz wertvoll ist, finde ich,
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was du da in die Welt bringst.
0:34:41–0:34:44
Herzlichen Dank, dass du heute bei uns warst, Helgert, und von deinem Projekt berichtet hast.
0:34:45–0:34:50
Und genau, wir hören und sehen uns bald wieder. Tschüss.
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0:35:08–0:35:13
bewirkt. Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen.
0:35:13–0:35:17
Schön, dass du heute mit dabei warst. Wenn du andere Menschen kennst,
0:35:17–0:35:21
für die das auch hilfreich sein könnte, dann teile doch gerne diese Folge und
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hilf uns, die Idee des gemeinschaftsbasierten Wirtschaftens weiter zu verbreiten.