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Ich stehe hier in meinem Zuhause und schaue auf die Straße und ich sehe,
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wie meine Kinder spielen in einer Umgebung,
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wo sie alles werden und machen können, was sie möchten.
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Und in der Umgebung, wo sie sich bewegen können,
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frei eine bunte Möglichkeit für sie gibt,
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wo sie in einem Umfeld auch sind, wo vielleicht einfach auch keine Autos fahren
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und wir ein lebendiges Zentrum in unserer Stadt haben,
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wo die Menschen sich gegenseitig unterstützen und das Geld keine Frage mehr
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ist, habe ich viel oder habe ich wenig, sondern jeder kann teilnehmen,
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und muss sich nicht schämen, wenn er wenig Geld hat.
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Besser könnte ich meine Zeit nicht verbringen.
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Ja, vor zehn Jahren waren alle begeistert über diese Vision,
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die wir in Koblenz versprochen haben.
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Da ging es weiter und auf einmal gab es welche, die wollten die Einrichtungen,
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haben die und die Schritte als die besten gesehen und die anderen haben die
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und die Schritte als die besten gesehen.
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Und wie es eben auch schon zuvor oft so war.
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Aus den Meinungsverschiedenheiten sind richtige Konflikte geworden.
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Leute sind weggegangen. Manche haben applaudiert, dass sie weggegangen sind.
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Und andere haben sich Grüppchen gebildet, bis dann manche gar nicht mehr sprechen konnten.
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Ich weiß nicht, wie es geschehen ist. Es ist dann tatsächlich der Groschen gefallen,
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dass das einfach dazugehört. Verdammte Scheiße.
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Wir sind Menschen. Wir wissen kaum, wie wir geworden sind, wer wir sind und
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was wissen wir über andere Menschen.
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Dann haben die langsam alle gemerkt, ich will es wirklich wissen.
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Wer bist du? Wer bist du? Wer bist du?
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Wie kommst du, dass du jetzt hier das und das machst und so und so siehst?
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Und haben gemerkt, sie brauchen einander, um sich zu verstehen und sich auch selber zu verstehen.
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Und daraus ist eine Kraft entstanden, die uns befähigt hat, tatsächlich diese
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Vision wahr werden zu lassen.
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Und die anderen, die wohl mir meinen, die schnallen sie eh nicht.
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Die haben gemerkt, da geschieht was bei den Menschen.
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Da will ich auch hin, da will ich mehr von erfahren.
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Und so, wie ein Kastane in Tümpel und in Pfütze fällt, hat es Kreise gezogen.
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Da brauchen wir gar nicht missionieren und Leute zu überzeugen,
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sondern die haben gemerkt, dass da was entsteht, was ihnen viel mehr entspricht
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als alles, was sie bisher kannten.
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Ich bin froh, dass ich diese,
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auch diese Konflikte gerade durchgestanden habe und da geblieben bin.
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Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können.
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Und das ist unter anderem so entstanden, dass zum Beispiel im Raum Köln ein
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Ort entstanden ist, in dem der mitten im Speckmantel Köln sitzt,
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zwischen den ganzen Milliardären und Millionären.
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Und die haben diesen Ort entdeckt und haben die Qualitäten dieses Ortes entdeckt
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und haben festgestellt, dass all das, was sie haben und all, auf dem sie sitzen,
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eigentlich nichts bedeutet, sondern dass das, was sie die ganze Zeit sich ersehnt
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haben, eigentlich dort zu finden ist, zwischen den Menschen,
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apropos Koschen gefallen.
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Und es ist dann ganz leicht der Groschen gefallen, dass auch sie das unterstützen
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möchten und gar nicht mehr so eine Ängste haben, an irgendwas Altem festhalten zu müssen,
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weil es genau das ist, was sie eigentlich die ganze Zeit, wo sie die ganze Zeit
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nach auf der Suche waren.
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Und das haben sie einfach über die Erfahrung erlebt.
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Da ist der Groschen gefallen.
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Und ja, dieser Ort, der war auch mit ganz vielen anderen Orten vernetzt,
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in Deutschland, in Europa, da wurde Wissen ausgetauscht,
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da wurden Erfahrungen ausgetauscht, da wurden Konflikte gelebt und Konsens gefunden.
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Und es gibt überall inzwischen Urban Factories, es gibt Recycling, Upcycling,
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Permakulturgärten überall und ganz viele Menschen, die einfach jeden Tag und
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jede Woche danach gestalten,
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wofür sie heute ein Ja haben, aus tiefstem Herzen.
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Und diese Energien ergänzen sich einfach tagtäglich und wenn dann mal ein Nein
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ist, macht das nichts, weil irgendjemand anders ein Ja dafür hat.
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Der Ort, wo ich bin, wo wir sind, ist ein alter Bauernhof im Dreiländereck Belgien-Luxemburg.
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Und der Ort ist ein Ort des Rückzugs für Pflanzen, die sich dort ansiedeln wollen,
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Wildkräuter sehr gerne, aber eben auch Kulturkräuter, Kulturpflanzen für Tiere, für Menschen.
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Dieser Ort versorgt Menschen aus der Umgebung bis hin in die Städte mit hochwertigen
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Produkten, Lebensmitteln und schafft gleichzeitig Möglichkeit auch für Städter,
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sich das mal anzuschauen, wie viel Arbeit das ist und wie viel Freude es ist,
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sowas auch zu produzieren und daran teilzuhaben.
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Ich stehe vor einer fünften Schulklasse und mache mit denen einen Workshop zu
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Lebendigkeit und was ihnen gerade Momentfreude macht und was ihre Visionen sind.
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Und jedes einzelne Kind hat, wenn es von der eigenen Lebendigkeit erzählt,
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noch das lebendige Leuchten in den Augen.
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Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können. Ich auch.
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Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können.
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Ich stehe in einem Ökodorf, in einer zukünftigen Modellsiedlung,
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die es vor zehn Jahren noch nicht gab.
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Aber jetzt in jeder Kommune gibt es so einen Ort der Gemeinschaft,
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wo genau dieses Miteinander, diese Kooperation gelebt wird.
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Und ein Lernort ist es für uns alle gewesen, wo wir uns auch innerlich endlich
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einen Platz schaffen können,
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dass wir uns an das rantasten können, was uns eigentlich viel besser tut.
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Und das ist das Aufeinanderzugehen.
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Und worauf ich besonders stolz bin, ist der Teil in dem Ort,
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in der Siedlung, wo junge Menschen zwischen 14 und 18 von den Erwachsenen liebevoll
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herangeführt werden an das Thema Intimität und Sexualität.
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Und wir das geschafft haben, irgendwie, es hat wundersame Weise,
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das Thema von Schuld und Scham zu befreien und so viel Natürlichkeit wieder
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einkehren zu lassen und Achtsamkeit und Respekt und Neugier und Vertrauen.
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Und das erfüllt mich so sehr, ich hätte die Zeit nicht besser verbringen können.
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Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können, wenn ich wüsste,
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dass die Menschen sich in 2030 oder früher schon oder immer mehr einfach sich
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wirklich sicher fühlen.
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Und zwar nicht durch ihren Kontostand, sondern durch ihre Beziehungen.
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Ja, ich hatte auch eine wundervolle Zeit in den letzten fünf Jahren.
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Es gab viele Tränen, es wurde ganz viel gelacht.
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Ganz viele Menschen sind zu den nächstliegenden Wäldern gefahren und haben die
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Wälder wieder belebt, die Bäume wieder zum Lachen gebracht, sodass die Bäume
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wieder Vertrauen haben.
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Und natürlich auch das Land und der Boden, darunter mit der Landwirtschaft zwischen
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den Städten bis zum Wald hin.
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Dass wiederbelebt ist, dass die belebte Natur wieder mehr Vertrauen zu uns Menschen
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hat und dass wir ganz viele Verbindungen geschaffen haben von tollen Orten,
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von einem Licht- oder Kraftort zum nächsten, wo Menschen mit der Natur wirken
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können und sich auch wieder mit der Natur verbunden fühlen.
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Das war eine tolle Zeit. Vielen Dank.
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Ja, wenn es dann diese viele schöne Orte der Gemeinschaft gibt,
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wo Menschen ihr Potenzial entfalten können, wo sie ihre Bedürfnisse befriedigen
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können, wo die Kinder freispielen können und lernen können,
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dann ist all dieses Spriessen dadurch ermöglicht und dadurch in den letzten
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zehn Jahren viel schneller gegangen als bisher.
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Weil das nicht mehr einzelne Orte sind, weil die miteinander verbunden sind
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und auch weil die Systeme, die es vor zehn Jahren noch gab, das Bildungssystem,
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das Gesundheitssystem, das Wirtschaftssystem sich grundlegend geändert haben
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oder zumindest in der Haltung.
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Und es könnte sein, dass politische Parteien, Handelskammern,
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Genossenschaften, Banken und so weiter diese Aufgabe erfüllen,
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dass sie sich transformiert haben.
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Es könnte auch sein, dass es neue gibt, neue Formen der Organisation,
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die das ermöglichen Und dass wir von einem Gesundheitssystem zu einem Gesundheitswesen
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gekommen sind, von Krankenhäusern zu Gesundheitshäusern.
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Und dass wir ein Bildungssystem haben, was ermöglicht, dass das Fach Lebendigkeit gelebt wird.
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Und dafür muss diese unsichtbare Arbeit gemacht werden, an diese Systeme,
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die Menschen, die das vor zehn Jahren schon wollten, das verhindern,
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dass sie das machen können, dass sie das ermöglichen.
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Und dafür braucht es, sage ich mal, strukturelle Veränderungen und es braucht
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vor allem die Fähigkeiten auch bei den Menschen, um diese unsichtbare Arbeit zu machen.
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Also um mal in dem Waldmetapher zu sprechen, der Boden muss bearbeitet sein,
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das Unsichtbare unter der Boden.
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Da ist das MYZELIUM natürlich ein Teil davon, aber das sind auch die Regenwürmer
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und das sind die anderen.
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Und das sind diejenigen, die diese 50 cm tiefe Betonschicht durchwühlen und so weiter.
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Das ist unglaublich viel Arbeit und wenn ich dazu einen kleinen Beitrag geleistet
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habe, dann hätte ich meine Zeit nicht besser verbringen können.
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Ja, ich glaube, wir sind im verflixten siebten Jahr mit den umgekrempelten Ultras.
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Eigentlich gar nicht vorstellbar, dass es den Laden vorher schon acht Jahre ohne die Ultras gab.
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Keine Ahnung, wie wir das damals gemacht haben ohne die Gemeinschaft.
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Verflixtes siebtes Jahr, es wird immer intensiver und größer.
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Wahrscheinlich sind wir kurz davor, tatsächlich diese Utopie zu knacken,
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dass wir Kleidung einfach für alle zur Verfügung stellen können
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Und dass dafür nicht ohne Ende Ressourcen rausgeballert werden,
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sondern dass wir wirklich das haben,
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was gebraucht wird und dass das, was eh schon da ist, auch genutzt wird und
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wir das als Laden einfach drehen können, so wie die Menschen das wirklich brauchen.
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Und für meinen Sohn, der ist jetzt schon zehn, der findet das ganz normal und
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der stellt sich überhaupt nicht in Frage, dass man Dinge repariert und tauscht
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und irgendwo herbekommt, weil der kennt es gar nicht, dass man irgendwie shoppen geht.
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Also shoppen war eh ein komisches Hobby noch damals vor zehn Jahren,
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das gibt es zum Glück nicht mehr.
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Ja, und dass das Gemüse von unserem Bauernhof kommt und so, das findet er einfach
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ganz normal und das finde ich großartig.
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Und ja, ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können,
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weil wir es geschafft haben, viel mehr Menschen einzubinden in unserer Stadt.
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Und vor fünf Jahren noch, da war das irgendwie mit den Fähren und biologischen Sachen,
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da war das irgendwie eine Sache für die Menschen mit Geld und für die Studierenden, Privilegierten.
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Und das haben wir irgendwie hingekriegt, weil wir zusammengehalten haben,
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weil wir schon vor fünf Jahren angefangen haben, Orte, die nicht schaffen,
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wo sich Menschen finden, die da mit uns dran arbeiten,
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und ich fühle mich sicherer als vor fünf Jahren und ganz eingebettet in meine Gemeinschaft.
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Ich war am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
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Ich hätte meine Zeit auch nicht besser verbringen können.
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Ich glaube, ähnlich wie ihr war ich am richtigen Ort, am richtigen Zeit und
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habe tolle Menschen getroffen.
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Und ich bin gerade in einem Quartier, in dem alle Haustüren offen sind.
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Alle können überall rein.
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Es gibt keine Angst vor irgendwelchen Nachbarn, weil sich alle kennen.
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Und immer mehr Menschen unterteilen gar nicht mehr zwischen Lohnarbeit und Freizeit
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und Hobby und Ehrenamt und Care-Arbeit,
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sondern es wird quartiersübergreifend einfach auf Augenhöhe aufgeteilt und geschaut,
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was wer gerade gern macht.
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Und alle haben viel mehr Zeit, es fühlt sich viel sinnvoller an.
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Ja, es gibt immer wieder so spontan, auch mitten auf der Straße,
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weil das eigentlich gar keine Straße mehr ist, sondern eigentlich wie so ein,
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Erlebnispfad.
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Da passieren immer so spontane, coole Dinge, seien es irgendwelche Kinder,
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die mit so großen Schaukeln von der einen zur anderen Seite schwingen und wo
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man aufpassen muss, dass man da keinen Schuh an den Kopf bekommt.
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Seien es irgendwelche kleinen Bühnen, wo Impro-Theater gemacht wird,
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seien es Workshops zu was auch immer.
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Also man ist einfach immer überrascht und das ist das Coole,
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weil man sich einfach so treiben lassen kann und immer Orte findet,
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wo man inspiriert wird, wo man was lernen kann,
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wo man irgendwie von sich selber überrascht werden kann.
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Und natürlich gibt es auch ganz viel Musik.
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Und dann hat es doch noch geklappt in Wuppertal.
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Der kleine Fahrradladen Supercargo hat die Kurve gekriegt und wir haben eine
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Genossenschaft tatsächlich gegründet.
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Viele Leute in eine Gemeinschaft gekriegt, die davon überzeugt waren,
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dass es im Grunde ein Zentrum für Verkehrswende geben sollte.
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Und durch diese große Gemeinschaft, die das auch finanziell dann hinkriegen
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konnte, wurde die Wirksamkeit, ist jetzt die Wirksamkeit von Supercargo wirklich beeindruckend.
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Es ist nicht nur ein Fahrradladen, wo Fahrräder verkauft werden oder sagen wir
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mal Mobilität zur Verfügung gestellt wird und Fahrräder repariert werden.
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Wo die Leute lernen können, Verräter zu reparieren. Es ist schon ein Forum für
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neues wirtschaftliches Denken, weil wir haben echt viel Platz,
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auch für Veranstaltungen, um Treffen zu machen.
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Supercargo ist ja dann schon ein paar Jahre, ist ja schon seit Jahren Mitglied im Mithilien-Verein.
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Und letztes Jahr haben wir die Mitgliederversammlung ausgerichtet.
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Es war einfach toll, die 150 Leute bei uns im Laden begrüßen zu können.
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Und wie ist das möglich geworden? Das Team wurde einfach erweitert.
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Es ist tatsächlich der Traum oder war, wir haben eine Betriebswirtin gefunden,
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die sowohl Kompetenz als auch Leidenschaft bringen konnte und Bock hatte,
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dieses Projekt mitzustemmen.
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Und so kamen dann Technik und Ideologie und Begeisterung und Leidenschaft und
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betriebswirtschaftliche Kompetenz zusammen.
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Und mit dieser Mischung konnte der Traum wahr werden.
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Ich hätte die Zeit nicht besser verbringen können. Ja, und wie ist es passiert,
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dass aus kleinen Läden, die um ihre Existenz strugglen und kämpfen ohne Ende,
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plötzlich blühende, große, ich weiß gar nicht, wie man dazu sagt,
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so Ressourcencenter oder so Gemeinschaftsräume, Veranstaltungen wurden,
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wo man einfach wirklich ein- und ausgehen kann und dann trifft man,
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kann man da eigentlich seinen Alltag erleichtern, Da kann man sein Fahrrad reparieren,
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da kann man seine Textilien reparieren, da kann man seine unverpackten Lebensmittel einkaufen.
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Und die Leute stehen Schlange, um sozusagen Teil von diesen Orten sein zu können,
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weil sie merken, außenrum kann ich mir eigentlich nichts mehr leisten und funktioniert
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auch nicht mehr und es ist irgendwie Stress alles andere.
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Aber wenn ich in diesen Ort gehe, da gibt es irgendwie alles, was ich brauche.
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Zwar total anders, als ich es gewohnt bin, aber irgendwie ist es leichter und
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schöner und freudvoller und es gibt auch schöne Musik.
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Und ja, es kippt so langsam, dass die Leute wirklich Schlange stehen,
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um aus dem alten System ins Neue zu gehen.
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Und ich hätte meine Zeit nicht besser damit verbringen können,
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diese Orte mit aufzubauen, aber auch Gemeinschaftsgärtnerinnen mit aufzubauen,
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die diese Orte miteinander in Verbindung bringen.
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Die Leuten von der Idee erzählen, die Vorstellungsräume eröffnen,
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die Veranstaltungen in den Regionen organisieren, die neue Unternehmen in den
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Regionen langsam mit dem Pilz verweben und wie daraus sozusagen nicht bei diesem
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einzelnen Laden bleibt,
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sondern sich dieses Myzel in den Regionen ausbreitet und dann auch tatsächlich
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überregional sozusagen so eine Verbindung, so eine Schlagkraft,
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so eine Bewegung entsteht, Und die auch tatsächlich...
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Der Politik sagen kann, Leute, wie ihr es macht, ist einfach Mist.
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Guck mal, so ist es viel einfacher, so ist es viel schöner. Lass doch so machen.
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Und die Politik ist so überfordert und so desastros chaotisch,
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dass sie einfach aufgibt und sagt, ja gut, dann macht ihr halt selbst organisiert. dabei ist.
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Und einfach sozusagen die einfach sagen, komm, wir nerven euch nicht mehr, macht ihr einfach mal.
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Und so kann man entweder sozusagen sich autoritären Bewegungen anschließen,
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die Hass verbreiten oder man geht halt an die schönen Orte, wo es einfach Freude
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macht und Impro-Theater passiert und Musik zu hören ist.
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Und deshalb hätte ich meine Zeit nicht besser verbringen können,
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als diesen Pilz zu verbreiten?
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Ich bin gerade in einem Museum und zwar in einem Museum für Industriegesellschaften.
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Also ich glaube, der große Unterschied ist, man verbringt da nicht einfach ein paar Stunden, sondern,
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das ist ein Ort, wo wir gerade den Harz renaturieren und auf diesem Gelände
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gibt es vielfältige Erfahrungsräume.
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Man verbringt da, also früher hat man das Urlaub genannt, aber jetzt hat eben seine Zeit.
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Und ich bin zwei Wochen da und wir durchlaufen einfach nochmal so,
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wie die Leute früher gelebt haben, wo sie zum Shoppen nach Paris geflogen sind
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oder so und was das mit uns gemacht hat.
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Es wird auch nochmal reflektiert, wie man in einer der reichsten Gesellschaften
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dieser Erde überzeugt sein konnte, dass man arm ist.
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Also arm an Zeit, arm an Geld, dass das auch niemandem, dass das gar nicht groß
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hinterfragt wurde, dass die Medien das Ganze selbstverständlich reproduziert
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haben und wir auch alle das geglaubt haben.
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Genau, und wie das dann irgendwie zu der Dekonstitution kam und ich hätte meine
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Zeit nicht besser verbringen können.
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Ja, und ich habe da tatsächlich, jetzt habe ich zwei Mikros,
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tatsächlich diese Vision, die ich euch vor fünf Jahren zeigen durfte oder vorspielen durfte.
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Die geschafft habe, gemeinsam mit Gemeinschaftsgärtnerinnen in der ganzen Republik
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und auch schon so in dem deutschsprachigen Umfeld vorspielen zu können,
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so in abgewandelter Form und Orte, also Räume geöffnet hat, wo das Träumen und
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das Spüren von neuen Zukunften, wieder erlaubt war und zwar von Zukunft,
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die nicht Angst und Enge und Ressourcenmangel und Kriege und sonst was propagieren,
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sondern wo man wieder sich erlaubt, andere Zukunft zu träumen und zwar wo es
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nicht, weil wir ressourcenmäßig weniger und langsamer werden,
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dass jetzt irgendwie Mangel und Abspaltung hervorruft, sondern wo wir einfach
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merken, wir sind ganz reich in dem, wie wir quasi zusammen sind und es ist alles
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möglich, wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen.
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Und so wurden an ganz vielen Orten die Menschen aktiv, weil sie gemerkt haben.
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Da ist so eine Sehnsucht.
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Und ich, also viele auch einfach aus ihrer Einsamkeit rauskam,
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weil plötzlich da so Orte waren, wo man sich treffen durfte,
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ohne die ganze Zeit zu konsumieren oder einfach auch wirklich sich trauen durfte,
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während man irgendwie Sachen in seinen Korb legte, mit denen man seinen Lebensmittel einsammelte,
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mit den anderen sprechen durfte. Und das nicht weird war.
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Sondern die Leute das ganz normal fanden, dass man halt mal kurz ein Gespräch
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führt oder sich gegenseitig beim Tragen helft oder was auch immer.
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Oder auch fragen konnte, hey, kannst du mir mal helfen?
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Ich wohne direkt da um die Ecke, aber ich habe hier schon ein kleines Kind und
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noch irgendwie einen Hund oder so.
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Und kannst du mich vielleicht mit der Tasche helfen? Das war komplett normal
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oder wurde komplett normal.
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Und das entstanden so viele Möglichkeitsbäume und niemand war mehr arbeitslos.
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Und es hatte niemand mehr Angst davor. Diese Strategie des Kapitalismus wurde
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einfach an der Wurzel rausgezogen, weil man merkte,
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man ist nie arbeitslos, sondern alle sind irgendwie sinnvoll in der körperlichen
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Art, wie sie es können oder in der mentalen Art, wie ihr Körper das zur Verfügung stellt.
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Und alle sind nützlich und teilen und wertvoll und sinnvoll und damit wurde
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diese Angst vor Arbeitslosigkeit entzogen und diese Ressource Geld wurde auch
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weniger wichtig, weil wir einfach uns,
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egal wie viel oder wie wenig wir haben und teilhaben durften und dürfen und
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das macht richtig Hoffnung.
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Und eine Vision die ganz konkret ist, ich fünf Jahre später,
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ich fahre mit John, Tim, mit meinem Sohn diese Latschstraße bei uns entlang wo.
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Wie vor fünf Jahren noch nur Monokulturplantagen von Obstbäumen,
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die nach fünf Jahren alle immer abgesägt an der Seite, dann rausgezogen liegen, mit Früchten dran,
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wo immer die Hälfte der Früchte, die erst gespritzt wurden, auf dem Boden liegen, das gibt es nicht mehr.
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Sondern diese Plantagen wurden zum Teil einfach im Agroforst-System wieder aufgebaut
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und bieten jetzt wieder diese Ressourcen, nämlich dass so stadtnah Lebensmittel
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angebaut werden können.
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Und da haben die Dörfer drumherum es einfach gerafft, dass sie das anders nutzen müssen.
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Und Yonde sagt jetzt nicht mehr, warum werden hier die Bäume rausgezogen?
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Die weinen doch, dass sie sterben doch, die weinen doch.
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Und dann sagt er, schau mal Mama, wie bunt es hier ist, schau mal die Schmetterlinge,
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Schmetterlinge, oh, guck mal, wie schön, die freuen sich ja.
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Und früher hatten die Schmetterlinge hier Angst und jetzt wollen die sich das sagt.
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Ich hätte meine Zeit nicht mehr. In fünf Jahren oder jetzt, heute, 2030,
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komme ich so durch verschiedene Gruppen, in denen ich so verschiedene Kreise,
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die ich so kenne, wo ich mich so wohlfühle oder auch manchmal nicht so wohlfühle.
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Und ich merke, dass sich was verändert hat. Es gibt einige, also die Menschen
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verstehen mehr von sich selbst, sie fühlen mehr.
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Sie das, was sie fühlen, können sie auch zulassen.
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Sie kennen ihre Bedürfnisse besser, können das kommunizieren.
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Und dadurch, dass sie sich ihre Bedürfnisse erfüllen können,
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dass sie sie kennen, können sie sich auch leichter erfüllen.
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Sie brauchen sich nicht mehr zu betäuben. brauchen nicht mehr sich auf irgendwelche
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Dinge zu kaprizieren oder sich abzulenken,
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sondern sie können sich ja, sie können einfach so das einfach fühlen,
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sie können es zulassen, was sie fühlen und sie fühlen es einfach und ja.
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Und dadurch sind sie einfach zufriedener, sie.
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Brauchen nicht mehr andere Leute für irgendetwas verantwortlich zu machen.
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Sie haben keine Schuldvorwürfe mehr gegen andere, so leicht.
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Das kommt natürlich immer nochmal wieder vor, aber dann stellen sie fest, naja, eigentlich.
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Aber dadurch, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse fühlen, haben sie die Chance,
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sich da schon selbst zu entwickeln.
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Sie müssen nicht mehr so viel konsumieren. Sie suchen ihre Erfüllung mehr im
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Kontakt mit anderen Menschen.
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Wie habe ich dazu beigetragen? Ich weiß es nicht. Vielleicht einfach auch,
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indem ich selber versucht habe, so zu sein.
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Ich habe versucht, so zu sein, wie ich es mir wünsche,
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nach meinen Werten zu leben, mich selbst zu erkennen, meine eigenen Gefühle
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und Bedürfnisse zu erkennen, zu fühlen und einfach mir auch selbst zu erkennen
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und nicht andere für mich verantwortlich zu machen, für das, was in mir los ist.
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Und das hat ausgestrahlt. Es gibt einige, die das schneller aufgenommen haben.
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Was weiß ich, hier so in gemeinschaftsorientierten Kreise oder auch im GfK-Kreis oder so.
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Aber jetzt stelle ich fest, dass auch so in meiner Familie, wo die zum Teil
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ganz andere Herkünfte haben, dass da auch eine Entwicklung stattfindet.
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Die sehen das auch und die merken, dass da was ist, was besonders tief ist,
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was besonders bedeutungsvoll ist.
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Und sie nehmen das für sich an, von sich aus, und sprechen über ihre Gefühle
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und merken, dass ihre Gefühle ihre sind und dass nicht die anderen das machen.
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Und dadurch findet auch so eine Transformation statt, weil die Leute großzügiger werden.
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Sie sind nicht mehr klein und denken nicht mehr, ich muss das behalten,
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das ist meins, sondern sie sagen, ich kann das teilen und ich kann auch von
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anderen Dinge annehmen.
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Ja, und einfach indem ich selber diese Idee für mich entwickle und darin lebe, strahlt das aus.
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Und ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können.
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Ich bin fast zu Tränen gerührt, weil ich hätte damals echt nicht gedacht,
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dass dieses ewig immer an einer Seite,
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dieses Weiterwollen und das im Außen nicht wirklich zu sehen,
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dass es immer nur unten drunter weitergewachsen ist, dass es wirklich nach außen kommt.
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Ich bin heute total froh, dass ich meiner Intuition gefolgt bin und wirklich
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darauf vertraut habe und wenn es noch länger dauert und noch länger da weiter zu gehen,
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weil jetzt hat es ein unglaubliches Tempo entwickelt.
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Und dieses der Intuition folgen und wirklich langsam weiterzugehen und in dieser
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Achtsamkeit, dass wir nichts vergessen.
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Und meine Achtsamkeit, die lag wirklich auf Beziehung und dass dieses Beziehungsfeld
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unten wie eine Grundlage war.
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Ja, da bin ich wirklich für mich gegangen und habe da auch nicht aufgegeben.
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Und ich habe ja die Jahre vorher schon so viel damit gearbeitet und auch diese
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Kinder im Blick zu halten,
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dass die Kinder wirklich unsere Zukunft sind und wenn die nicht gesund groß werden,
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dass wir so nacharbeiten müssen oder wir können dann nur therapieren und dass
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das Verständnis jetzt da ist.
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Da bin ich so stolz drauf, da bin ich so stolz drauf, dass dieses Projekt,
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was ich eigentlich schon vor 30 Jahren angefangen habe, dass das jetzt wirklich in der Welt ist.
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Und wirklich in die Stadt wirkt und ganz viele Ableger gemacht hat im ganzen
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Umfeld und wir auch weiter ausgedehnt unsere Expertisen und eigentlich unser Wissen schon,
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dass das wirklich in die Welt ging.
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Und da bin ich wirklich dem Myzelium total dankbar, dass die so begleitend an
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der Seite standen und ich wusste, dass da ganz viele andere Projekte an der
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Seite sind, die das unterstützt haben.
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Mit unterstützt haben. Ja, ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können.
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Ja, ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können wie mit euch.
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Hier an diesem Ort, und das sage ich mir so in 30 Jahren, da bin ich 95,
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und sitze in irgendeinem, darf in irgendeinem Sessel sitzen,
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an einem wunderschönen Ort. Weil, was ist passiert?
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Ja, wir sind für viele, viele Menschen ein ganz schönes Ärgernis geworden.
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Weil die wollen einfach am Alten festhalten.
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Und es sind aber ganz viele Zukunftsorte und Zukunftsinitiativen entstanden,
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aus guten Gemeinschaften heraus.
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Und die funktionieren einfach gut.
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Und das ist natürlich ein ganz großes Ärgernis für die alten Kräfte,
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aber noch viel mehr Freude und Begeisterung für immer mehr Menschen,
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die sich dem gerne anschließen wollen.
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Und wir haben das tatsächlich geschafft, Orte zu schaffen, europaweites Netzwerk,
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vielleicht weltweites Netzwerk von solchen Orten.
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Und da gibt es eine Wirtschaft und die arbeitet so, dass jeder das hat,
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was er wirklich braucht.
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Und dass die anderen sich dafür zuständig fühlen, dass der andere das auch wirklich
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bekommt, was er braucht.
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Dass er das bekommt, was er braucht, auch an Geld, zum Beispiel um seine Fähigkeiten,
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seine Kompetenzen und seine guten Ideen wirklich entfalten zu können.
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Und ein Zusammenleben der Menschen, wo man das Recht nicht kaufen kann,
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wie man das ja im Moment muss, mit immer teureren Anwaltsbüros,
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wenn man sich irgendwo durchsetzen will.
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Sondern das ist eben so organisiert, dass jeder auch teilhaben kann,
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ohne Parteizugehörigkeit, wenn er sich engagieren will, wenn er Sinnvolles beitragen
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kann und will, dann geht das auch und das ist so organisiert.
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Und wir haben ein geistiges, ein kulturelles Zusammenleben entwickelt,
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Bildung, Gesundheit, Kultur, Geldwesen, Rechtswesen, was auch immer.
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Wir haben das so entwickelt, dass das wirklich frei sein kann und nicht gekauft
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von Wirtschaft und Politik.
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Und wir haben einen Geldkreislauf entwickelt, der funktioniert so gut,
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dass das eben aus Schenkgeld heraus funktionieren kann.
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Das heißt, da ist keine Möglichkeit mehr der Erpressung und des Bedingungen
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stellen, sondern das entscheiden diejenigen, die es tun wollen.
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Und damit ist etwas erfüllt worden, das ist mir vor einem Jahr begegnet,
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in einem Seminar für freiheitliche Ordnung, ein Ausspruch eines Nobelpreisträgers
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und der hat das erforscht.
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Das ist also keine Ideologie, sondern das ist naturwissenschaftlich erforscht,
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in einem Meer von Chaos und der ist Chemiker.
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In einem Meer von Chaos können Inseln der Kohärenz ein ganzes System auf eine höhere Ordnung heben.
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Und er hat dann sein ganzes weiteres Leben damit verbracht, das sozusagen zu
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beweisen, dass es für soziale Systeme auch gilt.
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Und solche Orte sind jetzt entstanden mit dieser Wirksamkeit und diesem Miteinander.
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Und deswegen habe ich meine Zeit nicht besser verbringen können wie mit Menschen,
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die genau solche Visionen möglich machen wollen.
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2025 haben wir bei einem Treffen in Koblenz ganz viele tolle Menschen kennengelernt
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mit vielfältigen Kompetenzen und Vorstellungen,
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aber irgendwie auch so einer gemeinsamen Vision.
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Und dann sind wir in uns gegangen und haben überlegt, wie könnten wir denn all
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das, was wir schon können, wissen, vielleicht auch an die anderen weitergeben.
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Herausforderungen, wie haben wir Probleme gelöst, wie können wir voneinander
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lernen und haben dann uns überlegt, vielleicht einen solidarischen Lernweg anzubieten im MYZELIUM,
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wo jeder beitragen kann, der mag und den anderen quasi so eine Art Seminar gibt.
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Naja und die ersten Jahre waren wir dann bei Permakulturprojekten im Frankfurter
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Raum und im Wald in Hessen,
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haben was zur Waldpädagogik gelernt und waren auf dem Biobauernhof in Luxemburg
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an der Grenze und haben dort auch was über Kräuter gelernt und haben uns all
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diese tollen Zukunftsräume angeguckt und haben alle unsere Kompetenzen zusammengelegt.
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Und das weitergetragen und damit zu einer besseren Welt beitragen.
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Ja, in zehn Jahren bin ich sehr berührt über die ganzen Samen,
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die aufgegangen sind und wie viel mehr Samen da noch aufgehen und immer mehr Samen aufgehen.
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Und sich verbreiten und die Pilze aus dem Boden kommen und ihre Sporen verbreiten.
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Und ja, diese Welt,
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in der die Kinder heute so ganz anders aufwachsen wie vor zehn Jahren und die
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Jugendlichen und die Erwachsenen anders miteinander umgehen und ihren Gefühlen
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und auch die alten Menschen ganz anderen Platz haben.
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Wie heute. Nein, wie damals.
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Ja, ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können. Ich sitze in Freiburg
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mit ganz vielen Menschen im Wald.
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Und die Stadt hat sich total verwandelt, das Jahr 2031.
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Wir haben vor sieben Jahren angefangen mit so kleinen Projekten,
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so eine kleine Gruppe, beherzt wirtschaften.
0:52:25–0:52:30
Dann haben wir angefangen mit Geldseminaren, Also so Identifikation mit Geld
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aufzulösen und ganz neue Dinge auszuprobieren, was man mit Geld alles machen
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kann und wie man das machen kann.
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Und schon damals hatte ich da eine bestimmte Aufgabe, nämlich das mit der Gemeinschaft
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auch zu erweitern auf den unsichtbaren Bereich, also die Mikroorganismen, die Wesen.
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Wir haben auch in den Geldseminaren angefangen, dem Geldwesen zu begegnen.
0:52:57–0:53:00
Und dann hat sich herausgestellt, dass es ganz viele verschiedene Geldwesen
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gibt und dass auch Menschen, die in Banken arbeiten und im Finanzsektor plötzlich
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mit einem Geldwesen nach Hause gefahren sind und mit diesem Geldwesen Dinge besprechen.
0:53:13–0:53:17
Und dann haben wir auch angefangen, mit so Gruppen zusammenzustellen,
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die sich dafür interessiert haben, mit diesen ganzen unsichtbaren Wesen zusammenzukommen.
0:53:22–0:53:27
Das waren dann Zahnärzte, Bauunternehmer und andere, die dann zum Beispiel erst
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mal mit dem Boden gesprochen haben, bevor sie da ein neues Bauprojekt angefangen haben.
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Oder Zahnärzte, die mit den Zwergen geredet haben, wie man diese komplexe Veränderung,
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also diese Zahnkorrektur machen könnte, anders als bisher.
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Und so haben ganz viele verschiedene Berufsgruppen und Bevölkerungsgruppen angefangen,
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Gemeinschaft auch nochmal übermenschlich zu erleben, wesenhaft.
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Und das hat aber geholfen, auch den Menschengemeinschaften viel leichter zueinander
0:53:57–0:53:59
zu finden, weil sie angefangen haben,
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sich gegenseitig auch wesenhaft wahrzunehmen und diese ganzen Konflikte irgendwie
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anders anzugehen und zu sagen, ah.
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Das ist ein ganz anderes Wesen als ich.
0:54:11–0:54:17
Ah, das ernährt sich von was ganz anderem und das braucht was anderes als ich.
0:54:17–0:54:22
Ach so, aber ich. Und so haben wir dann gelernt auch von den Wesen und es ging
0:54:22–0:54:26
sehr viel leichter, als wir uns das vorgestellt haben.
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Und jetzt sitzen wir hier in Freiburg und wir haben sogar festgestellt,
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wir sind nicht nur eine Lebensgemeinschaft hier in dieser Stadt mit 600.000 Menschen.
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Wir sind sogar eine Schöpfungsgemeinschaft, denn wir sitzen zusammen und kreieren, wie wir leben wollen.
0:54:46–0:54:51
Und das hat sich echt gelohnt. Aber wer hätte das gedacht?
0:54:52–0:54:57
Also besser hätte ich meine Zeit nicht verbringen können. Bitte schön.
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Ja, ich freue mich, dass ich ein bisschen mitmachen durfte.
0:55:05–0:55:11
Jetzt nicht nur, dass wir anfangen können, mal anders zu denken,
0:55:12–0:55:14
sondern tatsächlich das auch zu tun.
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Und durch dieses Tun ist es ja viel leichter, ohne was zu reden,
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andere auch zu überzeugen.
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Und die grundlegenden Denkhaltungen, die sich da immer weiter verändern, ist erstens,
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dass Arbeit nicht so eine Last ist, dass ich mein Geld verdienen muss,
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sondern dass ich da den sinnvollen Zusammenhang erlebe.
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Ist zweitens, dass ich merke,
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brauche nicht mehr die Unabhängigkeit von den anderen, weil das ist ja sowieso
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eine Illusion, sondern wenn es uns, egal wie groß jetzt die Gruppe,
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gut geht, dann geht es auch mir gut.
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Also ich brauche dann nicht mehr nur an mich denken und so die grundlegende
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Einstellung, was wirtschaften ist,
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vielleicht weniger, was ich so gerne wünschen würde, mir da zusammen überlege,
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sondern das wirtschaften ist, sich das Ganze anzuschauen, wenn du willst, die Erde als Ganzes.
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Und wie teilen wir das untereinander auf, dass es am sinnvollsten für alle ist,
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also sowohl die Ressourcen, die Fläche,
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die Arbeit, die Produkte, also Wirtschaft ist die Kultur des Teilens,
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das wird man langsam verstehen und immer mehr auch tun können und eben nicht
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die Kultur des immer mehr Aufaddierens für sich selber.
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Ja, ich stehe 2030 mit einer ganzen großen Gruppe von Menschen zusammen,
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die zehn Jahre vorher Panikattacken bekommen haben, als sie gehört haben,
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dass bis dahin ein völlig unbekannter deutscher Denker seine 99 Thesen über
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die Zukunft an das deutsche Eck geknöppelt hat.
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Und die aber über sich jetzt lachen können, weil sie einfach auch diese schöne
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Begleitung bekommen haben, dass sie damals einfach zwar Angst davor hatten,
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aber ihnen Wege gezeigt worden sind,
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wie kann man den nächsten kleinen präzisen Schritt machen, weil all diese Menschen
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waren alle damals nicht böse und blöd,
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aber sie sind halt so geprägt worden, dass sie das alles nicht sehen konnten,
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was andere schon gesehen haben und sie einfach einen langen Weg brauchten,
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um in diese Gemeinschaft reinzukommen und wie sie dankbar sind heute,
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dass sie über viele Dinge,
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die heute zwar auch sagen würde, das war immer nicht nötig, dass wir diese Zwischenschritte
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alle noch gehen mussten, aber für die Menschen war es halt nötig.
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Und über diese Wege sind sie alle 20, 35, äh 20, 30, ne 35 war es ja, 10 Jahre.
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Konnten sie halt alle mitgehen und haben einfach so viel Erfahrung gesammelt,
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dass sie, falls es nochmal so einen Wandel braucht,
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nicht gleich wieder in Panik ausbrechen, sondern eine Lehre haben,
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dass man vieles bewegen kann, wenn man einfach seine Unterstützung dabei kriegt.
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Und dann ist auch noch passiert, dass auf einmal viel mehr Menschen ein mehr
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verkörpertes Leben geführt haben und nicht nur den Kopf für den Wandel eingesetzt
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haben, sondern gespürt haben, Ah,
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mein Ausatmen, mein Zurruhekommen.
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Ja, und mein ganzer Körper kann auch dazu beitragen, zu der großen Frage,
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wie will ich leben und was will ich zum Wandel beitragen.
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Und da sitzt so viel Intelligenz, die auf einmal frei werden konnte,
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weil viel mehr Menschen in ihrem Körper wieder waren.
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Ich lebe in zehn Jahren in einer Welt, wo die Menschen einfach immer mehr und
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mehr verstanden haben, auf sich selbst zu hören und die Zeit, die sie hier haben,
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womöglich schön für sich zu verbringen, dass die Werte, die heute jetzt oder
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die damals gegolten haben, dass die einfach nach und nach sich auflösen und
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dass einfach dieses Miteinander zählt.
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Das ist eine sehr schöne Vorstellung in meiner Zukunftsvision.
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Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können,
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als dazu beizutragen, dass alle Menschen auch mit ganz unterschiedlichen Einschränkungen
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und Herausforderungen sich als Teil der Mitte der Gesellschaft fühlen.
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Und ich mich umblicke und dass die Gesellschaft als gemeinsame Fürsorgegemeinschaft
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da ist, nicht nur die Familien oder Angehörigen,
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die entscheiden zu unterstützen,
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sodass...
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Es keine Frage mehr darin gibt, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten wertvoller
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in dieser Gesellschaft sind, sondern dass wir eine Kultur in uns haben,
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aufeinander zu blicken und uns gegenseitig zu unterstützen und wertzuschätzen für wie wir beitragen.
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Also ich lebe heute in einer Welt, in der es keine letzte Generation mehr gibt, sondern eine erste.
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In einer Welt, in der Menschen sich, alle sich, wir uns wieder nahe gekommen sind.
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In der Mütter sich und Väter sich und Nachbarn, Freunde sich den Kindern zuwenden.
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Als unseren Kindern, also Kinder von uns allen.
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Die Kinder genährt werden durch uns alle. Der Raum ist für leise Stimmen von
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den Menschen, die viel getragen haben.
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Es gibt überall kleine, alte, leere Dörfer, die sich wieder gestaltet haben,
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die wieder belebt worden sind, wo es einen Marktplatz oder eine Mitte gibt,
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auf der Menschen zusammenkommen und feiern,
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gemeinsam ernten und lebendig sind.
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Und ja, diese großen Prozesse im Kleinen erforscht haben.
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Also wo eigentlich die ganze Politik so funktioniert wie eine einzige Beziehung.
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Also wo Natur und Mensch wieder eins sind.